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©pmnaftum.
gefd)el)en ift, nad) abstracten fßrincipien ?u conftruiren unternommen hat, fo wenig iftbteS bei ben ©d)nlen ber 2 Beg, auf meinem §>eil für biefelben $u erwarten ift. $>iefewerben um fo wirffamer für bie ©efammtentwidlung ber 3 ugenb, je enger fte fid) an=fd)ließen an baS in beut großen ©efammtorganiSmuS, bem fie angeboren, tebenbe 33e=Wußtfein, je niefir fie baoon getragen werben. 2)ieS ift eS borne^mlid), Wad ben eng=lifdjen public Schools, wie ben Württembergifdjen lateinifdjen @d)ulen unb ©eminarien,um einige Veifpiele anäufüfiren, eine fo tüdjtige SBirtfamteit fiebert, unb mit boßentfß'edjte ratfyen bie einfidßigften SDtänner bei aller Slnerfemtmtg mancher ©infeitigfeitenunb SDlängel berfelben bon tief greifenben 3Ienberungen ab. 3Bo aber 9?eugeftaltungennbtijig geworben finb, ift nidjtS nötiger als ein taltöofleS 2l6wägen ber burd) ben beab=fidjtigten 3^ed bebingten Sßebürfniffe einerfeitS, unb ber fowoljl burd) bie Sftatur berSugenb als and) burd) bie in bem gefammten 3 e tl = unb $olfS bewußt feingebotenen gorberungen. 3 e befonnener biefe brei fRiidfidßen erwogen werben, je botl=ftänbiger fie 31 t ibjrent 9ted)te fomnten, befto fegenSreidjer werben bie getroffenen 6 in=rid)tnugeit fein. SRur ju oft aber ift ihnen in neuerer 3 e *t ltid^t bie gebüljrenbe 3luf=mertfamfeit ju 21;eit geworben; nur 31 t oft finb nadj allgemeinen Theorien Vorfdjlägejur Umgestaltung ber ©d)ulcn überhaupt unb ber ©pmnafien inSbefonbere gemad)tWorben, bie aud) l)ie unb ba, wie uamentlid) in SSapern, ju ben mannigfaltigften unbnad)tl)eiligften Spperimenten geführt, überall aber wefentlid) baju beigetragen haben,eine güße r>erfd)iebeuartiger 2lnfid)ten ju »erbreiten unb baS aßgemeine Vewußtfein überbie auf biefeS ©ebiet bejüglidjen fragen unfid)er 3 U ntadjen. Unb baS ift nidjt 31 t »er=wunbern: benn es ift in berSfiat eine ber fdßoierigften Aufgaben, bie es giebt, bei berunenbiidjeit ÜÜtannigfaltigleit ber VilbungSelemente unb VilbungSforberungett, Welche fid)in ber neuern 3 e 't cntwidelt ^at, fowie bei ber namentlich in 2 >eutfd)lanb mel)r uttbmel;r gefteigerteu fubjectibiftifd)en Diic^tung unb ber Neigung ifjr nadjjugeben, eine foldje©inridßung I)injnfteßen, wobitrd) jenen »erfdjiebenen 9iüdfid)ten ©enüge gefdjefien jufein fdjieite. 233ir werben nnS in ben nad)fo!genben (Erwägungen bemühen, einer jebenberfelben ntoglid)ft geregt ju werben.
gragen wir nun juerft nad) ber Aufgabe unb bem 3 tDe ^ ©pmnafinms, fo
ift baSfelbe »on ber 3 e *t an, Wo eS 3 U ©tanb unb SBefen gefommen ift, mit ber Uni*»erfität in engfte Sejiefyung gebrad)t worben unb fiat als VorbereitungSanftalt für bie*felbe gegolten. Äurj unb biinbig fteßte Sfroßenborf als 3 ^ feiner ©d)ule auf, „baßbie Änaben gerüftet Werben, barnadj in fofen gacultäten ju ftubiren Theologia, Me-dicina, Philosophia unb Jurisprudentia" (f. Sfaumer I, 217). Unb Wenn ©turntbaSfelbe als sapiens atque eloquens pietas bejeid)net (ebenbaf. 235), ober grande eS„in ber wahren ©ottfeeligfeit, ben nötigen 2Biffenfd)aften, einer gefdjidten Verebfandeit“finbet (f. 33b. II, Slrt. grande @.433), ober fperber in ber „aßgetneinen menfd)Ud)ett33ilbung“, in ©egenfah ber Vorbereitung auf einseine ©tänbe, fo finb fie Weit baöonentfernt, jene enge Verbinbung ju IBfen: fie ift il)nen felbftnerftänblid). (Sbenfo liegtbiefe Slnfdjauung aßen auf biefe Slnftalten bejügtirfjen ftaatlid)ett Slnorbnungeu unb ©in*rid)tungen 31 t ©runbe; fie briidt fid) in bem ßfamen „©elefrtenfdjulen“ beutlid) aus,ben man benfelben 3 U geben pflegt, unb ben 33enefe (fßäbagog. 2 , 526) mit Unrechttabelt, „weil nur ein fefr Heiner S^eil ber auf biefen ©d)ulen 3 U bilbenben für bie©eletjrfamfeit beftimmt fei.“ *) ®iefe 3lnfid)t, baß jene enge Stufung beS ©pmnafiuntS
*) $aS SBort „gelehrt" barf in biefer SSerbinbuug nicht in bem ©inne gepreßt Werben, WieeS neuerbings gefthehen ift, baß ber ©eiehrte bem ©ebilbeten entgegengefebt Würbe; ©etehrfam*feit War für jene 3eit, ba ber Stame gefepaffen würbe, fo jiemlid) ibentif^ mit höherer Vitbnng(man Oergleidhe bas lateinifche doctrina), unb biefe pßegte man eben in ber SBiffenfchaft, b. h<nach bem gewöhnlichen ©ange auf ber Uniberfität gu fuchen. $er Stame „gelehrte Schule"(richtiger als „©elehrtenfchule") ift aber infofern bequem, als er bie emsige gemeinfchaftliche Ve*jeichnung für bie berfd)iebeiten gönnen ift, in welchen biefe Slnftalten ins Heben treten, ©hmnaften,Spceen, lateinifche ©chulen jc. 2). SReb.