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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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©roßbritannicn unb 3 rtanb.

für ©ton geiüäl;lt, int SUter non 9—14 Saljren. §ür bie »erfdjiebetten SllterScIaffenWerben oerfdjiebene fragen gegeben unb aud aßen ©anbibaten bie retatio beften getränt.Sa ber 3“brang 51 t ben ©tiftdfteßen feljr ftarf ift, fo ftnb aud) btefe ©yamen fetjrftreng. Senn nun ein Knabe etwa im 11 . 3al)re in bie Stiftung eintritt unb bengangen ©urd burdj bie obere ©djute burdjmadjt, fo fann ed nidjt festen, baß er mitbebentenben pI;itotogifd)cn Kenntniffen audgeftattet bie Unioerfität begieX;t.

Sad in ©ton fo überwiegenbe claffifdje ^ringip ift in ben «reiften attbern 9Itum=naten etwad mobificirt worben. 3 n Siugbt) g. 23. befdjränfte Strnotb, nid)t oljne 9ln=ftoß gu geben, bad 23erfeniadjeu unb führte üDtattjematif, grangijfifdj unb Seutfdj ein.3n Sefttninfterfdjool mäßen alte Knaben SDtattjeinatif: lernen, unb bie ©djiiler berobern ©djute (mit Slitdnaijme ber IV. ©taffe) im gangen, etwa 2 / 3 ber Knaben §ran=gofifdj. SBeibe fyädjer gehören t;ier gum ©djulptan.

23ticft man gurüd auf bie eigenttjümtidje Drganifation biefer ©djuten, fo erfdjeint©ton Bor atten wie ein altes Kfofter mit mannigfadj gefreugten ©ängen unb Bielen @e=mädjern, in betten ed nidjt leidjt ift fid) guredjt gu finben. ©ton gteidjt nidjt anberngroßen 3nftituten. ®d ift eine Knabenunioerfität. Sie fpäufer ber Autoren finb,-äl)n=tid) wie bie ßoßeged in Oyforb unb ©ambribge, ©djuten für ftd). Ser Sutor ift bereigentltdje ©rgieljcr unb infofern audj ber §au|5tlef)rer für bie eingetnen ©djüter, atdbiefe Born ©intritt in bie IV. ©taffe bis gurn ©djluß ber ©cfjutgeit bei itjin bleiben,unter feiner Leitung bie Ijier fo widjtigen ißrioatftubieu treiben, ßtaffifer mit il)m tefen,alle ©djnlarbeiten fertigen unb oon itjm corrigiren taffen, e!)e fie fie in ffteinfdjriftbem ©taffeleljrer oorgeigen. Ser ©lafgtetjrer reoibirt eigetttlid) nur bie ©orrectur bedSutord. ©r tarnt aud ber corrigirten Slrbeit taum erfeljen, Wad ber ©djüter wirftid)weif), aud) aud ber miinbtidjen Ueberfejmng in ber ©taffe nid)t, wiefern ber ©djüterfid) fetbft Borgitbereiten im ©tanbe ift. Sie ©djule ift eine Slrt Slnta, welche bieSutorent)äufer controUirt, auf bad Saß, nidjt auf bad Sie ber Seiftungen, auf badSiffen ber Section, nidjt auf bad Sonnen fieljt. Siefed Ijödjft eigenttjümtidje ©tjftemmüßte für bie Sutoren brüdenb fein, wenn fie nidjt gugleidj Slaßtetjrer wären. ©0aber controttiren bie Seiner eittattber in ihrer hoppelten ©apacität atd Sutoren unb©laßle^rer, unb bie betreffenben Seljrer galten, wie ed fdjeint, biefed ©Aftern für Ijödjftgweefmäßig. Sie aber ein üßtann bad atted bereinigen tarnt, ©taßunterridjt, Seitmtgber ©tubien Bon 30—40 3ögtingen in feinem £iaud unb etwa 30 Knaben, bie beiDames Wonnen, nebft ißrioattectionen mit betten Bon jenen 3ögtingen, bie feine ißrioat*goglinge ftnb — bad gn begreifen ift einem SSidjteingeWeiljten unmöglid). §ür bietiidjtigeren Knaben mag fotdje Seitung genügen, aber baß mittelmäßige, bie ber 9?ad)=hülfe am meiften bebürfen, habet gu furg tomntett, ift metjr atd Watjrfdjeiulidj. Sod)tjat audj Strnotb bie 3 a fß Bon 30 3ögtingen für Sitten Sutor nidjt gu Ijod) gefunben.Um aber ein Urttjeit über biefed ©tjftem gu fällen, mäßen bie Seiftungen biefer Sllum»nate mit benen ber anbern ©djuten Berglidjen werben, Wad jebodj erft am ©djtuffebiefed Strtitetd mögtidj ift, nadjbem äße ©djuten betradjtet Worben ftnb. Sie große3aljl ber Knaben müßte bie Sidciptin faßt unmögtidj madjen, wenn bie Knaben nid)tfetbft eittanber in 3 nd)t hielten mittetft bed atten gaggingftjftemd, benn eine poligeitidjeSluffidjt burdj Seljrer ober gar burdj befonbere Sluffeljer ift ebenfo bem ©eift biefer©djuten atd bem angeerbtett fyreitjeitdfinn ber ©ngtänber guwiber. 3 ened ©tjftem tannmidbraudjt werben unb iß Bietfadj midbraudjt Worben, unb bod) reben itjm bie SDSänner,bie ed aud ©rfatjrung f'ennen, bad Sort, audj Strnotb, ber ed gu oerebetn fudjte. ©dfdjüht bie Jüngern Knaben am beften gegen ben SDSutljwißen ber Scannen (Ballics),ba bie „Oberen Knaben" (Upper Boys), b. Ij. bie ber VI. unb V. gerat (außer berunteren fünften) in ©Ijren gebunben finb, itjre güdjfe gu befdjüfcen. Slße oberen Kna=ben nun, namentlich bie ber VI. gorm, bie eine Sttittelfteßung gwifc^en Seljrern unb©Jätern einnetjuten, wählen ihre güdjfe aud ben „Untern Knaben" (Lower Boys),b. h- benen ber llemove unb IV. gorm, unb biefe treten meift gerne in bad ©tienteü