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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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Sugenblectüre, Suflcnbttterutur.

3 U belehren oermag. Stidjtd befto weniger bat noch im 3abr 1831 eine Sammlungfeiner ©d)riften in 36 Sänben erfcf^einen tonnen. ®er (Einfluß, ben er feiner 3eit aufbie Silbung ber 3ugenb übte unb gum £l) e ß nod) “bt, ift unermeßlich; unb wenn manftd) erinnert, wie bie enblidje Serföbnung, weldje ber 2)efoe’fd)e Stobinfon burd) ©ebetunb ©ottedwort finbet, aud bem Silbe bed Eampe’fd)en Stobinfon gang oerwifebt ift,fo bat man bamit gugleid) ein für alle (Eampe’fd)en ©djriften d)arafteriftifd)ed 3^^bad über bie Stiftung, in welker jener (Einfluß wirft, nid)t in 3 lDe ‘f e l laffen lann,fo gewinnenb auch ber anmutbig elegante Stil unb bie begreifliche Storni erfdjeinenmögen. (©. ben Slrtifel ßantpe).

3) Sieben SBeiße’d I^öfifcber KinberWelt unb Sampe’d profaifd)en Stü( 3 lid)feitdmeu=fd)en trat eine brüte ©attung Don K'inberfd)riften, bie fpecififd) = moraüfd)e, l)®bor.©djon 3. S- Stüter (Siector gu §aße) batte „moralifdje ©djilberungen" (1753—64)für bie 3ugenb gefd)rieben, bie (nad) Stiemei)er) ihrer 3 e ß „ein aßgelefened Sud) in33eutfd)Ianb" Waren; unb 3. 3. Sobrner hatte in feiner reichen literarifd)en '3ü)ätigbeitaud) „©ittßdje unb gefüblooße Srgäblungen für bie Stealfdjulen“ audgel)en laffen.Slber ber eigentliche <Sl)Drfübrer ber neueren moralifdien Kiuberfd)riften würbe (51; r i ft-©ottbolb ©algmann, ber nicht nur mit feiner (Ergiebungdauftalt (©d)nepfentl)al,1784), fonbern gum £l) e ß aud) mit feinen ©runbfäben com ^31;i^antb>rofoiit fid) abge=gWeigt hatte unb gwar mit geringer fßrobuctiondfraft unb faft „ohne alle Slßnung einedibealen Sehend", aber aud ber güße einer reinen unb eblen ©efiunung b ej; aud feinmoralifd)ed ßlementarbud) (1782), fein ©ittenbüdjlein, bie Steifen feiner 3äglingefdjrieb unb wie mit feinem Karl oon Karldberg (1783) bei ben ®rwad)fenen, fo mitfeinem 3ofepb ©d)Warjmantel (1810) bei ber 3ugenb unermeßlichen Seifaß fanb. 3mSriumoirate ber erften Kinberbudjperiobe ift er oießeidjt ber fcf)Wäd)fte, aber gewißnid)t ber fd)led)tefte, unb fein ©d)WargmauteI, ber in bie 3Babrl)eit DolldtbümIid)er3 situ erb ält itiff e einfül)rt unb unter ber rationaliftifdjen Serbedung bod) eine herzlichegrömmigleit burd)bliden läßt, ift nod) je( 3 t beffer, ald taufenb unferer mobernenKinberfd)riften. Stehen bem realiftifdjen (Earnpe unb bem cioilifirenben Sßeiße ftel)t bermoralifirenbe ©algmann am befepeibenften, aber am reinften ba. — Sin ben oolfd=tbümliibeu ©algmann fd)loß fid) in oornebmerem ©tile Kadpar griebr. Soffiud an.©ein „©urnal unb Sina" (1795—1800, 3 Sbe.) ift bie Sermäl)lung bed Stouffeau’fdjenStaturlinbed mit bem mobernen Sl)riftentbum, unb feine moralifd)e Silberbibel (1805—1812) ift ein gewiß Wohlgemeinter Serfud), in eleganter gorni gur biblifd)en ©efd)id)tegurüdgufül)ren unb ber profanen moralifebe Stubanmenbungen abgugeminnen. Stur baßbie fleinen Sefer, wenn fie im ©urnal unb Sina an ben (Engeln unb Kannibalen bedStaturguftanbed unb ben wirflid) böd)ft angiebeuben ©ituationen bed erften Sanbed fid)entgüdt batten, bie barauf folgenben gwei Sänbe cpriftlidjer Katedjefe auf bie ©eitewarfen, unb baß bie pretiöfegorm unb mobeme Slnfdjauungdweife ber Silberbibel weherbem biblifdjen nod) profanen ©toff reibt entfpredjen woßte. 3 mmerbin gehören beibeSüd)er noch gu beit befferen jener ^Pericbe. — Stod) fruchtbarer unb faurn Wenigerbeliebt war ber in ©d)uepfentl)al gebilbete SBiener ©onfiftoriatratl) 3afob ©lab, berDon 1800 an 21 Sänbe für bie 3ugenb fd)rieb, oon benen „bad rotbe Such“ ammeiften gelefeu, Stofaliend Sermäibtnid (2 Sänbe) nod) 1836 neu aufgelegt Würbe unbbad „moralifebe ©ernälbe für bie gebilbete 3 ugenb" am beutlid)ften bie ©en=beng aßer biefer breiten, fteifen unb poeficlofen ©d)riften audfprid)t. Sin biefe morali=firenbe @d)riftfteßerei, 3 U ber auch gebberfen (Seifpiele ber SBeidbeit unb Sugenb,1777—89), SSagnib (Storni in Seifpielen, 1797—1810), guul (©ittenfpiegel, 1800)unb Diele anbere beitrugen, reihten fid) gabllofe Kinberfd)riften Don gang oerwifdjtem©paratter an, wie Ä. gr. Sbieme’d „©utrnann" unb bie oielgenibmten 3 unter,^ermann, SStunbt ic. Sin SJtann aßein, Stepnier (pfeuboupm ©anguin) ließ 250©d)riften für bie Sugenb andgeben, Don benen bie ÜDtebrgapl gur Unterhaltung be=ftimmt war. Stur eine würbigere ©rfepeinung begegnet und, ber anfprudjdlofe 3.