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1 (1876) A - Dänemark
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Bayern.

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ans den Klöstern besetzt, 1803 bei der Aufhebung der Klöster mit Weltgeistlichen undLaien. Die Geschichte eines großen Thcilcs der Gymnasien ist in neuerer Zeit inProgrammen beschrieben*): Uebersichten über die bayerischen Schulen überhaupt geben diebeiden Programme von Wagner, Rcgensbnrg 1839, nnd Krieger, Straubing 1852.

Der erste Schulplan für die im heutigen Königreich Bayern vereinigten Provinzenerschien in dem von Niethammer (vgl. d. Art.) ausgearbcitetenAllgemeinen Nor-mativ" von 1808, streng auf das humanistische Princip gegründet, im Gegensatz gegenden realistischen Wißmair'schen von 1804 (Lehrplan für alle kurpfalzbayerischcn Mittel-schulen"). Der erstere gliedert die sämmtlichen Studienanstalten in I. n) Universitätennnd diesen parallel b) die Lycccn, II. a) Gymnasium, diesem parallel b) das Real-institut, HI. «.) Progymnasium, b) Realschule, IV. als Vorbereitung zu beiden Zweigendie Primärschule. Die letztere begreift in 2 Classen das 8.12. Lebensjahr, dasProgymnasinm das 12 .14., das Gymnasium das 14. 18 . Jahr. In IV. soll einevollständige Fertigkeit in der grammatischen Technik der lateinischen uyd deutschenSprache erlangt werden, damit in III. n das Hauptgewicht auf die griechische Gram-matik gelegt werden könne, für II. n wird die Beschäftigung mit den gelehrten Sprach-studien nnd der Einleitung in das spcculative Studium der Ideen (1810 bezeichnet alspraktische Elemcutarübungen des speeulativen Denkens) vorgczcichuet. Auf allen dreiStufen II. IV. betragen die wissenschaftlichen Lehrstunden 26, von denen in II. s.die Claßlehrer 16 zu geben haben; neben diesen bestehen zwei besondere Gymnasial-lehrer, der eine für Mathematik mit Kosmographie und Physiographie, der andere fürdie philosophischen Wissenschaften, jeder mit 4 Stunden in jeder der 4 Gymnasial-classen. Der letztere sollte in der untersten Classe Religions-, Recht- und Pflichten-Kcnntnis lehren, darauf folgen logikalische Hebungen, Einleitung in die Philo-sophie, endlich in der Oberclasse Einleitung in die Kenntnis des allgemeinen Zusammen-hangs der Wissenschaften, oder wo diese Stufenfolge die Forderung zu hoch zu stellenscheine, Logik, Kosmologie, natürliche Theologie, Psychologie, die ethischen und recht-lichen Begriffe, endlich philosophische Encyklvpädie. Erst 1810 wurde der Religions-unterricht, der dem Lehrer der philosophischen Vorbereitungsstudien verblieb, auf alle4 Classen des Gymnasiums ausgedehnt. Für den Gang des Sprachunterrichts sindin den einzelnen Classen nicht nur die lateinischen und griechischen Schriftsteller (wobeivon der heutigen Praxis namentlich das abweicht, daß in der Untermittclclasse HomerischeHymnen, Bion, Moschus, Batrachomyomachie, und erst in der Obermittelclasse Iliasund Odyssee stehen), sondern auch eine Reihenfolge der deutschen Autoren festgesetzt.In der Geschichte fällt ein erster genereller Cursus in die Primärschule und das Pro-gymnasium, nach Jahrescursen abwechselnd mit Geographie, im Gymnasium 1. Cl. ver-gleichende alte und neue Geographie, 2 . Cl. Mythologie und Archäologie, und erst in3. und 4. der zweite specielle Cursus der Geschichte.

Die philosophischen Vorbereitungsstudien wurden 1816 aufgehoben; zugleich nichtbloß der Fachlehrer für Philosophie, sondern auch der für Mathematik aufgehoben;Religion und Mathematik sollten von den ordentlichen Classenlehrern übernommenwerden, doch sollte zu diesem Zweck eine wechselseitige Aushülfe der Professoren statt-finden können. Die Schulordnung von 1824, welche die zwei Progymnasial- und vierGymnasialclassen in ein Gymnasium mit 5 Classen vereinigte, zwischen das Gymnasiumund die Universität aber als obligatorisch eine Lyccalclasse stellte, übertrug dem Lyceal-

*) Amberg, Programm von Rixner, Schels. Ansbach von Fuchs, Bomhard, Schiller. Bambergvon Martinet. Bayreuth von Fries. Dillingen von 'Haut. Erlangen von Rücker. Freising vonWagner. Grünstadt (jetzt lat. Schule) von Dittmar. Hof von Lechner. Landöhut von Eckert.Lauingen (ehem. Gymn.) von Clesca. Metten von Freymüller. München von Hutter. Münner-stadt von Laudcnsack, Gutenäcker. Neuburg von Ratzinger. Neustadt a. d. Aisch (jetzt lat. Schule)von Döhlemann. Nürnberg von Heerwagen. Pasta» von Rotermundt, Fisch. Regcnsburg vonKleinstäuber. Schweinfurt von Weinich, Eisenschmid. Speier von Milster, Jäger, Fischer.Würzburg von Keller. Zweibrücken von Hertel, Teller, Finger.