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9 (1873) Spanien - Vives
Entstehung
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Südamerica.

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Den Rang einer Universität unter dem Namen äo 8an ^olipo, die gegenwärtige Uni-versität ist an dessen Stelle getreten im I. 1842, und wurde als eine innig mit demStaat verbundene Corporation organisirt. Die Erncnnnng der Professoren kommt derNegierung zu, welche unter drei von der bctheiligtcn Faeultät beim Eintreten einerErledigung vorgeschlagencn Kandidaten ihre Wahl trifft. Patron der Universität istDer Präsident der Republik, der Minister des öffentlichen Unterrichts ist Viccpatron.Der Rector wird von dem Patron aus drei von den vereinigten sämmtlichcn Professorenbezeichncten Kandidaten gewählt, sein Mandat kann stets wieder erneuert werden.Jede Faeultät hat ihren Decan, welcher auf gleiche Weise von dem Patron gewähltwird (die Faeultät schlägt drei Kandidaten vor). Der älteste Decan ist Mccrcctor undvertritt im Verhinderungsfälle das Haupt der Universität, sowie dieses (der Rector)im Professvrcncollcgium (Senat) in Abwesenheit des Patrons und Vicepatrous denVorsitz führt. Der Universitätsrath (oonsojo äo In uuivorsiäuä) ist mit verschiedenenadministrativen Geschäften betraut, unter andcrm mit der Verwaltung der Fonds; erbesteht ans dem Rector, aus zwei von der Regierung ernannten Abgeordneten, ausDen Decancn der Facultäten und einem Gcneralsecretär. Die Facultätcn sind fünf ander Zahl: Philosophie und Philologie, Jurisprudenz und politische Wissenschaften,Naturwissenschaften und Mathematik, Medicin und Theologie. Sie zählen in allem25 Lehrstühle, deren gegenwärtige Inhaber der Mehrzahl nach ausgezeichnete Gelehrtesind, welche von der Regierung aus Deutschland und aus Frankreich berufen wurdenund eine Besoldung von jährlich 1000—2000 Pesos genießen. Die Universität ist auchsonst reich dotirt: die Sammlungen sind sehr vollständig und besitzen ausgezeichnete vonden geschicktesten Mechanikern Europa's hergestellte Instrumente. Im I. 1864 votirteder Kongreß 50,000 Pesos für die Vergrößerung der Universitätsgebäude, welche seit-dem nun auch das Gymnasium oder die „vorbereitende Section" enthalten. Im I. 1863betrug die Frequenz der Faeultäten 370 Studenten. Der Unterricht wird auf ausge-zeichnete, den Hochschulen unseres Erdtheils vollkommen ebenbürtige Weise ertheilt.Das von der Hochschule ausstrahlende Licht übt auch auf das ganze Land, und aufden öffentlichen Unterricht in allen seinen Stufen einen sehr bedeutenden Einfluß, dadas Gesetz die Leitung des gesammten nationalen Volksschulwesens, sowie die Jn-spection aller Anstalten für den Sccundärunterricht der Universität anvertraut hat.Seit 1844 gicbt dieselbe ein officielles Jahrbuch heraus, die Rimlos äo 1a Uuivorsiäaääo Odilo, durch welches sie in Verbindung tritt mit den gelehrten Instituten erstenRanges in beiden Hemisphären. Man findet darin nicht bloß die Statuten und Ver-ordnungen, welche die Universität betreffen, die Erlasse der Regierung, die Acten desUniversitätsraths und der Facultäten, sowie die Chronik des Instituts, sondern nament-lich auch von den Professoren verfaßte Dissertationen, wissenschaftliche Berichte undNotizen, die zum Druck zugelasscnen Abhandlungen für die Erwerbung des Doctor-titels, endlich die von dem Institut« naoional gekrönten Preisschriften.

Außer den gewöhnlichen Kursen hat das Institut ganz wie das Oolloxo äo I'raneoeinen reichen und mannigfaltigen Kreis von Vorlesungen angeordnet, um das ge-bildete Publicum auf der Höhe der fortschreitenden Wissenschaft zu erhalten. So werdendenn hier öffentlich über das Naturrccht, über internationales Recht, über politischeOekonomie, über Mathematik und Naturwissenschaften Vorträge gehalten, die man sehrzu würdigen weiß. Alle die Männer, welche am Institute Lehrstellen begleitet haben,bleiben durch eine Art von Verbrüderung mit demselben verbunden, und das gicbtvollends dieser trefflichen Anstalt in Wahrheit den Charakter einer Akademie. — Diedritte Section des Instituts besteht in einer Schule der schönen Künste (80001011 ckoLollus ^rtos), welche eine klaffe für Zeichen- und Malunterricht hat (mit 22 Zöglingenim I. 1863), eine klaffe für Sculptur (7 Zöglinge) und eine Klasse für Architectur(10 Zöglinge). Im Vorbeigehen wollen wir hier bemerken, daß die Zöglinge, welchedreimal hintereinander beim Concnrse den ersten Platz erhalten haben, ein Stipendium