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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
Entstehung
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929
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.ginbetgtauben.

jtinberbcitaitftattcn.

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-aße, bie in reifen Saljren burdj religiöfen ©inn unb religiöfe Sfjätigfeit in irgendeiner Slrt fidj auSgegeidjnet Ijdben, fdjon als Sinber fidj fo fromm bewiefen, baß manfie (mit ben alten Steten beS patter SBaifenljaufeS gu reben) tiätteauf bie Sifte berGrwedten" fe£en tonnen. SDie Steligion wirb nnr feiten unb unter ©orauSfe|}ungen, biefidj nidjt erzwingen laffen, fdjon in frühem Sllter gum beljerrfdjenben geiftigeu SebenS»eentnun werben, fie geljt »ielmeljr oorerft nodj neben ber gangen, unbefangenen Offen»Ijeit für bie bunten Steige ber fidjtbaren ©Seit frieblid) tjer; eS ift baljer nodj ein fetjrWeiteres ©hriftentljum, baS and) bie beftgearteten Araber gu führen pflegen. Slber WenneS ber tinblidjen ©eele nur nid^t fefjlt au Slufridjtigfeit unb SBafjrheitSfiun, an Äraftber Siebe unb beS Vertrauens , an ©ewiffenljaftigteit unb felbftoerteugnenbem ©efjorfaut,an gäljigfeit, bei gegebenem Stnlaß and) tiefere Ginbrüde aufgunehmen unb fid) ihnenJjingugeben, bann ift ber ©oben befteßt, in weldjen wir bie djriftlidje SBaljrbjeit aus©otteS Siöort burdj Sehre unb ©eifpiel, burdj 3 u ^t un ^ auf Hoffnung auS=

ftreuen; baff früher ober fpäter bie ©aat aufgebt unb als fdjöne grudjt ein Seben im©lauben, eine gebiegene djriftlidje f)3erfönlidjfeit gu Sage fommt, bas gu wirten ift©otteS ©adje. tpatmcr.

t filtbcr|ci{anftaltcit. Sin bie bei ber öffentlichen Slnfgabe in ©egug auf bie t ör =pertidje ©rgieljung (f. biefen Slrtifet, ©djluß) erörterten allgemeinen SDtaßregelngur ©rljaltung ber ©efunbljeit beS wadjfenben DrganiSmuS fnitpfen fid) als notljwenbi»geS ©tüd ber öffentlichen ^jtjgieine bie Ginridjtungen für bie mebicinifdje ©eljanblungunb fßftege ber traut, fiecfj ober gebredjlidj geworbenen Äinber, foweit biefelbe nidjt»on ben eingelnen Familien felbft geteiftet werben tann. SBir haben eS Ijier baljer nidjtmit ben Slnftalten für familienlofe ffinber (ginbet» unb ©Baifen=3lnftalten), für Verwahr»loste (StinberbeWaljranftalten unb SiettungSljäufer) gu thun unb fdjließen auch foldjeSnftitutionen aus, bie fidj ebenfo ober meljr auf bie ©rgietjuug unb Unterrichtung alsbie uiebicinifdje ©eljaublung ber an ben ©innen ober ber ptjtjfifdjeu Drganifation be=fecten Äinber begieljeu, als ba fiub bie Slnftalten für Gretinen unb ©djwadjfinnige, für©linbe, für Saubftitmme, überbieS bie »erwanbten für ©totternbe.

Sie befonbere ©orforge für bie ginber in ihren Äranfljeiten ift burdjauS Gigen»ttjum ber neueren 3eit; fonft naljmen bie Äinber nur, unb gwar, wa§ bie ©pitcder be=trifft, in untergeorbneter StBeife Slntbeil an ben gwei Jpauptftüden ber aßgemeinenÄrantenpflege, nämlidj einmal an ber öffentlichen Slergten übertragenen ©eljanbluugber ertranften Sinnen in ihrer gamilie, unb fobann an ben gurSlufnaljme unb ©eljanb»tuug öon tränten in eigenen Slnftalten geftifteten ©pitätern ober grantentjaufern.Sie ©eljanbluug bonÄinbern in ben aßgemeinen grantenljäufern gefdjatj nur auSnaljmS»Weife unb ift überbieS großen ©ebenteu unterworfen, einmal wegen ber ©erfdjiebenljeitgwifdjen ber pflege unb ©ehanbluug oon Äinbern, gumal üon jüngeren, unb üon Gr»wadjfenen unb ber Ijieburdj bebiugten oerfdjiebenen ©inridjtung, fobann Wegen ber Un»gebjörigteit beS 3ufammenlebenS non Äinbcrn mit fonftigen, auf Ujre ©rgieljung ge=meinhin nidjt günftig wirteubeit ißerfonen. gür ginber, Weldje in ber gamilie nidjtverpflegt Werben fönnen, ift baljer ein eigenes SrantenljauS ober eine befonberS eingc»richtete unb getrennte Stbtheitung eines größeren ©pitalS aßein gwedmäßig; bagegenwüßte ©erfaffer leinen ©runb, weSljalb bie öffentliche ©eljanblung ber Äinber in ihrengamilien befonberen Snftituten gu übertragen wäre, fobalb ein ooßtommen genügenderarmenärgtlidjer Sienft, eine ©otitünif, befteljt.

SaS ©ebürfniS ber 3 e 't fd?uf ©efudjSanftalten unb überbieS eigene Binder»franfenljäufer; auf ben erften ©lid fdjeint eS unnatürlidj, ein Äinb oon ben natiir»liehen Pflegern beffelben gu trennen unb in Sagen ber Srantljeit, in Weldjen bie tiebenbe©egenwart unb pflege ber Sßtutter am Wenigften erfeigt werben tann, einem fremben|jaufe gu übergeben, unb in ber Sljat ift eS auch eine oiel gu wenig beadjtete §uma=nitätSriidfidjt, baß man ©äuglinge, Weldje freilich als bie am fdjwierigften unb toft=Guc^Hopäßic. III. 59