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1 (1876) A - Dänemark
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Bayern.

denjenigen lateinischen Schalen, welche in Städten mit Gymnasien gestehen, wurda derVorstand der ersteren, genannt Subrector, 1830 unter die Oberaufsicht des Gymnasial-reetors gestellt, 1833 die Vorstandschaft in der Person des letzteren vereinigt. Hin-sichtlich der Dotirung der Lateinschulen suchte man 18',» eine Ausscheidung zu n

treffen zwischen denen, die durch ein absolutes Unterrichtsbedürfnis bedingt seien, und ,

denen, die ihr Dasein nur örtlichen und gemeindlichen Interessen verdanken; allein die i

Berichte der Kreisregierungcn fielen so verschiedenartig ans, daß das Ministerinin diesenVersuch aufgeben mußte. Gymnasien oder, wie der officielle Titel der aus Gym-nasium und lateinischer Schule bestehenden Anstalt ist, Studienanstalten gab es bei j

der 1841 durchgeführten confessivnellen Sonderung 28, a> katholische: München (3), ^

Freising, Landshut, Passau, Straubing, Metten, Augsburg zu St. Stephan, Dillingen,Kempten, Neuburg, Amberg, Bamberg, Eichstätt, Aschaffenburg, Münnerstadt, Würz-burg, Speyer (lat. Sch. Prot.); b) protestantische: Augsburg zu St. Anna, Ansbach,Erlangen, Nürnberg, Bayreuth, Hof, Schweinfurt, Zweibrücken; o) gemischt: Negens-burg. In neuester Zeit ist Lei Anstellungen die Confession mehrmals nicht mehr berück-sichtigt worden:. Eine jede Studienanstalt hat seit der im letzten Jahre neu angcfügtenuntersten Classc mindestens io ordentliche Lehrer, nämlich 4 Classenlehrcr und einenLehrer der Mathematik für das Gymnasium und fünf Claßlehrer für die lateinischeSchule; an einzelnen besonders überfüllten Anstalten gegenwärtig sind es 10bestehen Parallelclassen mit besonderen Lehrern*). Jene Zahl von 28 hat sich neuer-dings um 3 vermehrt, da die isolirtcn Lateinschulen in Burghausen, Kaiserslauternund Landau allmählich (durch eine Jahr für Jahr weiter angesügte Classe) zu Gym-nasien erhoben wurden; im laufenden Schuljahre haben sie die oberste Gymnasialelasseerhalten. Die andern isolirten Lateinschulen (welche damals gleichfalls nach den obigendrei Kategorien confessioncll geschieden wurden) schwanken in der Zahl: v. Hermannzählt in den Beiträgen zur Statistik des Kgr. Bayern Bd. V. nach dein Stande von1851/52 67 auf, Seibel 1864 im Anhang zu seiiier Ausgabe der Revidirten Ord-nung mit den Novellen 6», Mayr in der Statistik des Unterrichts im Kgr. B. I. Th.nach dem Stande von 1871/72 47. Hier sind die drei oben genannten Schulen nocheingeschlossen; aber es fehlen die Benedictiner-Anstalt Scheyern, die beiden von Standes-herrn unterhaltenen Anstalten in Amorbach (Fürst Leiningen) und Thurnau (GrafGiech zusammen mit der Gemeinde) und die in der Rheinpfalz neu gegründeten Latein-schulen in Bliescastel, St. Ingbert, Landstuhl, Ludwigshasen, Winnweiler. Dagegensind drei in Schwaben eingegangen, Kaufbeuren, Sonthofen und Weißenhorn; dergegenwärtige Stand beziffert sich also auf 49.

Wir entnehmen dem Werke von Mayr noch folgende Uebersichten. Von den 9378Schülern der sämmtlichen humanistischen Anstalten im I. 1871/72 waren 6152 Katho-liken, 3» 12 Protestanten, 213 Israeliten und 1 von anderer Conf., während die Be-völkerung des Königreichs aus 71,2 Proe. Katholiken, 27,6 Proc. Protestanten, 1,1Proe. Israeliten und 0,1 Angehörigen anderer Confessionen bestand. Auf die Gym-nasialelassen kamen 2640, auf die mit Gymnasien combinirten Lateinschulen 4799, ans ^die isolirten Lateinschulen 1939 Schüler, von denen 400 auf Mittelfrauken, 947 ansdie Pfalz kommen. Von der gesammtcn männlichen Bevölkerung über 1» Jahren !haben 4,76 Proe. sür kürzere oder längere Zeit am humanistischen Unterrichte Theil :genommen; von der männlichen Bevölkerung über 15 Jahren hat etwa 1,5 Proe. dashunianistische Studium vollständig durchgemacht. Die Zahl der Gymnasial-Abiturientenwar nach Hermanns Beiträgen in den Jahren 1832 bis 1842 im Durchschnitt 547,

*) Die Anzahl der Schüler soll nach H. 4 der S. O. in den Classen der Lateinschule 50, inden Classen des Gymnasiums 40 nicht übersteigen. Haben sich für eine Classe mehr Schillergemeldet, so wird je nach Bedürfnis entweder die Classe in Parallelcurse getheilt oder dem Ciaß-lehrer ein Aushülfslehrer beigegeben. An isolirtcn Lateinschulen kann ei» Studienlehrer das Ordi-nariat an zwei Classen führen, wenn dieselben nur schwach sind.