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1 (1876) A - Dänemark
Entstehung
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1091
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Bayer».

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s sind in der Schulordnung nicht erwähnt, also den einzelnen Anstalten hier der eignes Weg überlassen.

s Der Beginn des griechischen Unterrichts wnrde 1838 (in der Abel'schen Periode)

von der III. lateinischen Schule (der jetzigen IV. entsprechend) auf die IV. verlegt.Die Nevid. Ordnung von 1854 stellte die frühere Ordnung wieder her, wie inani das auch faetisch schon früher gethan hatte. Für die Formenlehre sind demnach die

! I zwei Jahre der oberen Lateinschulelassen bestimmt, für die Syntax die zwei unteren

Nassen des Gymnasiums, mündliche und schriftliche Hebungen werden aber auch in denobersten Classen fortgesetzt. Zur Lectüre dienen in der I. Gymn.-Classe TenophonsAnabasis (kann auch schon im zweiten Semester der V. Lateinschule angefangen werden)

I und Homers Odyssee. II. Cl. lenvphons Cyropädie oder Hellenika, Plutarch, Herodot,

I Homers Odyssee oder Ilias. III. Cl. Jsokrates, Lysias, Lykurg, lenophons Memorab.,

! Homer, Euripides oder Sophokles, Auswahl aus den Lyrikern. IV. Cl. Demosthenes,

Plato's Apologie, Kriton, Laches (Euthyphron, Menexenus), bei besonders guten Schüler-eursen Protagoras, Gorgias, Sophokles (Aeschylus). Dispensation vom Griechischenfindet seit 1854 nicht mehr statt, ebensowenig als von irgend einem andern der alsobligatorisch bezeichnten Lehrgegenstände*).

Das Französische ist zum erstenmale wieder durch die Revid. Ordnung von 1854! zu einem obligatorischen Lehrgegcnstand gemacht worden, wie es in den Bestimmungenvon 1808 und 1816 gewesen war. Dieser Unterricht, für welchen an den Gymnasienfast überall besondere Lehrer angestellt sind, beginnt in der Regel in der I. Gymn.-Classe:in früheren Classen wohl nur an isolirten Lateinschulen. Die grammatischen Hebungen^ werden durch alle Classen fortgesetzt. Die Lectüre beschränkt sich in den unteren Classen

»j ans das Lesebuch oder eine Chrestomathie, in den beiden oberen Classen werden größere

! Abschnitte ans Schriftstellern, wie Voltaire (Olmriss XII.), Svgur (1812), Thierry,

j Villemain (vours äs littsrnturs), Montesquieu (oousiäsrntious), Pascal, und aus der

!! Poesie Dramen von Racine, Corneille, Mvlisre gelesen. Zur Uebung im Sprechen soll

die Inhaltsangabe oder freie Neproduction gelesener Stücke verlangt werden.

Der deutsche Unterricht enthält in der Lateinschule Grammatik (namentlich Ortho-graphie und Satzlehre), Lectüre, Erklärung und Vortrag von Lesestücken, schriftlicheHebungen. Im Gymnasium soll der deutsche Sprachunterricht auf die Bildung desAusdrucks in mündlicher und schriftlicher Rede hinarbeiten, jedoch ohne daß Stilistik,Rhetorik und Poetik systematisch als besondere Disciplinen vorgetragen werden. Die, Lectüre und Erklärung von Musterwerken der deutschen Literatur hat sich in der I. und

h II. Gymn.-Classe mit den epischen und lyrischen Dichtungsarten (Klopstock, Schiller,

^ Goethe, Herder, Uhland, Platen) und mit ausgewählten Erzeugnissen der historischen

^ Prosa zu befassen: auch die künstlicheren und ausländischen Formen der Lyrik werden

4. erläutert. In der III. und IV. Cl. werden elastische Dramen, sowie prosaische Abhand-

^ ^ lungen von Lessing, Winkelmann, Möser, Schiller, A. W. Schlegel und hervorragende

H Erzeugnisse der Redekunst mit besonderer Berücksichtigung ihrer Kunstform durchgenom-

I! men. Ein historischer Ueberblick der deutschen Literatur wird in den beiden oberen

ß ) Gymn.-Classen gegeben und zwar in der III. Cl. die alt- und mittel-hochdeutsche

H Periode (wobei Nibelungenlied und Walther von der Vogelweide mit sprachlicher Erklä-

i s rung des mittel-hochdeutschen Textes gelesen werden), in der IV. die neu-hochdeutsche

s i behandelt. Wenn nun gleich der Schulplan hier auf Vollständigkeit verzichtet (es soll

könne, um die Schüler, auch den Mittelschlag, mit einer soliden elastischen Bildung auszustatten.Fünf, bezw. 10 Klausurarbeiten in den elastischen Sprachen scheinen mir zu wenig zu sein. Diewichtigsten Lehren der griechischen Syntax sollten nach meiner Ansicht schon vor dem Uebertritt indas Gymnasium, also noch in der lateinischen Schule eingeübt sein. Ich erlaube mir, auf meinen

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obigen Bestimmungen das Erforderliche für die formell-sprachliche Seite des Unterrichts geschehen

Artikel Komposition hinzuweisen.

Schmid.

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