Judas sieget. 2 Maccab äer 8. 9. Atttiochus ist krank. 989
23 . Darnach ließ er Eleazar das heilige Buchlesen und gab ihnen ein Zeichen, daß ihnen Gotthelfen würde, und zog also vorne an der Spitzevor den andern her, und traf mit dem Nieanor.
2^. Aber der allmächtige Gott stand ihnen bey,daß sie das ganze Heer in die Flucht schlugen,und viele wund machten, und bey neun tausenderschlugen.
25 . Und jagten denen nach , die da gekommenwaren, daß sie die Juden kaufen wollten, undnahmen ihnen das Geld.
26. Doch mußten sie gleichwohl wieder umkeh-ren ; denn es war der Abend vor dem Sabbath.Das war die Ursach, daß sie aufhöreten jenennachzueilen.
27. Darnach plünderten sie, und nahmen denHarnisch und Wehre, und hielten den Sabbath,und lobten und priesen Gott, der sie auf denTag erhallen, und wieder angefangen hatte,seine Gnade zu erzeigen.
2 8 . Nach dem Sabbath Lheilten sie den Raubaus unter die Armen, Witwen und Waisen;und das Uebrige behielten sie für sich und ihreKinder.
29. Und sie hielten ein gemein Gebeth, daßder barmherzige Gott wollte seinen Zorn gar vonihnen abwenden.
30 . Darnach thaten sie viele Schlachten mitLimotheo und Bacchide, und erschlugen überzwanzig tausend Mann, und eroberten die Fest-ungen ; und lheilten den Raub gleich unter sich,und unter die vertriebene Waisen, Witwen undAlten.
3 1. Und da sie geplündert hatten, brachten siedie Waffen auf die Festungen, und führeten auchgroßen Raub gen Jerusalem.
32. Und brachten um einen Hauptmann beyTimotheo, einen gottlosen Mann, der die Judensehr geplagt hatte.
Das 9. Capitel.
Don Anliochi schändlichem Tode.
I.ltm dieselbige Zeit mußte Antiochus mit" Schanden aus Persien abziehen.
2. Denn als er gen Perfepolis gezogen war,und hatte sich da unterstanden, die Kirche zuplündern und die Stadt einzunehmen; warendie Bürger auf, und wehreten sich, und triebenden Anriochus zurück, daß er mit Schandenmußte abziehen.
3 . Als er nun zu Ecbatana war, kam es vor
ihn, wie es Nieanor und Timotheus ergangenwäre.
Da ergrimmete er, und gedachte die Schmachan den Juden zu rächen, und fuhr Tag undNacht, daß er ja bald hinkäme. Denn es triebihn Gottes Zorn, daß er so 'frech geredet hatte,alsbald er gen Jerusalem käme, so wollte eraus der Stadt eine Todtengrube machen. *». n.
5. Darum strafte ihn der allmächtige Herr,der Gott Israels, mit einer heimlichen Plage,die Niemand heilen konnte. Denn alsbald ersolches geredet hatte; kam ihn ein solches Reissenim Leibe an und so ein großes Grimmen in denDärmen, daß man ihm nicht helfen konnte.
6. Und zwar es geschah ihm eben recht, darum,daß er andere Leute mit mancherley und zuvorunerhörter Marter geplaget hatte.
7. Noch ließ er von seinem Trotz nicht ab, son-dern ward noch wüthiger, und brannte vor Bos-heit wider die Juden , und eilete; und im Ren-nen siel er von dem Wagen so hart, daß es ihnin allen seinen Gliedern riß.
8. Da mußte der, so zuvor sich vor großerHoffart dünken ließ, er wollte dem Meer gebie-then und die Berge auf einander setzen, voneinem einigen Fall sich in einer Sänfte tragenlassen, daß frey Jedermann an ihm sah die Ge-walt Gottes.
9. Es wuchsen auch Maden aus dem verfluchtenLeibe, und verfaulte mit großen Schmerzen,daß ganze Stücke von seinem Leibe fielen; undstank so übel, daß Niemand vor dem Gestankbleiben konnte.
10. Und der sich zuvor dünken ließ, er rühretean den Himmel, den konnte Niemand tragen,um des unleidlichen Gestanks willen.
11. Da mußte er von seinem Hochmuts) ab-lassen, und sich erkennen, weil er von Gott soangegriffen war, und die Schmerzen immergrößer wurden.
12. Und da er zuletzt den Gestank selbst nichtmehr erleiden konnte, da sprach er: Es ist jarecht, daß * man sich vor Gott demüthige, unddaß ein sterblicher Mensch nickt so vermessensey, daß er sich dünken lasse, er sey Gott gleich.
* c. 7, 37. i Macc. 6/ 12 .
13. Und der Bösewicht hob an, und bethetezu dem Herrn, der sich nun nicht mehr über ihnerbarmen wollte;
i^. Und verhieß, daß er die heilige Stadt, dieer zuvor gedachte zu vertilgen und eine * Lodten-grube daraus zu machen, frey wollte lassen.' v. 4.