Sieben Brüder samt
2 Maccabaer 7.
der Mutter getödtet.
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erfahren , wie mächtig Gott ist, der ' dich unddein Geschlecht plagen wird. ' c. 9, 6.
18. Nach diesem führeten sie den sechsten auchherzu. Derselbige sagte auch, da er jetzt sterbensollte: Du wirst mich nicht so betrügen; dennwir haben dieß Leiden wohl verdienet/ darum/daß wir uns an unserm Gott versündiget haben;und er handelt schrecklich mit uns.
19. Aber es wird dir nicht so hingehen/ daßdu also wider Gott tobest.
20. Es war aber ein großes Wunder an derMutter/ und ist ein Exempel/ das wohl werthist / daß man es von ihr schreibe. Denn sie sahihre Söhne alle sieben auf einen Tag nach einan-der martern / und litte es mit großer Geduldum der Hoffnung willen / die sie zu Gott hatte.
21. Dadurch ward sie so muthig/ daß sie einenSohn nach dem andern auf ihre Sprache trö-stete/ und fastete ein männlich Herz, und sprachzu ihnen:
22. Ich bin ja eure Mutter/ und habe euch
geboren ; aber * den Odem und das Leben habeich euch nicht gegeben/ noch eure Gliedmaßenalso gemacht. * Gcsch. 17,2s.
23 . Darum so wird der/ der die Welt undalle Menschen geschaffen hat/ euch den Odem unddas Leben gnädiglich wieder geben; wie ihr esjetzt um seines Gesetzes willen waget und fahrenlasset.
24. Da Antiochus dieß hörete/ meynte er/ sieverachtete und schmähete ihn auf ihre Sprache;und nahm den jüngsten Sohn vor sich/ der nochübrig war/ und vermahnete ihn mit guten Wor-ten/ und geredete ihm mit einem Eide/ wenner von seinem väterlichen Gesetz abtreten wollte/so sollte er einen gnädigen Herrn an ihm haben/und wollte ihn reich und einen Herrn aus ihmmachen.
25. Da er sich aber nicht wollte bereden lassen;ließ der König die Mutter vor sich kommenund vermahnete sie/ sie wollte dock den Sohndahin bereden / daß er bey dem Leben erhaltenwürde.
26. Da er sie mit vielen Worten gebethenhatte; sagte sie ihm zu/ sie wr-ltte es thun.
27. Aber sie spottete nur des Tyrannen. Dennsie ging zum Sohne / und redete heimlich aufihre Sprache mit ihm, und sprach:
28. Du mein liebes Kind/ das ich'neun Mo-nathe unter meinem Herzen getragen / und beydrey Jahren gesauget, und mit großer Müheauferzogen habe; erbarme dich doch über mich.
Siehe an Himmel und Erde/ und alles/ wa§darinnen ist: dieß hat Gott alles aus nichtsgemacht/ und wir Menschen find auch so gemacht.
* Weich. 7/ 2.
29. Darum fürchte dich nicht vor dem Henker,sondern stirb gerne / wie deine Brüder / daß dichder gnädige Gott samt deinen Brüdern wiederlebendig mache / und mir wieder gebe.
3 0. Da die Mutter mit dem Sohne noch alsoredete, sprach der Jüngling: Worauf harretihr? Gedenket nur nicht / daß ich dem Tyrannenhierinnen gehorsam seyn will; sondern ich willdas Gesetz halten/ das unfern Vätern durchMose gegeben ist.
3 1. Du aber/ der du den Juden alles Leidanlegest/ sollst unserm Herrn Gott nicht ent-laufen.
32. Wir leiden um unserer Sünde willen,das ist wahr.
33. Und obwohl der lebendige Gott eine Weileüber uns zornig ist / und uns straft und züchti-get; so wird er doch seinen Knechten wiederumgnädig werden.
34 . Aber du gottloser verfluchter Mensch,überhebe dich deiner Gewalt nicht zu sehr, undtrotze nicht auf die eitle Hoffnung, daß du dieKinder Gottes verfolgest.
35 . Denn du bist dem Gericht des allmächtigen
Gottes, der" alle Dinge siehst, noch nicht ent-laufen. * c. 12 / 22 .
36 . Meine Brüder, die eine kleine Zeit sichhaben martern lassen, die warten jetzt des ewigenLebens nach der Verheissung Gottes. Du abersollst nach dem Urtheil Gottes gestraft werden,wie du mit deinem Hochmuth verdienet hast.
37 . - Ich will mein Leib und Leben um meinerVäter Gesetz willen dahin geben, wie meineBrüder, und zu Gott schreyen, daß er baldseinem Volk gnädig werde: Du aber' wirst nochselbst bekennen müssen, durch große Marterund Quaal, daß er allein der rechte Gott sey.
' i Mace. 6/ 12. 2 Matt. 9/ 13.
38. Aber Gottes Zorn wird an mir und mei-nen Brüdern wenden, welcher billig über unserganzes Volk ergangen ist.
39. Da dieß der König hörete, ward er tollund thöricht, und ließ ihn noch härter martern,denn die andern; denn es verdroß ihn, daß sieseiner noch dazu spotteten.
4 0. Also ist dieser auch fein dahin gestorben -und hat allen seinen Trost auf Gott gestellet.
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