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Lateinischer Unterricht.
Fr. Vavasseur (Vavassor fl 1681) ^ntlbarbarus (1603 und noch Inxs. 1722 durchKapp); Olaf von Borch (Lorrlslilus fl 1690) so§ltutlouss Ls varlls 1. I. astatlbus(1675) und die aualeeta dazu (1682); Christ. Cellarins (fl 1707) ^utlburbarus seit1668 mit den verschiedenen Anhängen, welche durch die Streitschriften des Andr. v. Borchhervorgernfen wurden; Joh. Ludw. Prasch (fl 1690) äs latlulsmls st burdurlsmls eom-msnturlus (Rutlsbonns 1608, lleuas 1704), eine fleißige Sammlung von fehlerhaftenAusdrücken und Constructionen; Joh. Vorst (fl 1696) cts lutinltats msrito susxeota1652, cts latiuituts kulso susxsota 1652, äs latiultats sslsstu st vutAO tsrs nsZ-leeta1711 und alle drei zusammen von Gcsner 1738; Cyriacus Günther (fl um 1720)lutlnitas rsstltuta 1701 und 1708; llcmnu. llensll puras st lmxuras lutlnltutls oottsotnnsa (Rotsrä. 1720 und von Kapp in Leipzig 1728). Aus diesen Büchern sind danndie Lexika zusammengcstellt, unter denen bloltsull (fl 1754) tsxtson 1. 1. nntidardarnin(Helmstädt 1730*) und zuletzt Berlin 1780) so wie das viel bessere Lexikon der reinenund zierlichen Latinität von Dan. Fr. Janus (fl 1760) 1730 und 1753 noch heute Werthund Wichtigkeit haben. Damit ist diese mehr praktische Richtung abgeschlossen. Neuer-dings ist der Antibarbarus von I. PH. Krebs (fl 1850) zur Geltung gekommen, deraus einem sehr schmächtigen Anhänge zu der Anleitung zum Lateinschreiben (1834) in derBearbeitung von Allgayer (seit 1865) zu einem dicken Buche angeschwollen ist und inzahlreichen Programmen von Raschig (Zwickau 1837), Poppo (Frankfurt 1841 und 1850),Allgayer (Ehingen 1841, 1846, 1855), Schneider (1848), Güthling (Bunzlau 1863,Lauban 1866), auch in besondern Schriften, wie Mahnc'S miscellanss, lutlultÄtis (Leiden1845 und 1852) und Anton's Studien zur lat. Gr. u Stilistik (Erfurt 1867 u. 1873)Nachträge und Berichtigungen erhalten hat.
Die Hauptsache boten noch immer die Lehrbücher der Rhetorik, unter denen 0. 3.Vossil 1n8tituticms8 orntorlas seit 1606 das umfassendste ist, kürzer I. M. Gesner 1745und I. A. Ernesti mit den inltia clsotrlims 8oIiä1ori8. Als Lehrbuch des Stils kündigtesich an 3o. Lturclcll lnstltutlo rlistorlsa st pliiloloZ'leg, äs 8ti1o (Hamburg 1621, auchnoch 1705), aber er führt nur ohne Kenntnis der Sprache die Lehren der Rhetorik «ns einenleeren Schematismus zurück; eben so wenig leistet Joh. Scheffer (fl 1679) in dem Bucheäs stilo sxsrsitllsgus sins uä oonsustuäinsm vstsrnm (Upsala 1653), in welchem diexroxxmnii-smatL ausführlich besprochen werden, oder der Jesuit Jacob MaseniuS in derpalasstra stM romanl (Köln 1659), in welcher Rhetorisches und Philologisches buntgemischt ist und in den selbstgemachten Beispielen Luther, Zwingli und Calvin tüchtig ge-geißelt werden. Eine eigentliche Stilistik bietet I. L. Prasch in dem rosstum s. pras-esptg. still lat., RcgenSburg 1676,**) der den Unterschied der Rhetorik und Stilistikschärfer bestimmte und lat. Stil die dem Sprachgebrauch«: gemäße Darstellung nennt,welche den Alten abzulauschen sei, dann gute methodische Winke giebt und zuerst von derReinheit handelt, für die er eine besondere oben erwähnte Schrift verfaßt hat, dannvon der xropristns und der Wahl des Ausdrucks, schließlich von der Wortstellung unddem Pcriodenbau; nur sein heroischer Stil (Caesar, die Bibel, Luther) ist eine verkehrteNeuerung. Die drei sächsischen Rectoren Samuel Großer in Görlitz mit der lsu§osssstill romrml (1713), Christian Hoffmann in Lauban mit der Einleitung in die lat.Sprache (etwa seit 1710) und Christian Weise in Chemnitz mit äs stllo Romnuo llbri V.seit 1724 haben keine Verbesserung gebracht. Der Stifter der lateinischen Gesellschaft inJena Hallbaucr gab 1727 und 1730 die Einleitung in die nützlichsten Hebungen des lateinischenstill, rhetorische Regeln mit ausführlichen litterarischen Notizen; an diese Jenaische Praxisschließt sich Lor. Reinhard (fl 1752) an (1728, dann 1743). Allgemeinere Anerkennungfand Joh. Gottlieb Heinecke (llslusooius) von Eisenberg, der berühmte Jurist (fl 1741
*) Dazu gehören die feinen Bemerkungen in ReusmAsri antibarkaras lat. ssrmouis obssr-vationss, Gotha 1751.
**) Wiederholt cum prask. Xrisgbii, Jena 1702.