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11 (1878) Rußland; Lateinischer Unterricht; Sprache
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Lateinischer Unterricht.

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intkUi^amus teneamubguo äsincts, guiä sidi sküoienäum äoeonäumgus xropommriiuuetor lidri, guibu8 baue rsm ar§uwentis U8U8 8it st guam kslioiter; guomsäo eatzua.6 obiiei sentsntias 8uas viäit, rsiscsrit, guibu8 eam robu8 uliunäs aämrmMzll. e. ex6mpli8, 8lmi1ituäinidu8, tsRImonim sxoruuvsrit 11Iu8traveritcius. Für Historiker,für Dichter giebt er eingehendere Andeutungen, alles aber geht darauf, daß der Schrift-steller in seinen Gedanken zu beachten sei. Nach der von seinem Vorgänger in Leipzig be-obachteten Methode hat dann I. A. Ernesti*) in einem Jahre die Hälfte von Ciceros Offi-cien und 16 Reden gelesen, eben so für die Aencide und die Metamorphosen Vorschläge zurVollendung binnen Jahresfrist gemacht;**) auch sein Progr. von 1736 vcrurtheilt dasalte Verfahren hart.***) Daß bas Verständnis des Schriftstellers so hoch gestellt wurde,war ein großer Fortschritt, obwohl das Verfahren im einzelnen manche Bedenken hat.Hier muß sich vieles nach den Umständen richten, die Befähigung der Lehrer und dieVerschiedenheit der Schüler beachtet werden. Wolf nahm statarische Lectüre bei schwererenSchriftstellern und solchen, die kein großes Ganze ausmachen (?), cursorische bei leichteren,wie Livius; ja er redet von einer msäia, Isctio, unter der er die cursorische mit statarischenEpisoden verstanden zu haben scheint, 4) Theorie und Praxis haben den Unterschiedzwischen beiden Arten der Lectüre festgehaltcn, er ist sogar amtlich in den Schulordnungenz. B. Bayerns und Sachsens festgestellt. 1865 hat Hug die cursorische Lectüre empfohlen,weil sie der Schüler lieber habe, dagegen fordert der Vers, des Buches über nationale Er-ziehung S. 48, daß in allen Elasten der größere Theil der Lectüre statarisch sei, der kur-sorischen nur eine Stunde wöchentlich gewidmet werde. Denselben Gedanken hat auchAnton44) weiter verfolgt, indem er von Quarta au in dieser einen Stunde allemal denSchriftsteller der vorhergehenden Elaste zum Theil auch ohne vorhergegaugene Präparationgelesen wissen will. Daß er dabei sogar Euirop, Justin, das bellum ^.lexanäriuum undLstricanum heranzieht, ist ein übler Rückschritt in bereits überwundene Verhältnisse.Böckh (Encykl. S. 157) läßt die cursorische Lectüre nur bei leichteren Schriftstellern zuund verlangt, daß der Lehrer über vorkommende Schwierigkeiten weghelfe. Wie diecursorische Lectüre gewöhnlich betrieben wird, rechtfertigt sie den Ausspruch Mager's, wennich mich recht erinnere, bei dieser Lectüre werde nichts gelernt und bei der statarischennichts gelesen. In der That kann es nur eine Art der Lectüre geben, für welche schonI. Sturm den richtigen Grundsatz aufgestellt hat: ita xropsranclum, nt nsoes8aria nonxrastöreantur, ita eommorunäum, ut nillll nmi nsoo88urium exereeatur. Erwähnenwill ich noch das Verfahren, welches hie und da befolgt wird, leichtere Stellen nichtübersetzen, sondern nur den Inhalt angeben zu lassen. Schon die verschiedene Begabungder Schüler hätte davon abbringen sollen, noch mehr die Betrachtung, daß grade dadurchder Schüler zum ungenauen und oberflächlichen Lesen verleitet wird.

Die Erklärung des Lehrers muß auf die Uebersetzung des Schülers folgen, nichtdieser vorausgehn und noch viel weniger diese für das Höchste erklärt werden, was derSchüler zu erreichen habe. Dieser Misgriff Roths 444) erklärt sich aus seiner irrigenAuffassung von dem bei der Exposition zn verfolgenden Zwecke, indem überall nur dieHebung im richtigen Gebrauche der Muttersprache erzielt werden soll. Auch die beste Ueber-setzung Wird nicht genügen, um das Verständnis des Textes vollständig zu vermitteln,sicherlich nicht viele von denen, welche jetzt in Schülerkreise eingedrungen sind. DieErklärung des Lehrers ist unentbehrlich.

Die Hermeneutik wird jetzt in akademischen Vorlesungen über Encyklopädie der

*) Vgl. narrativ äs 6ssnero in den opusc. orat. p. 329.

**) prass. Oviä. p. XIII.

***)Opusc.variiarZuin.p. 389.373. Gegencursor. Lectüre Wüstemann zu Oosrinxüopusc.p. 291.

4) Arnoldt II. S. 220. Dazu auch I. I. Bellermann äs rations et metlloäo auetorss ol.legsnäi gz-innasiis oonvsnisnts, Progr. von Erfurt 1795.ff) Zeitschr. f. GW. XVII, 63.

444) Gymn. Päd. S. 171.

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