©tmtitaitalfeljrer.
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aud) Ä. 9. ö. fftott) (kleine ©Triften, I, ©. 396—405) fo cntfdfteben gegen 6 rgrei=fung oon Sttaßregeln, tote einen bloß pljttologifdjen Sefyrftanb ^eroorgnrnfen im ©tanbefinb, uadjbem. et ein gletdjed Verlangen fd)on früher (bad @i)mnafialfd)ulwefen inSamern jw. 1824 ttnb 43, ©. 111), freilid) in nacfffter Sejie^ung ju ben fat^olifd^en©dmien, audgefprod)en hatte. 3Iud) anbere pahen biefe Verbinbung ( 5 . 33. ©üntfyer,bad ©d)ttlwefen im proteftant. ©taate, ©. 345 ff. 355. ©IfauloW, @t)mnafial=fpaba=gogif, ©. 228) wenigftend foweit feftgeljalten, baß bet pfyiioiogifdje i ! et)rer notl)Wenbigjur @rtf)eilung bes fMigtondunterridjtd befähigt fein muß.*) Sefentlid) wirb jebod) beibiefer Verbtnbung beiber ©tubien hetworjttfieben fein, bafj bad päbagogifdje 3ntcr=effe unb 33ewußtfein ein t)eroorfted)enbed fein muß «nb bafj bad Se^ramt am @t)m=nafium nidjt atd ein bloßer ©ttrd)gang gut Pfarre betrad)tet werben barf. Senn edaud) nidjt ju leugnen ift, baß bad ©djulamt eine gute Vorbereitung aud) junt geiftli»d)en SBerufe fein unb mand)er tsieljäfjrige ©dfttlmann nod) mit großem ©egen im©ienfte ber Slirdfe arbeiten faun, fo wirb bocf) oljtte Bweifet immer bie äMjrjaljl ber©tymnafiaHetjrer atd foldje angefeljen Werben mäßen, bie bie ?el)rtl)ätigfeit am @t)mtia=fium jnr eigentlid)en unb audfdjtiejjlidjen Sebendaufgabe bemalten. 3n biefem ©inneerfdfeint ber furf)effifd)e (Maß toorn 3al;r 1847, baß bie tiinftigen @t)mnaftallef)rer bad©tubinnt ber Geologie mit bem ber pjilologte oerbinben unb in beiben ^adjern ifyrSyatnen madjen mäßen, wenn fie 3lnftettung tjaben wetten (woju bort ff ater nod) bie33erfftid)tung jur Drbination für atte 9MigtondIeI)rer gefommen ift), wenn berfetbeaud) nid)t in ber Seife, Wie ed in ber ißübagog. fKeoue (1847 V. 16, ©. 372 ff.)gefdfetjen ift, einfeitig unb ungünftig beurttjeitt werben barf, bod) atd eine jn ftarte^orberung, Weldjer nur öott wenigen in red)ter Seife wirb genügt werben lönnett.(Sin geWißed SOtaß tt)eotogifd)er SSifbung Wirb im ©djutamtdeyanten für atte @t)mna=fiatte^rer ol)ne Uuterfd)ieb, ein I)öl)ered für biejenigen, weldje jur ®rtt)eilung bed 9?eti=giondunterrid)td befähigt fein Wotten, feftgefefet Werben mäßen, ©ie '§auptfad)e inbeffenmuß bafür immer auf ber Unioerfität unb burd) bie päbagogifdfen ©eminarien gefdfefyen,bie neben ben pfülofogtfdfen fid) immer me^r atd eine 97otl)Wenbigfeit erweifen werben,©emt Wenn wir fcfyon barin £>erbft (bad clafftfdje Slttert^um in ber ©egenWart, befott*berd ©. 174 ff.) 3fed)t geben müßen, baß bie ffyitotogifdjen ©eminarien in t^rer gegen*wärtigen ©eftalt nid)t in bad antife Seben einjufütjren geeignet finb, mithin nid)t inber redjten unb genügenben ©tettung 31 t bem Separate an ben ©fumafien fielen; fobürfen wir nod) weniger bie Hoffnung hegen, baß bie tiefere Einheit gwifdjen ben
feit, baß ein Slieotoge, Wenn feine Steigung ober ^Befähigung jum SehrerBeruf fid) in ber ißrayidnid)t atd attdreid)enb erweidt, Wad im boraitd nid)t immer fo teid)t erfannt werben fattit, fid)bann bod), mit ©rfahrungen Bereichert unb für bad ürddidfe SInit nicht Weniger tüchtig gewor*ben, bem geifttid)en SBerufe juwenben faun. $. SReb.
*) ®iefe ©ifferenj fd)eiut und auf .einer grage 31t Beruhen, über Welche bie Steten noch nichtgefd)toffen finb. ®aß bie ctaffifd)e Sßfntotogie feit g. 2 t. SBotf 3U einer bed Kantend würbigen2Btffenfd)aft 00m 2ttterthum geworben ift, muß anerfannt werben; aber ob nicht mancher junge^Philologe auf ber Uniberfität, eben Weit er purus putus philologus ift, fid) 51t wenig mit ben©egenftänben feines Jünftigen ©bmnafiattehramtd, 311 benen nidjt allein bie ctaffifdje ißhüotogiegehört, 31t audfchtießtich mit ber (sit venia verbo!) afabemifdjen iphüotogie Befchäftigt? obnicht mancher ©bntnafiattehrer in ^Jolge beffen fdjwerer 3ur ftaren ©rfenntnid beffen gelangt,Welcher Stufgabe bie Staffifer int ©hmnaftum bienftbar finb? ob nicht mancher junächft ÜJtithehat, bad, Womit er fid) auf ber Uniberfität befdjaftigte, jtt bergeffen, um fid) in bad hüteugu*leben, Wad feine ©chüter bebürfeit? ©iefe unb ähutiihe g l ' a 9 e n mödjten nod; Weiter 31t erwägenfein, ehe man ftd) gegen 9 totl)d 2tnfid;t entfeheibet. ©in Siingting, wetd)er iPhdofobhie unb®heotogie ftubirt, befd)äftigt fich mit ©egenßänben, bie jnr ©eeleitteitung unb ©eetenftflege ge*hören; ein ©bmnaftaltehrer, welcher biefeit fein Sntereffe ttnb Stachbenfen nicht sugewenbet hat,ift mangelhaft für feilten 53 eruf audgeriiftet; bie SttterthumdWiffenfchaft an ftd; wirb fein Sebürfnidin biefer Stiftung nicht befriebigen, ihn nidjt befähigen ju erziehen unb ersiehenben Unterridht3U geben. — SÜßotfd Stuftet f. in 2 t. SBotf.... b. Struotbt" S 3 b. I. ©. 97 . ®. 9 teb.