Rußland.
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Dircctors des Cadettencorps, über die Einrichtung der Volksschulen mitgethcilt. Dabeide im Zusammenhang mit dem Project der Errichtung der Ministerien standen, soschlug Nowosilzow dem Kaiser vor, bei der allgemeinen Bestimmung die sehr begründetenIdeen Laharpe's in Betracht zu ziehen. Der Kaiser erwiderte, Laharpe wünsche, daßdies unverzüglich geschehe, und er theile diese Meinung, xrüsgus eslu ssrult äsjiruutuut äs kalt. Allein die Mitglieder des Comits's bemerkten ihm, daß eine solche ab-gesonderte Ausführung eines Theils des Projccts eine für den Erfolg der Sache sehrschädliche inoosisrsuos der übrigen zur Folge haben könnte, und daß es besser wäre,man wartete zwei, drei Wochen, als daß man sich mit vorzeitiger Errichtung einesRessorts beeilte. Der Kaiser erkannte, wie es schien, die Richtigkeit dieser Ansicht an. —In Betreff des Klinger'schen Projects refcrirte Nowosilzow, dasselbe erweise sich ininehreren Beziehungen als ungeeignet. Erstlich schlage Klingcr vor, jedes Dorf solleeinen Lehrer haben — wornach bei der großen Anzahl der erstcren im Reiche eine zahl-lose Menge von Lehrern erforderlich wäre, und dazu sei in manchen Gegenden die Be-völkerung so zerstreut, daß man nicht selten einen Lehrer auf 2 oder 3 Baucrhäuserhaben müßte; würde man aber sich auf Errichtung von Kirchspiels schulen beschränkenwollen, so wäre es das Beste, man betraute mit dem Unterricht der Kinder die Geist-lichen als die nächsten Lehrer ihrer geistlichen Heerde. General Klinger schlug vor, dieSchullehrer aus den (geistlichen) Seminaristen oder den Unteroffizieren zu nehmen.Was die ersteren betrifft, meinte Nowosilzow, so wird, wenn wir sie vom geistlichenBerufe abziehen, die ohnehin schon bedeutende Anzahl unwissender Geistlichen sich nochmehr vergrößern; umgekehrt machen sie den Weg, der ihnen von der Wiege an schonbestimmt war, so wird dies Nutzen bringen, da cs der Geistlichkeit nach und nach diegebührende Achtung verschaffen wird. Auf die Bemerkung des Kaisers: das wird sobald nicht geschehen, antwortete Nowosilzow: besser langsam, aber sicher Vorgehen, alssich beeilen und dabei die Würde der beabsichtigten Institutionen zum Opfer bringen.Als sodann der Kaiser bemerkte, nur wenige Seminaristen haben Lust, Geistliche zuwerden, entgegnete Nowosilzow: das sei sehr natürlich. Seit einiger Zeit seien vielevon ihnen in den Civildienst getreten und schnell emporgcstiegen, was ihre Kameradenveranlaßt habe, den geistlichen Stand zu verlassen; verschließe man ihnen den Austrittaus demselben, so würden sie nothgedrungen ihrer anfänglichen Bestimmung treu bleiben.Hierauf wurde die Entscheidung über sämmtliche aufgeworfene Fragen bis zur Errich-tung der Ministerien verschoben."
Noch einmal trat indessen das Comits in die Berathung unterrichtlich-organisatorischerFragen ein in der 14. Sitzung desselben Jahres (am 12. Mai, S. 85). Es wurdenin derselben 6 vom Grafen Alexander Woronzow cingcreichte Schreiben zur Verlesunggebracht. Im ersten, welches die Ministerien im allgemeinen betraf, „äußerte der Grafdie Meinung, alle Cadettencorps seien der Verwaltung des Kriegs- und des Marine-ministeriums zu unterstellen und nicht der des Unterrichtsministeriums. Der Kaisersprach sich dahin aus, daß dazu kein Grund vorliege. Fürst Tschartoryski wandte ein,die Cadettencorps haben eine speciclle Bestimmung, darum dürfe man sie nicht einem
Universität Dorpat äußerst thätig, brachte er seine vergnügtesten Stunden bei seiner Beschützerinund Freundin, der Kaiserin-Mutter (Maria Fedorowna) zu. Ich traf ihn, der so eben seinen ein-zigen Sohn in dem Kriege gegen Napoleon (1812 bei Borodino) verloren hatte, noch in derherben, fast misanthropischen Stimmung, die, seiner äußerlich rauhen, fast kolossalen Gestalt ent-sprechend, so stark mit dem sanften, liebenswürdigen Wesen seines Secretärs Musäns ... contrastirte,ungewöhnlich belebt, wenn er ... auf sein Lieblingsthema, den ehrgeizigen Wahnsinn Napoleonsund die Servilität deutscher Fürsten gerieth." 1804 schlug er selbst vor, die Einführung seinerSchriften, als für die Jugend schädlich, zu verbieten. 1817 wurde er verabschiedet: Karamsin(Br. 204) will gehört haben, der Minister habe ihn für einen Freidenker gehalten. (Vgl. auchdie in Bezug auf Kl. wohl zuverläßigen „Erinnerungen" von Th. Bulgarin. Deutsch vonE. v. Neinthal und H. Clemenz. Jena. Maucke 1864.)