Unterrichtsgegenständc.
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Zöglinge unter I. Geographie und Geschichte, Naturgeschichte und Physik nebst den ver-wandten Wissenschaften, Geometrie und Arithmetik, unter II. Sprachknndc, Ncligionslehrc,innere Geschichte der Menschheit unterschieden und die Bestimmung unter III. auf dieKunst bezogen wird: so können wir hierin kaum etwas anderes finden, als eine logischeAnordnung der im voraus als gegeben angenommenen Unterrichtsgegenständc.
Von diesem Verfahren unterscheidet sich wesentlich das von Graser (Tivinität oderdas Princip der einzig wahren Menschencrziehung) angewendctc. Nach ihm ist das Zieldes Unterrichts ein Wissen des Menschen, wodurch er sein Sein selbst zubegründen vermag. Bei der Frage, welches die Gegenstände dieses Wissens seien,handle cs sich daher um das Wissen von dem, was den Menschen zum Menschen macht.Der Gegenstand dieses Menschenwisscns sei die Erkenntnis seines Seins, „um durch sichcs zu bestimmen." Diese Erkenntnis bezieht sich 1) ans die Bedingungen und 2) aufdie Form des Seins. Die Bedingung alles Seins des individuellen Organismusgründet sich auf den Conflict desselben mit der Natur, und die Form des Menschenfindet sich in der Divinität. So ergeben sich für jeden Menschen zwei Hanptlehrcn,ncmlich die Lehre von der Natur und dem Menschen im Zusammenhänge und die Lehrevom Göttlichen. Damit hängt die Unterscheidung realer und idealer Kenntnisse zusammen.Die Realkenntnis schließt in sich die Kenntnis der Natur und die des Menschen. DieKenntnis der Natur als die eine Bedingung unseres Seins fordert die Auffassung derNatur hinsichtlich ihrer Productivität (Naturbeschreibung) und hinsichtlich ihrerEinwirkung (Naturlehre). Die Natur hat nicht die ganzeFüllc ihrer Gaben für denMenschen an dem Puncte ausgcschüttet, auf welchem er weilt. „Es soll die Menschendurchaus ein Band umschlingen; dazu dient vorzüglich die Wechselwirkung ihrer Bedürf-nisse, und darum scheint die Natur ihren Reichthum auf der Erde in der größten Mannig-faltigkeit zu zerstreuen. Allein der Mensch soll und will sich Kenntnis von dem ver-schaffen, was ihm die Natur zu seiner Existenz gewährt. Was bleibt ihm anders übrigals auch die Orte ans der Erde zu wissen, wo die Natur dies oder jenes ausschließlichoder vorzugsweise gewährt?" So ergeben sich als nothwendigc UnterrichtsgegenständcProductcn-Geographie und mathematische Geographie. Bei der gefordertenKenntnis kommen in Erwägung das Acußcrc der Producte sowohl als das der Erdtheileund der innere Werth derselben in Bezug auf ihren Gebrauch; „denn alle Kenntnismuß praktisch sein, und sie ist erst dann vollkommen oder vollendet, wenn sie prak-tisch ist." So machen sich die Unterrichtsgegenständc der Mathematik („Vielheitenmüßen bei der Kenntnis der Natnrprodncte berechnet, Größen bemessen werden"), Oc-konomie und Technologie („reicht denn die Natur ihre Prodncte immer und überalldem müßigen Zuschauer so gutmüthig hin, oder fordert sie auch seine Thätigkeit, seineSorge?") nothwcndig. Eine äußere Kenntnis ist am vollkommensten, wenn der Menschdasselbe Bild, das er vom Gegenstände hat, wicdcrzngeben oder nachzubildcn vermag(Zeichnen). In gleicher Weise, wie nachgewiesen wurde, daß sich an NaturbeschreibungProducten- und „mathematische" Geographie, Mathematik, Oekonomie, Technologie undZeichnen als nothwendigc Unterrichtsgegenständc anschlicßen, wird nun an Naturlehregereiht physische Geographie, Astronomie, Mathematik („auch die Wirkungen der Naturfordern ihre Berechnung") und, da die Kenntnis der Natur nur ihren Zweck in derSelbstbegründnng der Existenz habe, abermals Oekonomie und Technologie, aber auchAnthropologie und zwar Körper- und Seelcnlehrc. Die Anthropologie ist nach demObigen nicht nur der Naturlehre zu unterstellen, sondern bildet auch eine selbständigeHauptlehre; sie findet ihre praktische Ergänzung in der Gymnastik und Diätetik und ihreVollendung in Geschichte und Geographie.
Hiermit ist nun der Kreis des realen, des „irdischen menschlichen" Wissens vollendet;es bleibt noch übrig, die Sphäre des idealen, des „himmlischen menschlichen" Wissensnäher zu bestimmen. Der Unterricht soll in dieser Beziehung die Form des göttlichenSeins zur Anschauung dringen. Die Formen dcS Göttlichen sind Wahrheit, Gcrechtig-