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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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§um6otbt, 2B. ö.

.§anfegäbte.

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SBintfe, Slrnbt u. a. eigen war. Sbenfo d^araftcrtftifd) alg fdjön fagt er Dom Wahrengrieben:Sr -wirb geprebigt burd) bag alte ©egament, bag neue giebt erft bie 25otIen=bung. ®aS allein ift ber griebe, ben bie SBelt nit^t giebt, ein unübertrefflicher Slug=brucf! 2Bag biefem grieben angehört, ift öon ber SBelt, bcni äugeren®lücf unb ®enuf$gefd)ieben; eg flammt öon einer unfidjtbaren 2Jfac^t her, allein bie ©egnnung mug imOemüth üorhanben fein, baff man fein gangeg innereg SBefen »on ber SBelt trennt, bagman nidg auf äugereg ©lüd Slnfprucp mad)t, bag man nur bie hoh e ©eelenruhe fudg,bie auf bem Seben in ÜDemuth unb innerem ©ehorfam, wie in einer flippenlofen füllen2Bafferftäd)e ihre ©idjerrieit finbet. 2)ie Möge Slugübung berißflidft reidjt bagu nid)thin, bie Unterorbuung beg felbftifdjen ÜDafeing unter bag ®efe (3 unb nod) Weit mehrunter bag SInerfenntnig ber höchften, alleg beherrfdfenben unb burchbringenben Siebemug fo oorWattenb fein, bag bag gange SBefen barin aufgelegt ift. 9iur bei biefer @e=finnung fann man ben öon 3efug bargebotenen griebeit fid> aneignen. ®enn cg Wäreeine gang irrige Slugtegung ber fd)önen biblifdjen (Stelle, Wenn man glauben fönnte,ber himmlifdje griebe fenfe gd) fo oon felbft unb oljne alles 3uthun auf ben ÜJienfdjenherab. SBohl gwar fentt er fidj alfo nieber, er fann nid)t burd) SBerfe öerbient, nid)tgteidjfam wie Srbengüter burch eigeneg Sfmn erworben werben. Sr ift eine freie, h'ntm*lifd)e, immer nur ber ©nabe entftrömenbe ®abe. SlHein ber SJienfd; fann fie nichterfaßen ohne Jene ©efinnung; befi^t er aber biefe, fo ift er wieber feneg griebcng ge=

wig, benn eg ifl red)t eigentlich öon ben hnnmlifd)en ©aben ein wahreg SBort, bag,

benen gegeben wirb, bie ba hüben."

3)iit bicfen frönen unb innigen Sßorten fj.g felbft fei biefer Slbrig feineg Sebengunb feiner päbagogifdfen Sebeutung gefdjloffen. Sg würbe aber unfere ©figge ihren

ßwecf bann nid)t öerfehlt ImMn, wenn fie geigte, wie über ben grogen SJiann in fo

engen ©rengen etwag irgenb 3 u n ( h e8 fld) nid)t fagen lägt, unb Wenn fie fo bemSefer SSeranlaffung würbe, gu £). felbft unb gtt feinen ©driften fid; gu Wenben, bie bemSchulmann burch bag reid)e SBiffen, Weld)eg in ihnen auggebreitet ift, nidg nur biereidgte Belehrung bieten, fonbern auch wahre Srhebung unb ©tärfung burd; bie ge=fammte eble fßerfönlid)feit, welche in ihnen fid) abfpiegelt. 3 um @<hi u ff e «berhier noch ein 2Bort aug Söcfhg ©ebächtnigrebe aufSBühelnt öon ipnmbolbt:3n neue=rer 3eit h at bod) fc^toerlidj irgenb einer bie öffentlidjen SSerhältniffe gugleid) unb bie2Bijfenfd)aft mit foldjer ©röge bcS ©eifteg unb foldjent ©efchicf gehanbhabt. SrWar ein wirflidjer, öon Sbeen bnrd)brungener unb geleiteter ©taatgmann, er warein ©taatgmann öon perifleifdjer Roheit beg ©inneg. fßhilofophie unb ^ßoege, Siebe»funft, gefdgdglid)e, 4 >hrIoIogifd?e, lingttifüfche ©elehrfamfeit waren in il;m gu einer burchfeinen Stügflang geftörten Harmonie unb gu einem wnnberbaren Sbenmag öerfchmolgen,weldjeg bag ©epräge ber befonnengen SDSeifterfdjaft ig." ©. I8aur.

^Ittttor, f. Sehrton.

§nnfcftäöte.*) Sie Slnfänge beg Unterrichtgwefeng ber freien unb £>anfe=©täbteBremen, Hamburg, Sübed gehören, wie überall, ber Sirdgngefdgdge an unb gnb beibem Sliangel augreidjenber Quellen nicht atterwärtg gur Söibeng gu ermitteln, gürHamburg unb ^Bremen werben bie Slnfänge beg ©djulwefeng in bie 3 e 't ber S©hätigteitbeg befannten Singgar ober Slnghariug, apoftolifchen Segaten unb Srgbifd?ofeg öonHamburg, fpäter and) SSifdjofeg öon SBremen, gu fefcen fein, ber befanntlid) öorlgr berütogerfdjule öon Soroep oorgeftanben hatte. Sie 3al)reggahl ber ©rünbung ber 23remifd)enSomfchule foEt (ogl. S. Stieger, ©efdgdge beg ipamburgifdjen ©d)ul= ttnb Untcrridggwefengim ÜRittelalter, ©. 3) in ben Slnfang beg 9.Salgljunbertg fallen, für Hamburg wirb bag

*) ©. oben S. 337 Snm.

®. Sieb.