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Nabclbruch — Nabuchndonosor.
die Narbe eine sebr vertiefte, u. der Rand derselben,der durch dicht gekreuzte Sehnenfasern der weißenLinie gebildet wird, scharf vorspringend. Bei Säuge-thieren bleibt auch eine Spur der früher erfolgtenAblösung der Nabelschnur, doch bei keinem so deut-lich, als beim Menschen. 2 ) (Bot.), so v. w. Nilum.3) Überhaupt bei Pflanzenorganen eine eingedrückteStelle, wie z. B. bei den Apfel- u. manchen Beeren-u Steinfrüchten. 4)(Buckel,Cmbo),dieerhöhte Mitteder Hutfläche eines Pilzes. H Jahn. Y-i) Engter.
Nabelbruch, s- unter Bruch, u. Nabelbruch-band, s. u. Bruchband.
Nabelschnur (Nabelstrang, I'unisnlns uuibi-Uoaiis),einamEndederSchwangerschaftetwafinger-dicker, gewundener Strang, welcher die Verbindungder Frucht u. Mutter herstellt, am Nabel des Kindesentspringt und im Mutterkuchen endigt. Die N. hateine Durchschnittslänge von 50 cm und besteht ausLerN-scheide, die nochvom Amnion herrührt, ausden Nabelgefäßen (2 Arterien u.1 Vene) u. auseiner durchsichtigen, schleimig fibrillären Masse, derWhartonschen Sülze. Die Nabelarterien ent-springen in frühester Zeit direct aus dem Aorten-stamme, späterhin aus den Liberias Iiz'poAasbrioasu. verlaufen, ohne Äeste abzugeben, in den Mutter-kuchen; sie bringen das vom Fötus verbrauchte Blutin den mütterlichen Organismus zurück, währenddie Vene arterielles mütterliches Blut dem Fötus zu-führt. Die Länge der N. ist häufig sehr verschieden;sehr lange (150—180 em) schlingen sich häufig umden Hals des Kindes und es kann dadurch bei derGeburt zur Erdrosselung desselben kommen, od.eine solche lange N. fällt bei der Geburt vor, wirdgequetscht und das Kind erstickt, wenn nicht schnellHilfe geschasst wird. Seltener ist die dl. sehr kurz(z—10 vm). Ferner findet man nicht selten Kno-ten in der N.; man unterscheidet falsche Knoten,wenn an einzelnen Stellen die Sülze sich knollig an-gehäuft hat, und wahre Knoten; die letzteren ent-stehen bei langer N-, wenn der Fötus bei seinen Be-wegungen durch eine Schlinge schlüpft und diese zu-zieht. Je nach der Menge der Sülze unterscheidetman magere u. fette N. Die Anhestungsstelle derN. am Mutterkuchen ist meist zur Seite der letzteren(lusertüo maiAiualis), selten in dessen Milte (lussr-tio esubralls). Sobald das Kind geboren ist undeinige Athemzüge gethan hat, hört in der N. die Pul-sation aus; die Hebamme schneidet nunmehr mit derN-scheere die N. etwa 1H bis 2 Zoll vom Nabelentfernt durch, nachdem sie zuvor zu beiden Seitendes beabsichtigten Schnittes durch ein derbes Bänd-chen die N. unterbunden hat, um ev. Blutungen zuverhindern(Abnabelndes Kindes). Nach5—7Tagenfällt der letzte Rest der N. als cingetrocknete Masseab, der Nabel des Kindes ist vernarbt. Kunze.
Nabekstrang, so v. w. Nabelschnur.
Nabha (Narbah), indobrit. Lehnsfürstenthum inSirhind(PräfidentschastPendschab), im W. von Pat-tiala gelegen, 2082 sIZsim, 227,265 Ew.
Nabich, Posaunenvirtuos, geb. 1815 in Altstadtbei Waldenburg; sollte Maler werden, wandte sichaber bald unter der Anleitung des Stadtmusikdirec-tors Schröder in Glauchau der Musik, bes. dem Po-saunenspiel zu, worin er es, nach nochmaligem Stu-dium in Paris, so weit brachte, daß er die erfolg-reichsten Concertreisen unternehmen konnte. Er war
von 1849—1855 Mitglied der Weimar. Hofcapelle,ging dann nach London u. lebt seit mehreren Jahrenin Leipzig.
Nabis, Lakedämonier unbekannter Abkunft, wel-cher sich nach dem Tode des Machanidas (207 v.Chr.)der Herrschaft in Lakonien bemächtigte; er war einkraftvoller, aber furchtbar grausamer Tyrann undwüthete mit allen Mitteln gegen die alte spartiatischeOligarchie. Ein Todfeind der Achäer, nahm er beidem Kriege zwischen Rom n. Philipp V. von Make-donien, obwol ihm der König 197 v. Ehr. Argos ab-trat, gegen Philipp Partei, reizte aber auch die Rö-mer durch seine Piraterie. Daher zog schließlich mitrömischen u. achäischen Truppen Flamininus i. I.195 gegen ihn aus, besiegte ihn, ließ ihm nurSpartau. entriß ihm die eleutherolakonischen Städte. Dar-auf sing N. (192) einen Krieg mit dem AchäischenBunde an, wurde aber von Philopömen an demBerge Barbosthenes geschlagen u. nachher verrathe-risch von seinem Verbündeten, dem Ätolerführer Ale-xamenos, (192) getödtet. Hertzberg.
Nablus (Nabulns), Hauptstadt eines Limas imafiat.-türk. Vilajet Syrien in fruchtbarem, reich be-wässertem Thale, zwischen den Bergen Ebal u. Ga-rizim; 5 Moscheen (darunter Dschami el Kabir mitschönem Portal), mehrere Synagogen, große Kauf-halle; Baumwollenweberei, 22 Seifenfabriken uuoreger Handel; (1874) 6625 männl. Ew., also ins-gesammt etwa 13,250, darunter nur 140 Samari-taner. Das alte Sichern (s. d.) wurde zu Ehren desröm. Kaisers Claudius Vespasiauus mit dem Namen§kavia Usapolis belegt, woraus später der arabischeName N. entstand. Schroot.
Nabob (aus dem persischen Nawab, d. i. einAbgeordneter), in Indien in dem Reiche des Groß-moguls der dem Subahdar oder Statthalter einerProvinz untergeordnete Civil-Gouverneur, welcherzugleich Befehlshaber der Truppen war; nach demSturze des Großmogulischen Reiches die indischenHäuptlinge, welche sich den Engländern als Vasallenunterwarfen; endlich (im abendländischen Sprach-gebrauchs) Jeder, der sich große Reichthümer er-worben hat und glänzend lebt.
Nabonassar (Nabnnatir), wahrscheinlich assyri-scher Vasallenkönig in Babylon, welcher 747 v.Chr.den Versuch eines Abfalls von dem Großkönige vonNinive machte. Nach ihm ist die N-ische Ära be-nannt, anfangend 26. Dec. 747, s. Jahrrechnungb, S. 563 u. Jahr s, S. 561.
Nabonetos (Nabonid, Nabunita, Nabunahid,d.h. Nebo ist erhaben, beiHerodotLabynet, imBucheDaniel: Belschazar-Bel, schirme den König), ward554 gegen den Sohn Neriglissars zum König vonBabylon erhoben, regierte bis 538, wo Kyros durchAbleitungdes Euphrat indenSipparase dasBett desFlusses trocken legte u. an einem Feste dieStadtBa-bylon erstürmte, während in einem jTheile der StadtTänze u. Gelage waren, wozu auch der Bericht inDaniel, Cap. 5, über Usus IsicsI paßt.
Nabopolassar (Nabupalussur), wurde 625 v.Chr. assyrischer Statthalter von Babylon, vernichtetemit metrischer Hilfe 609—606 v. Chr. das AssyrischeReich, war seitdem selbständiger Herrscher des neusich aufbauenden Reiches von Babylon und starbgegen Ende des Jahres 604; s. Babylonien S. 490.
Nabnchodonosor, so v. w. Nebukadnezar.
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Pierers Unirersal-ConversationZ-Lcxikon. k. Aufl. XIII. Band.