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1 (1876) A - Dänemark
Entstehung
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Abwechslung.

Achtung.

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wobei das.Schreiben oder an die Tafel Sehen nöthig ist, sie zugleich sinnlich in An-spruch nimmt; so muß darnach denn auch die Abwechslung zwischen Fächern der einen undder andern Gattung bewerkstelligt werden. Dies führt aufs Folgende.

3. Wechsel der Thätigkeiten in den einzelnen Unterrichtsstunden.

Es hängt von: Gegenstände und von dem Alter der Schüler ab, ob man inner-halb einer Stunde einen wesentlichen Wechsel in ihrer Thätigkeit eintreten lassen solloder nicht.

Es wäre ein schlimmes Zeichen für den Lehrer, wenn er nicht verstünde, eineganze Stunde stete Sammlung und Empfänglichkeit seiner Schüler für eine biblischeGeschichte, wahres Schweigen und Sabbathstille in den jungen Seelen, wie es Wacker-uagcl treffend bezeichnet, zu erhalten. Uebrigens ergiebt sich selbst da vielfache Abwechs-lung: Erzählen des Lehrers, fragendes Durchgehen der Geschichte, Beschauen desbiblischen Bildes, Nacherzählen, Anwendung eines Spruches oder Liederverses auf dieGeschichte, Einüben durch Nach- und Vorsprechen, hie und da auch Gesang eingelegterLiederverse. Ebenso ist es in dein sprachlichen Unterrichte. Im Rechnen wechselt mitdein Kopf- das Tafelrechnen.

Hiernach bedarf es selbst für die Unterclasse nur insofern noch einer weitern Ab-wechslung, als die mechanischen Thätigkeiten: Lesen und Schreiben innerhalb einerStunde eben so mit einander wechseln wie die Sprech-, Memorir- und Anschauungs-Übungen.

4. Wechsel im Lehrtone und in der Lehrform. (S. d. Art. Aufmerk-samkeit.)

5. Auch die äußere Regierung der Kinder und die Disciplin soll zur Abwechs-lung beitragen. (S. denselben Artikel.)

So entsteht Abwechslung zwischen Arbeiten und Spielen, geistiger und leiblicherUebung, Stehen und Sitzen, Sehen und Hören, Sprechen und Schweigen, Lesen undSchreiben, Empfangen und Wiedergcben. Bock.

Anm. d. Red. Die Modifikationen, welche bei Anwendung obiger Grundsätze auf höhereSchulen eintreten, ergeben sich theils von selbst, theils werden sie bei den Artikeln: Lectionsplan,Gymnasium, Realschule zur Sprache kommen.

Accidenzicii s. Besoldung.

Achtling, Ehrerbietung, Pietät, Frechheit. Unter Achtung (gegenüber vonMenschen) verstehen wir das Gefühl von der Würde und den Vorzügen, welche jemandals intellektuelle und sittliche Persönlichkeit besitzt. Dieselbe wird zur Hochachtung,wenn wir von diesem Gefühle in einem besonders hohen Grade durchdrungen sind.Legen wir durch unser äußeres Verhalten diese Anerkennung an den Tag, so beweisenwir Ehrerbietung. Bewahren wir gegen solche Personen, die einen wohlthätigenEinfluß auf unser Lebensschicksal und unsere Lebensentwicklung ausgeübt haben, einehrendes, liebevolles Andenken, suchen wir insbesondere alles zu vermeiden, wodurchdieses Andenken verletzt werden könnte, so haben wir Pietät. Letztere bezieht sick-ganz besonders auf abwesende und verstorbene Personen. Aus Pietät befolgt inantestamentarische Bestimmungen oder sonstige Willenserklärungen, auch wenn keinejuristische Verbindlichkeit dazu vorhanden ist. Aus Pietät bewahrt man die Lieblings-gegenstände eines Geschiedenen in möglichst unversehrtem und unverändertem Zustand;man scheut sich etwas zu thun, wodurch derselbe, wenn er anwesend wäre, gekränktoder betrübt werden könnte. Setzt man sich über das alles hinaus, nimmt man beiseinen Reden und Handlungen nicht die schuldige Rücksicht auf Eltern, Lehrer odersonstige Personen dieser Kategorie, so legt man Jmpietät an den Tag- Frechheitdagegen offenbaret inan, wenn man mit kühner Stirne den höherstehenden Personenentgegentritt und dabei selbst die Schranken des Anstandes außer Acht läßt.

Die Grundlage der genannten Tugenden ist die Achtung; wo diese in rechterWeise vorhanden ist, folgen die andern von selbst und die gerügten Fehler werden ver-mieden. Achtung läßt sich nicht durch einen Befehl erzwingen und kann nur dadurch