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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
Seite
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Mitskol

arbeitete und wurde 1821 Professor der Chemie amder Universität, und der Physik und Chemie au derchirurgischen Akademie für das Militär in Berlin;er st. 28. Aug. 1863 bei Berlin. Er entdeckte schon1818denZusammenhang zwischen derKrystallgestaltu. der chemischen Zusammensetzung, die Isomorphie,u. 1821 dieDimorphie. Er wies 1823 die ungleicheAusdehnung der Krystalle durch die Wärme nach u.erwarb sich auch um die organische Chemie VielsacheVerdienste. Er schr.: Lehrbuch der Chemie, Berl.182930, 2 Bde., 5. A. 1853. u Eberhard. 2> r.

MUskal(Metikal,Muskati), Gewicht, m der Tür-kei für kostbare Maaren4,^2» in Ägypten sür

Perlen4,inPersien (Miskal) Münzgewicht 4,2sZ; in Marokko Rechnungsmünze 10 Uckie(Unzen) 4 tunesische Piaster.

Aiittag,1) (wahrer M.) derMoment des Tages,in welchem die Sonne ihren höchsten Stand am Him-mel erreicht, oder durch den Meridian geht. Die Zeitzwischenzweizunächst auseinander solgenden wahrenM-en heißt ein wahrer Sonnentag. 2) Da aberdie Länge der wahren Sonnentage im Laufe desJahres sich ändert, so fingiren die Astronomen einesog. mittlere Sonne, die in genau gleichen Zeitab-ständen culminirt. Mittlerer M. ist der Augen-blick, in welchem der Mittelpunkt dieser imaginärenSonne in den Meridian des Beobachtungsortestritt.Um Len mittleren M. (verbesserten M.) der Uhr zufinden, muß man die Mittagsverbesserung,L. h. die Correction an dem, aus correspondirendenSonnenhöhen hergeleitetcn wahren (unverbesserten)M-e anbriugen. Zur Bequemlichkeit der Beobachterhat man Tafeln der Mittagsverbesserung od. Zeit-gleichung (s. d.), aus denen dieselbe für jeden Tagim Jahr leicht entnommen werden kann. Der wahreu. der mittlere M. differiren bis zu etwas über 16Secunden; nur viermal im Jahre stimmen sie fastganz überein. 3) Die Himmelsgegend, in welcherdie Sonne culminirt; also aus der nördl. HalbkugelSüden, aus der südl. Norden. Mittagspnnktod.Südpnnkt, der Durchschnittspunkt des Meridiansmit dem Horizont nach der Richtung hin, in welcherdie Sonne bei uns im NN. steht.

Mittagsfernrohr (Durchgangssernrohr, Pas-sage-Instrument, Culminatorium), ein Fernrohr,welches sich nur in der Ebene des Meridians drehenläßt. Es dient dazu, den Durchgang der Gestirnedurch den Meridian des Orts (d. i. ihre Culmination)zu beobachten u. entweder, wenn der Ort des Ge-stirns an der Himmelskugel bereits bekannt ist, dar-nach den Gang der Uhr zu reguliren, od. wenn manden Gang der Uhr kennt, die Rectascension des Ge-stirns zu bestimmen.

Mittagskreis u. M-linie, sov. w. Meridiane.

Mittel (Math.), ursprünglich eines der beidenmittleren Glieder einer Proportion. Das arith-metische M. zwischen zwei Größen ist die Hälfteder Summe derselben; von mehreren Größen dieSumme derselben dividirt durch die Anzahl der Grö-ßen. Das geometrische M. von 2 Größen ist dieQuadratwurzel aus ihrem Products; von n Größendie n te Wurzel aus dem Producte derselben. Dasharmonische M. zweier Größen ist ihr doppeltesProduct,dividirtdurch ihre Summe. S. Proportion.

Mittel, s. Medium. sBuchrucker.

Mittel (Bllchdr.), eine 14 typographische Punkte

Mittelalter.

starke Schrift; Doppelmittel, eine noch einmal sostarke Schrift.

Mittelalter, der große Zeitraum der Weltge-schichte, welcher zwischen dem Mterthum oder derantiken Welt n. der nenernZeit od. modernsnWelt,liegt u. die Zeit des Werdens u. des Übergangs bil-det, dabei aber sein eigenthümliches, charakteristischesGepräge trägt. Da welthistorische Ideen, welcheganze Epochen u. Zeiträume charakterisiren, nie plötz-lich, ohne langeVorbereitung n. andauernde Kämpfevermittels eines einzigen Ereignisses, sondern all-mählich mittels einer Reihe von Entwickelungen undBegebenheiten ins Leben treten, sich zu einem Gan-zen gestalten u. die Herrschaft gewinnen können, soläßt sich mit chronologischer Bestimmtheit weder An-fang , noch Ende des M-s in diesem, auf den wahr-haft weltgeschichtlichen Schauplatz (s. Geschichte) be-schränkten Sinne angeben, weshalb auch die Grenz-punktc von verschiedenen Historikern sehr verschiedenangenommen worden sind. Die meisten derselbenlassen dasselbe mit dem Beginne der Völkerwander-ung durch den Einbruch der Hunnen (375 v. Ehr.)beginnen u. mit der Entdeckung von Amerika (1492)schließen. Im Allgemeinen zeigt das M. ein Vor-walten der rohen, der persönlichen Kraft, des Ge-fühls, der Abenteuerlichkeit, der Schwärmerei, einergewissen gesteigerten und vergeistigten Sinnlichkeit.Während sich in Europa ans Len Trümmern desRömischen Reichs die politische Welt der Germanen,des wichtigsten Volks des ganzen Zeitraums, erhob,verbreiteten die Araber ihre Macht im Orient; andie Stelle des alten Heidenthums traten zwei neuegeofsenbarte Religionen, das Christenthum und derIslam; während der Orient nach vielen Erschütter-ungen , Bewegungen u. Veränderungen unter reli-giös-kriegerischem Despotismus erlag, bildeten sichim Abendland Nationalitäten u. Staaten, traten daskirchliche und politische Leben unter den eigenthüm-lichen Gestaltungen des Feudalsystems n. der Hier-archie in die Erscheinung. Nachdem die Verhältnisseder germanischen Eroberer zu den eroberten Ländernsich geordnet u. fester bestimmt hatten, bildeten sichdie innewohnenden mitgebrachten Eigcnthümlichkei-ten des germanischen Volkscharakters mit den Vor-gefundenen Formen der Cnltur und des Lebens zueinem neuen selbständigen Ganzen aus; die den Ger-manen eigenthümliche Achtung für das Weib wurdedie Grundlage eines edlern Familienlebens, Nitter-geist und Bürgersinn erzeugten fromme Kraft undbiderbe Männlichkeit; der schwärmerische, auf dasUnendliche gerichtete Sinn der Zeit zeigte sich theilsin derNeigung für abenteuerliche, kriegerische Unter-nehmungen (Kreuzzüge), theils in dem Erblüheneines großartigen Stils der Baukunst u. der Malerei(Romanischer, Gothischer Kunststil), wie in den un-sterblichenWerkeneinerphantastisch-gewaltigenDicht-kunst (Wolfram von Eschenbach, Dante), In den ein-zelnen Epochen des M-s treten wieder verschiedenebesondere und eigenthümliche Richtungen mehr oder-minder hervor. Gewöhnlich und am zweckmäßigstennimmtmanderendreian. Die erste Periode zeigtden Kampf zwischen den alten römischen und venneuen germanischenElementendes Lebens; sie reichtvon der Völkerwanderung bis zur Theilung derFränkischen Monarchie (843). Infolge Trennungder morgen- u. abendländischenKirche entwickelte sich