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1 (1876) A - Dänemark
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Dänemark.

(z. B. isländische Sprachstudien) enthält, die ersteren in isländischer Sprache mitgegenüberstehender dänischer Uebersetzung.

Außerdem besteht in Reykjavik ein Predigerseminar (die Stelle einer theolo-gischen Faeultät vertretend), ans einen zweijährigen Cursns berechnet. Es wird voneinem Borsteher, welcher Dsotor Dboologiao heißt, und außerdem zwei festangestelltenDoeenten geleitet; von den letzteren ist gegenwärtig der eine zugleich fungirender Pastorder Stadtgemeinde.

Grönland. Die Bevölkerung (jetzt nur 9000 Menschen betragend), über ziemlichviele Plätze vertheilt, eine vielfach zerrissene, über 13 Breitegrade lange Küste bewohnend,nimmt hinsichtlich ihrer Bildung und Kenntnisse durchaus nicht eine so niedrige Stufeein, wie man gemeiniglich voraussetzt. Allerdings kann in einen: so spärlich undsporadisch bewohnten Lande die Zahl der eigentlichen Schulen keine große sein. Die.Mission", oder vielmehr da es schon längst in jenen, der dänischen Kronegehörigen Gebieten keine Heiden mehr giebt die Geistlichkeit, thcils die von derdänischen Kirche eingestellte, theils die der Bpüdergemeine (unter deren Pflege ungcf.ein Dritthcil der Bevölkerung stehtt, hat schon seit Hans Egede's (h 1758) Tagenallezeit auch die Unterweisung der Jugend als ihre Aufgabe betrachtet. Die meistenPrediger und Seelsorger fungiren zugleich selbst als Schullehrer. In den eigentlichenCvlvnicn, also an den größeren Plätzen, giebt es besondere Schullocale, welche in vielenFällen Sonntags auch als Kirchen benutzt werden. An den kleineren, nur von 3070Personen bewohnten Plätzen wird der Unterricht in den Häusern oder Hütten der Be-wohner, wo der Raum es eben zuläßt, mit möglichster Regelmäßigkeit ertheilt, dasheißt, soweit die Leute mit ihren Kindern nicht des Erwerbes halber auf dem Meeresind. In jenen größeren Ortschaften stehen durchweg auch eingeborne s. g. Kate-cheten, deren einzelne hier und dort auch in den kleineren unterrichten, während solcheOrtschaften, welche nur von 2 bis 5 Familien bewohnt werden, in der Regel hierfür einen.Leser" oder eineLeserin" haben. Die ganze Anzahl dieser speciell für das Schulwesenangcstellten Personen, sämmtlich aus der Bevölkerung des Landes hervorgegangen undmehr oder weniger vorbereitet, nämlich soweit sie unter der dänischenMission" stehen,beträgt etwa 130. Zur Ausbildung von Katecheten bestehen an zwei Orten, nämlichin Jakobshavn in Nord-Grönland und in Godtjaab in Süd-Grönland, seit 1845Seminare, jedes unter Leitung einesMissionars" (d. h. eines Geistlichen, welchersich zuvor an der Universität zu Kopenhagen zum theologischen Candidaten ausgebildethat). Derselbe wird jedoch in dieser, wie auch in seinen übrigen AmtSverrichtungcn,von einem zweiten, in gleicher Weise ausgebildeten, ordinirten Dänen, und zugleich voneinem eingebornen Lehrer (einem .Oberkatecheten") unterstützt. Die Tüchtigkeit,welche einzelne der letzteren, theils im Jngendunterrichte, theils in der Seelsorge, anden Tag legen, begründet je mehr und mehr die Hoffnung, daß sich ein eingebornerPredigerstand bilden werde, eine Hoffnung, welcher im Mai 1875 durch die in Kopen-hagen vollzogene Ordination des ersten Grönländers, welcher seine letzteVorbildung in Kopenhagen erhalten und hier eine den Verhältnissen angemessene Prüfungzuvor bestanden hatte, eine schöne und verheißungsvolle Bürgschaft geworden ist. Jedochwird wohl noch künftig selbst die etwas weiter geförderte Cultur dies einfach kindlichenVölkchens immer der Leitung und geistigen Beihülfe vom Mutterlands her bedürftigbleiben.

Die schulhaltenden Katecheten werden auf den größerenMissionsplätzen" mit 200bis 500 Kronen jährlich besoldet, auf den geringeren mit 20 bis 170 Kr.Leser"und .Leserinnen", welche als Ortsangehörige an dem Gewerbe der übrigen theilnehmen,bekommen zu ihrer Ermunterung kleine jährliche Prämien bis zu 20 Kr. Sofern dasLand in Betreff der ökonomischen und finanziellen Verwaltung zunächst als königlicheDomaine gilt, so wird nicht in: entferntesten daran gedacht, den Einwohnern für dieUnterhaltung des Schulwesens oder irgend eine andere der öffentlichen Anstalten eineSteuer aufzuerlegen. Der Staat betreibt dafür den Handel mit Grönland als ein