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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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©lnnnaftum.

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3 m- Unioerfität nid)t als fein mefeutlidjer ©haratter feftju^alten, unb ihm oielntehr einfelbftänbigeS 3> e l fteden fei, ift in neuefter £eit mel)rfad) heroorgetreten unb Ijat fo=gar lebhafte SHScuffionen ^erbeigefiilirt. EM^ell (3tfd)r. f- ®- 2Ö- IV, 873) be=geidjnet eS als einen „3rrthum, Wenn man baS ©hntnafium— als ©anjeS betrautet —baburd) djarafterifiren gu tonnen meint, baff man eS nur als allgemeine VorbereitungS*anftalt ju allen wiffenfdjaftlidjen Stubien bejeidjnet. @S fei eben fo ftd)er unb wid)tig,baff baS ©hntnafium ju einer tiefem Auffaffung beS nationalen 8 ebenS in feiner 23e=fonberljeit unb in feinem ßufammenfyange mit ber ©efammtentwicfeluug beS SDtenfdjen*gefd)led)tS oorbilben foE." ©benfo meist Söiefe (@et§er’S )ßrot. SDitSbl. 2, 306) jeneAnnahme juriid: „baS @t)mnafium tonne ben Anfprud) mit feinen Unterrid)tSmittelnand) eine relatio abgefd)loffene Ijö^ere Vilbung mitgutljeilen nid)t aufgeben." ®iefe=bredjt (3tfd)r. X, 147) fieljt in Jener oon Siubolf o. fftaumer in feiner befannten Ab*Ijanblung über ben beutfdjen Unterridjt (SRaumer, ©efd). b. ipäb. III.) auSgefprodjnenAnfid)t öon ber Veftimmung beS ©hmnafiumS gemiffermafjen einen biefen Anftalten an*getanen Sd)impf, ben er mit fperbigfeit äurücfweiSt. „3)ie @t)mnafien fdtliefien allerbingS"meint er, „bie Söilbung ab, Weldje fie gewähren, nämlid) bie allgemeine, ober wenn manwill, enct)flopäbifd)e, nur nidjt wie ber Sob baS animalifdje Seben, fonbern wie bergeierabenb bie 9Jienfd)enarbeit beS SageS. 0b bie Weitere Vilbung ber 3öglinge burd)bie Unioerfität ober burd) eine anbere Anftalt ober wie fonft gefd)el;en foll, barüberhaben nur jene felbft unb ihre Angehörigen ju entfd)eiben." Stebjrtlidj Äühnaft a. a. 0.©S ift in ber 311)at fd)Wer ju begreifen, wie biefer ©egenfafj gegen jene althergebrachteAnficht, namentlich in foldjer Schroffheit fid) entwideln tonnte. 3ft eS benn etwas fogeringes jur Unioerfität b. h- jur felbftänbigen ^Betreibung ber 2Biffenfd)aft oorjubereiten?0ber fd)ließt biefe Vorbereitung einen relatioen AbfdEufj ber auf bent ©hmnafium ju ge*währenben Vilbung auS? üiegt barin eine Abweifuttg irgenb eines (Elements, baS ättüjseEin feiner gormulirung ber weitern Aufgabe beS ©hmnafiumS ihm juweifen ju rnüßenglaubt? ©ewifj nicht (f. bie Raffung beS ©nbjielS beS ©hmnafialunterridjtS in bemArt. ©oncentration beS UnterridjtS I, S. 855). ®aj 3 man burd) bie ©ntwidelung berleijten 3 al)rgehnte getrieben würbe eine fotdje genauere fjormulirung ju fud)en, ift be=greiflid), aber eS ift üon ber größten 2Bic^tigfeit, baff baburd) jenes Verhältnis oeS ©hm*nafiumS jnr Unioerfität nid)t alterirt werbe. ®enn hieburd) ift in ber 27) at f e > n ©haftetunb bamit aud) feine 6 inrid)tung im wefentlidjen aud) heule nod) feftgefteUt, wie beibeSgefd)id)tlid) baburd) normirt Worben ift, unb 3E)aulow l)at 9ied)t, Wenn er (@t)mnafial>päbagogit S. 202) eS ein „für baS ©rfaffen beS VegriffS beS ©hmnafiumS unb befoncerSfür bie ©arfteBung beS ©hmnafialunterriditS unb ber ©hmnafialbiScipIin unenblid) ein*fluf?reid)eS 9refnltat nennt, baff baS ®t)mnafium nur eine ßlementarfchule ift unb bieSeher mei)r als weniger als bie VolfSfd)ule unb bie gemöl)ntid)e SBürgerfdjule." AuSbiefer Auffaffung beS 31elS h a t man Don jeher bie ©egenftänbe unb bie SDtethobe beS©hmnaf:aluuterrid)tS mit Sicherheit ableiten tonnen, fidjerer als auS ben neueren gor*muiirnngen. ®aß bei weitem nid)t aEe, welche auf ben ©ijmnafien gebitbet werben,jur Unioerfität übergehen (für bie ^reußifdhen ©hmnafien beredjnet Sanbfermanna. a. 0. bie 3<*h l ber le^tern auf ein Viertel jener ©efammtjahl), änbert im ^rirtcifpbiefer Anftalten nichts, unb eS ift nicht jujugeben, baß, wie Sanbfermann an ber ge*nannten SteEe auSfpridjt, wenn für ben Seljrplan berfelben biefeS fPrincifj feftgehaltenWirb, bie großeSRehrjahl ber @t)mnaftaften einen jwecfwibrigen VilbungSWeg gehen.SBenigftenS finb biefer Anficht Weber bie Vehörben noch eitt Stoßer 2E)eil beS ^ublicnmS,bie bem @t)mnafialunterrid)t aud) abgefel)en oon etwa fpäter baran ju fd)ließenben Uni=oerfitätsftubien auch heut e uod) einen hoh en Sßertl) beilegen. ®aS 3tid)tige trifft inbiefer Vejiehung 3t. o. ütaumer in feiner ©rwiberung auf ©iefebredjtS Anflagen (3tf<hr-f. @. 2B. X, 536), „bie eigentliche Aufgabe beS ©tjmnafiumS ift unftreitig, bie nöthtgeVorbereitung jum Stubium ber äBiffenfdjaften auf Unioerfitäten ju geben. Aber bar*Sßäöag. Gencpfloyatie. HL 12