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9 (1873) Spanien - Vives
Entstehung
Seite
589
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Untcrrichtsgegcnständc.

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Revue, 49. Bd., S. 370f.), K. L. Roth (Gymnasialpädagogik S. 106 sf.), NägclS-bach (Gymnasialpädagogik, 2. Aufl., S. 6 ff., S. 77 ff.), 2) in Betreff der Real-schule auf Niemeycr (a. a. O. S. 623 ff.), Schwarz (a. a. O. S. 162 f.)Schleicrmacher (a. a. O. S. 454ff.), Mager (a. a. O. S. 374 ff.), Scheibert(d. Wesen und die Stellung der höhern Bürgerschule S. 72 ff., offenbar das Wichtigsteund Eingehendste, was über die Lehrgegenstände der höheren Bürgerschule geschriebenworden ist), 3) in Betreff der Volksschule auf Nicnicyer (a. a. O. S. 592 ff.),Schwarz (a. a. O. S. 161), Denzel (Einl. in die Erz.- u. Unterr.-Lehre für Volks-schullehrcr 1819. II. S. 198 ff.), Harnisch (Handb. für das deutsche Volksschulwcsen,2. Aufl., S. 62 ff. u. S. 294), Zerrenncr (Grundsätze der Schulerzichung re. re.1827, S. 330), Schleiermacher (a. a. O. S. 385 ff.), G. Baur (Grnndz. derErziehungslehrc, 2. Aufl., S. 279 ff.^, Nägel Sb ach (a. a. O. S. 10 f.).

Wir kommen zu Be licke. Die Grundidee der Gymnasien ist nach ihm dieVorbereitung zur Wirksamkeit auf die geistige Welt. Für diesen Zweck haben wir, sagter, die Anschauungen dessen, worauf und was gewirkt werden soll, zu begründen unddie Geisteskräfte, die hicfür erforderlich find, zu bilden. Der Geist kann nicht unmittel-bar auf den Geist wirken; er bedarf hierzu gewisser äußerer Mittel, und das hauptsäch-lichste ist die Sprache. Die in jeder Hinsicht angemessenste Vorbildung für den Ge-brauch und Erwerb derjenigen äußeren und inneren Mittel, die auch für unsere Zeitals angemessen erscheinen, geben die alten Sprachen. Vermöge ihrer wird der Knabeder Anschauung der geistigen Welt, sowie der Fähigkeit, diese Anschauung einst zu höhererVollkommenheit auszubilden und für eine heilbringende Einwirkung auf die geistige Weltanzuwcnden, in dem Maße theilhaftig, wie dies überhaupt durch den Jugendunterrichtmöglich ist. Für diesen Zweck schließen sich dem Sprachunterrichte zunächst an Geschichte,Moral und Religion, die ihren Gegenständen nach umfassender sind, den Sprachenaber dadurch nachstchen, daß die von ihnen dargestelltcn geistigen Entwicklungen nur inbeschränktem Maße und mit so wenig Sicherheit des Erfolgs durch den Unterricht mit-getheilt werden können. Alle andern Unterrichtsgegenständc des Gymnasiums stehen mitdessen höchstem Zwecke in entfernterer Beziehung. Denjenigen, welche der höchstenBildung theilhaftig werden und vermöge deren die klebrigen leiten sollen, darf kein be-deutendes Gebiet des menschlichen Wissens und Handelns ganz fremd bleiben. Hieraufberuht der Unterricht in den Naturwissenschaften, welche mit ihrer Erkenntnisund ihrer darauf gegründeten Praxis die eine große Hälfte der Welt umfassen, und inder Mathematik wegen der hohen, von einer gewissen Seite her unerreichbaren Muster-formen wissenschaftlicher Erkenntnis, welche dieselbe darbietet. Ausgeschlossen muß vondem Unterrichtskrcise des Gymnasiums alles bleiben, was der Vorbereitung für einenbesondern Beruf angchört (eine Ausnahme hievon soll das Hebräische wegen derSchwierigkeiten machen, die im neuen Alphabet, im Lesen, im Erlernen der Paradigmenliegen), ferner alles, was einer über das Gymnasium hinausliegenden Ncflexionöstufe(wie z. B. die Philosophie), oder einem neben dem Gymnasium liegenden Kreise, wiedem der Bürgerschule, angchört.

Die Grundidee der Bürgerschule (Realschule) findet Bcneke in der Vorbereitungfür eine geistige Wirksamkeit auf die äußere Welt.In wiefern ihre Schüler für eineWirksamkeit auf die äußere Welt vorbereitet werden sollen, müßen wir sie mit denObjecten und Entwicklungsgesetzen dieser bekannt, in wiefern ihre Wirksamkeit einegeistige sein soll, müßen wir sie auch in der geistigen Welt einheimisch machen. DieVerschiedenheit besteht in dieser letzteren Hinsicht nur darin, daß wir, da sie in diegeistige Welt nicht in größerer Ausdehnung, sondern nur gelegentlich, wie cs von dermateriellen her bedingt ist, cinzngreifcn, sie zu regeln, zu leiten bestimmt sind, sie auchnichtzuden clemeutarischcn Grundlagen derselben zurückzuführcn brauchen: wederM den philosophischen, noch zu den historischen. Wir brauchen uns also für das Ver-ständnis des Geistigen nicht den höchsten Grad von Abstraction und tieferem Eindringen