950
Judas Maceabäus.
1 Maccabäer 3.
Seron geschlagen.
Das 3. Capitel.
Von der Kriegsrüstung Judä Maccabäi und seiner Feinde.
1. ^lnd " Judas Maceabäus kam an seines Va-
^ ters Statt. *c. 2 ,66.
2. Und seine Brüder und alle, die sich zumVater gehalten hatten, halfen ihm w-ider dieFeinds, und schlugen sie mit Freuden.
3. Judas erlangte dem Volk große Ehre; erzog in seinem Harnisch wie ein Held, und schütztesein Heer mit seinem Schwert.
Er war freudig wie ein Löwe, kühn wieein junger brüllender Löwe, so er etwas jagt.
5. Er suchte die Abtrünnigen und die Gottlosen,die das Volk drangen vom Gesetz abzufallen,und strafte und verbrannte sie,
6. Daß allenthalben seine Feinde vor ihm er-schraken und stohen, und die Abtrünnigen wur-den gedämpft, und er hatte Glück und Sieg.
7. Das verdroß viele Könige; aber Jakob wares eine Freude, und ihm ein ewiger Ruhm undEhre.
8. Er zog durch die Städte Juda, und ver-tilgte darinnen die Gottlosen, daß er den Zornvon Israel abwendete.
9. Und er war allenthalben im Lande berühmt,daß alle Unterdrückte zu ihm liefen.
10. Dagegen brachte Apollontus ein großesHeer zusammen, von Heiden und von Samaria,wider Israel zu streiten.
11. Da Judas das hörete, zog er gegen ihn,und that eine Schlacht mit ihm, und erschlugihn und einen großen Haufen Feinde mit ihm,die Uebrigen aber flohen.
12. Und Judas gewann den Raub, und nahmdes Apollvnius Schwert, das führete er hernachsein Lebenlang.
13. Darnach da Seron, der Hauptmann zuSyrien, hörete, daß die Frommen sich zu Judahielten und daß ein großes Volk bey einanderwar, sprach er:
i^. Ich will Ehre einlegen, daß ich im ganzenKönigreich gepriesen werde; und will Judamund seinen Haufen, der des Königs Geboth ver-achtet, schlagen.
15. Darum rüstete er sich und zog mit ihmeine große Macht, daß sie sich an Israel räche-ten, und kam bis gen BethHoron.
16. Da zog Judas gegen ihn mit einem kleinenHaufen.
17. Als sie aber die Feinde sahen, sprachen sie:Unserer ist wenig, dazu find wir matt von Fa-
sten ; wie sollen wir uns mit einem solchen großenund starken Haufen schlagen?
18. Aber Judas sprach: Es kann wohl gesche-hen, daß Wenige einengroßen Haufen überwin-den; denn Gort kann eben so wohl durch WenigeSieg geben, als durch Viele.
19. Denn'der Sieg kommt vom Himmel,
und wird nicht durch große Menge er-langet. * Ps. 141, 10.
20. Sie trotzen auf ihre große Macht, undwollen uns, unser Weib und Kind, ermordenund berauben.
21. Wir aber müssen uns wehren, und für unserLeben und Gesetz streiten.
22. Darum wird sie Gott vor unfern Augenvertilgen; ihr sollt sie nicht fürchten.
23. Da er also ausgeredet hatte, griff er dieFeinde an, ehe sie sichs versahen, und schlug denSeron und sein Volk in die Flucht,
2^. Und jagte sie von BethHoron herunterins Blachfeld, und schlug acht hundert zu tode;die übrigen flohen in der Philister Land.
25. Also kam eine Furcht in alle Völker um-her vor Juda und seinen Brüdern.
26. Und in allen Ländern sagte man von Judaund seinen Thaten, und es kam auch vor denKönig.
27. Da mm solches alles Antiochus hörete,ergrimmete er sehr, und schickte aus und ließaufbiethen im ganzen Königreich, und brachteeine große Macht zusammen.
28. Und griff seine Schätze an, und ordneteSold auf ein Jahr, und geboth, daß man stetssollte gerüstet seyn.
29. Da er aber sah, daß er nicht Geld genughalte, und daß das Land von wegen des Krie-ges, den er nun lange geführet wider das Gesetz,nicht viel geben konnte:
30. Besorgte er, er vermöchte die großen Ko-sten nicht länger zu tragen, wie bisher, da erSold und Gaben ausgegeben hatte, mehr dennalle Könige vor ihm.
31. Darum ward er betrübt, und zog in Per-sien , dasselbe Land zu schätzen und Geld aufzu-bringen.
32. Und ließ im Lande einen Fürsten mit Nah-men Lysias, den machte er zum Hauptmannüber das ganze Königreich, vom Euphrat an bisan Egypten;
33. Und befahl ihm seinen Sohn, den jungenAntiochus, dieweil er außer dem Lande seynwürde.