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©hntnaßunt, fein SSerbültniS put Gbtißcntbunt ic.
eines folgen SeljrerS unb SrjieherS hat nod) in neuerer ßeit S^ontaS Arnolb, berberühmte ßlector öon ßiugbt) bargefteHt (ogl. 93b. I. ©. 260 ff.) ©er ©eift ber Äraftunb ber Siebe unb ber 3ud)t galt iljm als baS große SrforberniS eines SehrerS. ©ie3bee einer ©djule fdjloß für ihn bie einer dpiftlidjen ©dple ein. ©en 93eruf einesSehrerS fe(3te er eben fo wie ben eines Pfarrers in bie ©eelforge. ©ie Knaben fal) erals foldje an, bie p cfpiftlidpn fßlänuern heronWachfen fotlten. ©abet ließ er fid)feinen djriftlidjen ©efidßSßunct Weber burd) bogmatifdje, nod) burd) Urdßidje ®ngber=jigfeit trüben, fonbern ftanb rec^t in bem 93oHen ebangelifdjer Freiheit unb Sraft. ®r»erftanb eS, wie Wenige, burd) ben ©eift beS SliaS auf ben ©eift etpifti corjubereitenunb von ber ©tufe beS ©efejseS bis pr befreienben Siebe hinauf in feiner ißabagogifeine Abbitbung jener Srjiebuug barpftetlen, cie uns alle pm ßfeidje ©otteS gefdjidtmacht. ®S ift befannt, baß in englanb ber ^crfönlidp einfluß ber Seigrer auf eija=rafterbilbung burdjweg größer ift als bei uns, Aber bie erjielpng fann bort and;meßr, als bei uns, an bie IpuSlidp ©itte anfnfißfen. lieber baS Familienleben unfrer3eit unb feinen ttielfad) bemmenbeu einfluß auf eine gebeiijtidje Sugenbbilbung ftnbbie Klagen immer lauter geworben. (93ergl. ©gröber, bie Religion in unferen©tptnafien unb höheren ©djulen unb baS 3ugenb* unb Familienleben unfrer 3eit.©öttingen 1856 ©. 41 — 77 ). ©ie ©dple fteht in ber Sftitte pifdjeit ber Familieunb bcnt öffentlidjeu Seben. ©aS Familienleben, fo wie baS ©emeinbeteben in ©taatunb Äirdje finb fo wirffame Factoren, baß nur ourd) ein einträchtiges 3 u fammengel)ettbeiber bie Aufgabe ber 3ugenbbilbung gelöst Werben fann. ©a wo bie 3ugenb ausbem elterlidjen £>aufe fromme ©ewölpung mitbringt, Wo bie Sltern baS „bete unbarbeite" in bie £>änbe unb in bie fperjen pflogen unb bie Äirdje ihres 91mteS in©reue Wartet, ba wirb eS and) möglich fein, nicht bloß ju einem 9S$iffen von berÜJeligton, fonbern p einem Seben in berfelben p führen, beffen Früchte man an bemganjen ©eifte beS Untcrrid)teS unb ber 3u<ht Wahrnimmt. ©a werben alle bie Uebnn*gen unb Aeußerungen beS enltuS, in benen fid) ber religiöfe ©eift einer ©d)ule bar*fteüt, nid)t bloß ein tobter 9ßerfelbienft fein, fonbern ber lebenbige 91uSbrud einestnnern SebenS.
©ie ©djule bebarf neben ber Arbeit auch ber F^erßunben unb jener ©amm=lung l)b^rer ©efühle, bie allen ©tubien bie 2Beif)e giebt. ©iefe Feierßunben ber©d)utgemeinbe als foldjer ftnb bie SCßorgenanbadßen jebeS ©ageS, inSbefonbere amAnfang eines neuen ©emefterS ober eines neuen 91bfd)uitteS nach Verlauf ber F^ien,ferner ber ©d)lnß ber ©dple vor 93eginn ber Ferien, am Snbe beS ©emefterS, bie©ntlaffung ber Abiturienten, bie 93egel)ung oaterlänbifd^er F e fttage, vorzüglich ber©eburtStag beS SanbeSfitrßen, ©tiftungSfefte, ©ebenftage ber Sehrer unb ©d)üter.Alle biefe feierlidjen Anläffe haben mehr ober weniger einen religiöfen ©^arafter, berftd) in ©cbet unb ©anffagung, in ©elübben unb 9S5ünfd)en, in SKalpung unb 3 U=fßrud) offenbart. £)ier ift eS befoitberS bie Aufgabe beS ©irectorS, ber ©eelenftimmungben redjten AuSbritd p geben. 2S3ie mancher verborgene ©egen mag fdjon auS fotdjenSBeiheftunben beS ©d)i:IlebenS in bie £)erjcn gefommen fein. SQBie oft mag Ipr eineinjigeS jünbenbeS 2Bort mehr gewirft haben, als ftunbenlanger Unterricht, ©iefeFeierftunben ber ©dptcn bienen, ba fie pm ©heile öffentliche fein ntüßeu, pgteidjbap, bie 93erbinbung mit fpattS unb Familie lebenbig p erhalten unb immer wieberan bie willige §illfe p mahnen, bie bie eitern ben Selpern für baS 2Berf djriftlidprSugenbbilbuug p leiften haben.
Unmittelbar hat bie ©dple ©emeinfd^aft mit ber &ird)e burch ben regel=mäßigen Stirdjenbefud), bie F e ier beS h e iÜ 3 en AbenbmafßeS unb bie 93orbereitung aufbie fird)lid)en geftjeiten. 2Bo eS mit bem djrißlidjen Seben in ben Raufern unb inber Äirdje red)t beftedt iß, verftel)t eS fid) von felbft, baß auch Scl)renbe unb Ser*nenbe beS @t)mnaftumS bem fonntäglidjen ©oüeSbienfte ber ©emeinbe beiwohnen.3e freiwilliger ein fold)eS ©fpn ift, befto mehr ©egen hat eS. föian geht nicht bloß