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Bachaiiteii.
lieber w. blühte unter den Goliarden namentlich die Satire; und doch, — mit beide»,fanden sie gerade an den Höfen der Bischöfe und bei den Aebten die beste Aufnahme.
Als Kleriker müßcn wir uns diese Leute wohl ihren, Hauptstammc nach denken; jedocherlaubt schon die Menge derselben (denn sie begegnen uns im 14. Jahrhundert auchin den Donaugegenden, wie in Schwaben und Franken in Massel nicht mehr, a„ Ilauter wirklich geweihte olsrioi vuAautss zu denken; sondern theils sind es Studenten, Idie erst Kleriker werden wollen, theils Abenteurer, die sich dafür ausgeben, theils hat jihnen der gelehrte Anstrich in den Augen des Volks einen klerikalen Nimbus gegeben,der mit ihrer Lebensweise darum in weniger grellem Widerspruche stand, weil dieSitten des wirklichen Klerus und der Mönche vielfach nur dem Grade, nicht der Artnach von denen der Vaganten sich unterschieden.
3. Das dritte Stadium wird dadurch herbeigeführt, daß, wie schon im 13. Jahr,hundert Verordnungen von Bischöfen und Synoden gegen die Thcilnahme von wirk-lichen Klerikern an der Brüderschaft der Goliarden erlassen wurden, so mit dem Endedieses und dem Anfang des 14. Jahrhunderts <s. Giesebrecht S. 39) wirklich eineAusscheidung vor sich gieng, und die Vaganten — die sich bis dahin sogar gegen poli- ;zeiliche Maßregelung durch ihren geistlichen Charakter zu schützen die Frechheit und ^das Glück gehabt hatten — förmlich vom Klerus ausgestoßen wurden. Jetzt treibensie sich nicht mehr an den Höfen, sondern unter den Bauern um und „lachen alsZauberer und Hexenbanner, als Wunderdoctoren und Kuppler Geschäfte. Danebenaber haben sie Poesie und Gesang keineswegs aufgegeben, nur wird jetzt deutsch undnicht mehr lateinisch gesungen. Bei Hoffman» von Fallersleben (Geschichte des Kirchen-liedes bis auf Luther), 2te Ausl. S. 371, finden wir die Notiz, daß diese fahrendenSchüler den Unfug trieben, in die Kirchen cinzudringen und frivole Parodien auf kirch-liche Hvmnen zu singen. Vielleicht dürfen wir aber sogar die seltsame Gattung vonKirchenliedern, von der sich einzelne Reste noch selbst in der evangelischen Kirche bisins vorige Jahrhundert erhalten haben, nämlich die aus Latein und Deutsch gemischtenLieder, wie In äuloi julnlo auf jene Quelle zurückführen; wenigstens sind schon unterden Oarinina duruna solche Mischlieder zu finden, einzelne Spuren auch bei Wright;und daß die fahrenden Schüler dieses Stadiums besonders aufgelegt zu solcher Poesiewaren, ist dem Angeführten gemäß nicht ohne Wahrscheinlichkeit; wiewohl daneben diesonst gegebenen Erklärungen jenes hymnologischen Cnriosnms immer noch bestehen können.
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Eines der ourminu lmrunu, s. in der zweiten der genannten Sammlungen S. 2!>1, enthält eineArt Ordensregel,
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In dieser Goliarden-Poesie, die übrigens einzelne ganz hübsche Partien (z. B. i» de»Frühlingsliedcrn) enthält, haben wir die reichhaltige Quelle vor' uns, aus der die Studenten-und Commerslieder hervorgegangen sind. So ist z. B. das Nilii sst proiwsiwm in tutisrnsmori ein Goliardenlicd aus den letzten Jahrzehnten des zwölften Jahrhunderts.