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1 (1876) A - Dänemark
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Konfirmation nnd Abendmahl.

mation mit der Entlassung aus der Schule genöthigt, ein geringstes Lebensalter festzu-setzen, als welches ziemlich allgemein das zurückgclegte oder in dem Jahre der Konfir-mation zurückzulegende 14. Lebensjahr gilt. Wenn inan nun mit Augen sieht, wieunentwickelt der Geist vieler Kinder in diesem Alter ist und wie unfähig, die großeBedeutung dieser Handlung zu fassen, und wie bald nach der Konfirmation gemeiniglichdie Entwicklung ungemein rasch voranschreitet, so ist man geneigt zu glauben, im 16.,17. oder 18. Jahre würde das Wort viel lebendiger ungeeignet, das Bekenntnis undGelübde viel freier und bewußter abgelegt, das Abendmahl mit viel größerem Ergriffen-sein empfangen werden, und man wünscht, die Konfirmation möchte in das höhereJugendalter, aus der kann: zu Ende gehenden xusritiu in die Blüte der ackolsgosntiaverlegt werden. Aber bei genauerer Erwägung werden sich doch Gründe für dasgeringere Alter ergeben, die keineswegs aus dem, was darum und daran hängt, ausder Nothwendigkeit, für den Beruf zu lernen, und aus der Unmöglichkeit, bei beginnenderLehrlingszeit noch mit dem katechetischcn Amt in so regelmäßiger und genauer Ver-bindung zu bleiben, hergenommen sind. Sondern das Wesen der Konfirmation selbsterlaubt, die Kinder zu confirmiren, wenn sie so viel Erkenntnis haben, um sich ihresTaufbundes lebendig zu erinnern und das Abendmahl als einen Segen zu empfangen,und läßt es wünschen, daß der Confirmandenunterricht in die Zeit kindlicherer Offenheitund Zutraulichkeit falle, der Segen aber der Konfirmation die Jugend in die Zeitdesheißern Trieblebens," wie Nitzsch sie nennt, begleite.Denn," sagt dieser Theologe,im Falle, da im Augenblick der Entlassung aus der Schule überhaupt und vor derZerstreuung in das Werk-, Geschäfts- und Weltleben der Knabe oder das Mädchendiese einmalige Weihe cmpsieuge, verliefe dieses seelsorgerische kirchliche Einwirken aufdie Jugend noch ruhiger und reiner, widerspruchsfreier, und der Standort des Commu-nicanten wäre schon erreicht, ehe noch jene eilige z. B. geschlechtliche Entwicklung begänneoder die äußere Welt in reicherem Maße die Einbildungskraft hinnähme, so daß nundie folgende bedenklichere Periode schon unter dein Schutze des Communioustaudesverlaufen würde." (II- S. 170.) So bleibt es gerathen, die Sitte, mit zurückgelegtem14. Lebensjahre zu confirmiren, wo sie sich findet, beizubchalten, nur daß früher Com-munionfähige und die Kommunion Verlangende unter Umständen auch früher müßtenzugelassen, Unfähige und Unwürdige dagegen zurückgestellt werden und daß für dieununterbrochene Fortdauer des katechetischcn Unterrichts noch etliche Jahre hindurch müßtegesorgt sein.

Nicht zu lange vor der Konfirmation soll der eigentliche Confirmandenunterrichtbeginnen. Es ist nicht gut, weil er durch zu lange Dauer an seinem eigentümlichfeierlichen Charakter Einbuße erleiden würde. Auch ist es nicht nöthig, wenn der Pfarrerselbst an den Kindern von ihrem Eintritt in die Schule an seine Schuldigkeit gethan,und wenn Schule und Haus an ihrem Theil die religiöse Erkenntnis und Bewährunggefördert haben. Wo aber Kirche, Schule und Haus sichere Tritte auf dem Wege zudem einen Ziele der Abendmahlsfähigkeit der Jugend thun sollen, da giebts, was denUnterricht betrifft, keinen bessern Rath, als den alten, den Luther gegeben und selbermeisterlich befolgt hat: einfältige und einerlei Form in der Lehre zu gebrauchen. Wenndie Eltern und Lehrer wissen: das ist der Katechismus, den die Konfirmanden zurKonfirmation wissen, das sind die Bibelsprüche, mit welchen sie denselben begründen,das sind die Lieder, die sie frei zu singen im Stande sein müßen, und wenn sie dem-gemäß die acht Schuljahre hindurch die Kinder zum Lernen anhalten, und wenn danndie Kinder beim Beginn des Confirmandenunterrichts bereits das Meiste im Gedächtnishaben: welch ein Vortheil für diesen Unterricht selbst! Dann hebt er sich aus allemandern Unterricht als ein vorzugsweise seelsorgerlichcr, erbaulicher, auf innere Aneignungdes gelernten Stoffes gerichteter, den segensreichen Genuß des Abendmahls vor allembezweckender heraus. Aber auch nach der Seite des christlichen Lebens, nicht nur nachder des Lernens, ist ein Voraus- und Mitwirken der Schule und des Hauses mit demGeistlichen aufs höchste wünschenswerth. Der Geistliche lasse sich darum, ehe er die