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1 (1859) A - Dinter
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889
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GrcttmömuS.

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im Äfofter Slbmont in ©aljhurg. Bon 1835-1847 unterhielt ©tabtpfarrer §atben =mang 31 t Sßilbherg im mürttemberg. ©djmarjmatb mit größter Uneigennii( 3 igfeit unbSlufopferung eineUnterridjtSanftalt für fdfmachfinnige Äinber"; fdjmadjftnnige geringen©rabeS fanben hier jmedmäjjigen llnterrid)tbis jur Konfirmation". 3m 3al)re 1841mürbe bie bielhefprodjene Kretinen=3lnftalt auf bem 2 Ibenbberge bei 3 nterta!en burd)21. Ouggenbühl, baS erfte mebicinifd)=päbagogifd)e Unternehmen, gegrünbet; burd)bie (Erhebungen ber Berner Regierung (1858) ift ber 9tuf ©itggenlmhlS jefit ßotlftäu«big öernidjtet morben unb eS fragt fid) gegenmartig nur nod), ob feine 2tnftalt gänj=lid) aufgehoben ober nur »erlegt unb unter ftrenge Sluffidjt gefteHt merben feile. *)gerner folgte 1842 bie Ülnftatt ßon Dr. gerb. Äern, bamalS Saubftummenlehrer ruSifenad), meldfer 1847 nad) ©oli bei Seipjig iiberfiebette; Äern, ein mal)rl)aftebler 5Dtenfd)enfratub unb ßiel geprüfter (Sbaratter, l) nt fid) fpäter junx 2 IrjteauSgebilbet; 1844 ©ägert in Berlin. 2)cn Bemühungen ßon Dr. 9?üfd) gelang1847 bie ©rünbung einer guten gemifd)ten luftalt im ehemaligen Älofter 3)taria=berg; biefelbe genießt Unterftütjungen ßom müvttemberg. ©taate unb bie befonbereprotection ber Ä. gamilie, fleht unter ©taatSauffidjt unb ift nad) ber amtlidjen Äennt«ntS BfS. in jeber Beziehung befriebigenb eingerichtet. (Heber bie erften 4 3al)re ber«feiben berid)tct bie eingegangene 3eüfd)viftBeoBad)tungen über beu Kretinismus, ßon3töfd)," Heft 1. ©. 1; 1850; H- 2. @. 97; H- 3. ©. 85; fpäter erfdfienen furje3ahre8berid)te; ber uns »orliegenbe jehnte ßon 1857 enthält über ben iefjigen Beftanbnichts näheres.) 1848 eroffnete ber belannte 3rrenarjt Dr. Krlenmeper ju Ben«borf eine giliale für geiftesfraute ober fd)mad)finnige Äinber; ungefähr in biefelbe 3 e üfällt aud) bie ©rridjtung gemifdjter Slnftalten 311 ®etmenI)orft unb 31 t .ßitbertuS =bürg in ©ad)fen (1846); letztere ift ©taatSunternehmen; nad) ben Statuten (Berorbn. bie(Errichtung einer Sr 3 iel)ungSanftaIt für blobfinnige Äinber betr. ßom 14. Sau. 1852;f. ©läfdje, Krfter öff. Berid)t üb. b. 6 rj.=flnft. f. blobf. Äinber 3 U ^ubertSb., 2eipj.1854. 2lßg. 3 e üf ( i) 1 '- f- Pft)d)iatrie; Berl. 1856. XIII. 139; jmeiter off. Beridjt :c.,ebenbaf. 1858.) ift ihr 3 toe ^blüb«finnige Äinber jur KrmerbSfähigfeit he^anjubilben",unb ift fie beftimmt für bilbungSfäl)ige Änaben über 5 3ahre; feit 1857 merben and)SDtäbdjen aufgenommen, leiber, nad) BfS eigener 3lnfd)auung in biefer fonft tüd)tigenSlnftalt, ohne genügenbe Trennung ber @efd)led)ter unb ohne 3tu8fdjtufj ßon SJtäbdjenüber 14 3 al;ren; bie 3«hl ber Pfleglinge beträgt gegenmärtig 40, barunter 30 Änaben.3 « bemerfen ift, baß ©läfdje neben reinen ©pielen bem gemeinfdjaftlidjen ©efange,mobei in gröbelfd)er BBeife ber Snljalt beS fEeyteS bilblid) bargefteßt mirb, Sßertl) bei=legt. S'u^en Beftanb hotte bie Unternehmung beS ?et)rerS Helfend) 31 t ©tuttgartunb auf ber ©olitube; bagegen beftel)t feit 1849 eine jmeite, gleichfalls ßom ©taateunterftiihte mürttembergifd)e Prioatanftalt erft 3 U SRietl), feit 1851 31 t SBtuterbad)in bem cretinenreid)en 9iemStl)al unter ber Seitung beS praft. 3lrjteS SDtüIIer; ber«felbe h lt ibigt ber Homöopathie als einer gerate bei Blöbfinnigen unfd)ähbaren [?]

*) Schon 1850 (bgl. ben Berieft ber fchmeijer. gemeinniitjigen ©efettfdjaft unb beS Dr.§ermann au bie Berner Stegientug (9teue meb.«d)ir. 3t0- 1851. 5t. 1 1 . ©. 173, unb 1850.9t. 24) mie in bent neuefien (1858) an bie Berner Slegienmg erftatteten Berichte nutrbe gettenbgemacht, bie Snftalt fei (ein ßretinenafpl, inbem unter ben ft'iubcrn nur eine Weine SOtinberjabtßon (Eretincn fid) fcefänbeu, ferner baß teilte Teilung mirtiiefer Srethtett conftatirt mürbe, eitb«lief) baß mafrenb ber häufigen ttnb langen Ülbmefenheit £>.§ auf Steifen in ßttglanb u. f. m. bieStnftatt im hüd)ften @rabe ßenicichfaffigt merbe, unb baß inshefonbere im SBinter nieft für ge«niigenbe Berpfiegung, namentüd) nicht für^eijung geforgt fei. ipätte mau ftd) tooit Anfang überbie §eitbarteit beS Srctinismus geringeren Eäufchungen hiugegebett, fo märe ber Betrug ©itg«genbiihtS iebetifattS nur tiiräere 3 e it auSjufithren gemefen. Literatur bon unb über ©nggenbiihttonnen mir fiigltcb aufifallen taffen, ba an ©uggenbiihlS großartiger §eud)etei unb Sügenhaftigteitjet3t nicht mehr ju jmeifetn ift.