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9 (1873) Spanien - Vives
Entstehung
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Unterrichtsgcgenstände.

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sähe zu den Gegenständen des ersten Grades umfassen; diese Zusätze sollen jedochvonder Art sein, wie die Musik, daß sic dcu Menschen als Menschen, nicht eben als Mit-glied der Gesellschaft verfeinern, vergnügen und ihm die Zeit auf eine unschädliche Artvertreiben." Die Grade des Allgcmeinnützigcn zu vermehren, wird als etwas für dieausübende Erziehung uunöthigeö bezeichnet?- Die oberste Elaste des Gemeinnützigen sollder Inbegriff dessen sein, was allen*lutherischen Ländern nützt, wenn gleich nicht einemjeden einzelnen Einwohner unmittelbar, da es in diesen: Falle schon allgcmcinnützigwäre; die zweite Elaste soll alles enthalten, was nur einigen nütze, und so viele Untcr-abthcilungcn umfassen, als es Stände und Beschäftigungen in der menschlichen Gesell-schaft gebe.

Zum Schlüße wird das Allgemcinnützige und Gemeinnützige nur in Beziehung aufeinen gewitzen Staat bestimmt. In diesem Falle seien allgemcinnützige Kenntnisse, Fer-tigkeiten und Gewohnheiten solche, die allen Mitgliedern eines Staates 1) als solchen,2) als Menschen überhaupt n) ganz unentbehrlich, oder doch b) sehr nützlich und n'öthigseien an) als Zweck, bb) als Mittel. Gemeinnützige Kenntnisse seien dann solche, diebesonder» Parteien, Elasten, Ständen, Sccten, Altern u) beständig, oder b) zu gewitzenZeiten, unter gewitzen Umständen (wie z. B. hergebrachte Einrichtungen oder Meinungen)1) unentbehrlich, oder doch 2) sehr n'öthig und nützlich seien na) als Zweck, bb) alsMittel. Alsindividuellnützige" Kenntnisse, Gewohnheiten und Fertigkeiten endlich werdensolche bezeichnet, die einem Individuum nach seiner besonder» natürlichen Anlage oderäußerlichen Lage oder künftigen Bestimmung als Zweck oder Mittel unentbehrlich oderdoch sehr n'öthig und nützlich seien.

Man sieht, wie Trapp redlich bemüht ist, den Lehrstoff aus seinem Zwecke deserziehenden Unterrichts und wenigstens aus dem individuellen Thcilc der Zöglingsnaturabzuleiten und logisch zu ordnen. Freilich ist es ihm nicht gelungen, auf diesem Wegebis zu einer Auffindung aller einzelnen Unterrichtsgegenstände zu gelangen. Sehen wirzu, ob es A. H. Niemeycr, dessenGrundsätze der Erziehung und des Unterrichts"in erster Auflage 19 Jahre später als Trapps Versuch der Pädagogik erschienen, bessergelungen ist.

Niemeyer hat sein pädagogisches System auf Kants psychologische Vcrmögensthcoriegegründet. Den Zweck der Erziehung,das Menschliche (die Humanität) in dem Men-schen so vollkommen, als cs bei jedem einzelnen der Gattung möglich ist, auszubildcn,"glaubt er daher um so mehr zu erreichen,je vollkommener did Ausbildung aller mensch-lichen Kräfte erfolgt und je harmonischer sie zusammenstimmen." Der Unterricht sollnun theils eine formale, thcils eine materiale Bildung bezwecken, d. h. er soll 1)diedem Lehrling inwohnenden Kräfte aufregcn, durch Uebung stärken und sie entweder aufeine bestimmte Geistesthätigkcit? oder auf ein äußeres Thun und Handeln hinlcnkcn,um ihn dadurch fähig zu machen, fremder Hülfe immer weniger zu bedürfen," und 2)den Kräften des Lehrlings einen Stoff liefern, in dessen Besitz zu sein theils im all-gemeinen für den Menschen, theils im besonder:: für gewisse Elasten und BerufsartcnBedürfnis ist." Im erster» Sinne bleibe jeder Unterricht zugleich eine Art von Er-ziehung. In dem Stoffe aber, welchen der Unterricht bietet, soll sich einerseits derjugendliche Geist üben, andererseits soll er den: Bedürfnisse entsprechen. Hieraus folgtnach Nicmeyer eigentlich nicht mehr und nicht weniger, als daß alles wisscns-würdige gelehrt werden müßte. Die Frage, was wisscnswürdig sei, wird nicht aufge-worfen, wohl aber wird aus dem Maße der Zeit, aus der Endlichkeit der Kräfte undvorzüglich aus den so ungleichen äußern Verhältnissen die Nothwendigkeit einer Beschrän-kung abgeleitet. Diese Beschränkung wird natürlich je nach den Individualitäten einesehr verschiedene sein müßcn. Da indes, fährt N. fort, der Unterricht überhaupt injedem Lehrlinge die Menschheit und das, was ihr höchstes Eigenthun: ist, die Ver-nunft, auch am höchsten achten soll, so gicbt es auch für alle, welche des Unterrichtsfähig sind, etwas gemeinsames, wodurch zugleich der Stoff aller Elementarbildung be-