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1 (1876) A - Dänemark
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1083
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I

Dänemark.

Bayern.

1083

Monopol, kauft dm Eingebornen ihre Producte ab und verkauft ihnen wieder ihre(leider gesteigerten) Bedürfnisse durch dazu angestellte Beamte. Der Ueberschuß, welchendie Handelsgeschäfte abwerfen, wird, wenigstens zum Theil, dazu verwandt, um dieKosten der Regierung und Verwaltung der entlegenen Colonie zu bestreiten. Zn dieser:Berwaltungskosten werden namentlich auch die Besoldungen jenerMissionare" und der- als ihre Assistenten geltenden Katecheten u. s. w. gerechnet. Die Höhe der an die

1 letzteren zu zahlenden Honorare hängt-aber größtentheils von den Zeugnissen ab,

z welche die Geistlichen des Landes über die Brauchbarkeit, den Eifer und die Wirksamkeit

? der Betreffenden einsenden.

E Schulzwang findet nicht statt, wird hier aber auch als durchaus nnnöthig betrachtet,

j Die Kinder der Grönländer genießen des Unterrichts im allgemeinen von ihren: siebenten

i Lebensjahre an bis zur Confirmation, welche in: Alter zwischen t4 und 16 Jahren

j stattfindet. Während der kurzen Sommerzeiten pflegt es freilich, zumal außerhalb der

( Colonien und größeren Plätze, mit den: Schulhalten ziemlich unregelmäßig herzngehen.

i In der Regel befaßt aber die wöchentliche Schulzeit 4 bis 6 Tage und 2 bis 4 täg-

1 liche Unterrichtsstunden. Unterrichtet wird in der Religion (ungefähr in der Weise,

1 wie in: Mutterlande in den ländlichen Volksschulen), in: Lesen (der größte Theil des

^ jetzt lebenden Geschlechts besitzt hierin eine ziemliche Fertigkeit), und zwar vorzugsweise

i in: Lesen grönländischer Bücher, deren in neuerer Zeit, wenn auch immerhin

z keine große Zahl, doch einige aus den Händen tüchtiger, hier heimisch gewordener

^ dänischer Geistlichen hervorgegangen sind, jedoch theilweise auch dänischer Schriften,

Z ferner im Schreiben, welches den Grönländern besonders znsagt und leicht fällt, endlich

t im Rechnen, wovon freilich das Gegentheil des eben Erwähnten gilt. Zu diesen haupt-

s sächlichen Unterrichtsfächern fügen dann begabtere und lebhaftere Katecheten (sowie

^ einzelne bei den Schulen thätige Geistliche) noch anderes hinzu, wie mündliche Erzäh-

? langen aus der Geschichte, Geographie, Naturgeschichte oder Aehnliches, je nach Befähi-

ß Bayern'"). D. Gelehrtenschulen. Die gelehrte Bildung ist in Bayern, wie

^ anderwärts, in der ersten Hälfte des Mittelalters ausschließlich durch geistliche Anstalten

^ gepflegt worden, theils durch die Kathcdral- oder Domschulen, unter denen Freising an:

1 frühesten blühte, dann namentlich Augsburg, theils durch die zahlreichen Klosterschulen

j der Benedietiner, unter denen sich am frühesten Chiemsee, Benedictbeuren, Wessobrunn,

( weiterhin vorzüglich St. Emmeram in Regensburg, Niederalteich, Tegernsee, Weihen-

stephan und Scheyern auszeichnete (vgl. d. Art.Benedietiner"). Oeffentliche Schulenentstehen zuerst unter den Wittelsbacher Herzogen: die erste ist die Stadtschule zuMünchen 1239. Herzog Ludwig der Reiche stiftet 1472 die Universität Ingolstadt:1549 werden die ersten Jesuiten dahin berufen, 1559 denselben die Schulen in Münchenübergeben, allmählich giengen alle öffentlichen katholischen Bildungsanstalten in dieHände der Jesuiten über. Die Klosterschulen der Benedietiner suchten mit ihnen zuwetteifern: 1684 bildeten 29 Klöster eine Congregation, deren Hauptzweck Wissenschaftund Unterricht war. Gymnasien übernahmen sie nur in Salzburg (1623 zur Univer-sität erhoben) und 1708 in Freising; in: Kloster Ettal wurde 1711 eine Ritter-äkademie, ooUsAini:: irobUiuin, gegründet. Evangelische Gelehrtenschulen entstanden in' den Reichsstädten, wie Nürnberg (1526), Augsburg, Regensburg, Schweinfurt, und inden brandenburgischen Fürstenthümern die Schulen zu Ansbach, Kl. Heilsbronn, Hof,Bayreuth, Neustadt a. d. Aisch. Bei der Aufhebung des Jesuitenordens (1773) hatteKurfürst Maximilian III. den größten Theil der Güter desselben zu einen: Fonds fürdie Schulen bestimmt, Karl Theodor aber verwendete sie zur Stiftung einer bayerischenZunge des Malteserordens unter einen: seiner natürlichen Söhne als Großprior (vgl.Schlosser, Gesch. des 18. Jahrh. III, i, 281); die Gymnasien wurden mit Lehrern

gung und Neigung.

Pred. Al. Michelsc».

*) S. Seite 452.