Träume.
Sirach 33. 34. 35.
Opfer der Gottlosen. 923
in den Stock; doch lege keinem zu viel auf, undhalte Maß in allen Dingen.
31. Haß du einen Knecht, so halte über ihn,als über dich selbst; denn wer ihm was thut,der meinet dein Leib und Leben. Hast du einenKnecht, ss laß ihn halten, als wärest du da,denn du bedarfst seiner, wie deines eigenen Lebens.
32 . Hältst du ihn aber übel, daß er sich erhebtund * von dir läuft; wo willst du ihn wieder
suchen? * t Kön. 2, 39.
Das 34. Capitel.
Was von Träumen zu halten scy.
1. Nnweise Leute betrügen sich selbst mit thö-^ richten Hoffnungen, und Narren verlassen
sich auf Träume.
2 . Wer auf Traume hält, der greift nach demSchatten, und will den Wind Haschen.
3. Träume sind nichts anders, denn Bilderohne Wesen.
4. Was unrein ist, wie kann das rein fern?Und was falsch ist, wie kann das wahr seyn?
s. Eigene Weissagung, und Deutung, undTräume sind nichts, und machen doch einemschwere Gedanken,
6. Und wo es nicht kommt durch Eingebungdes Höchsten, so halte nichts davon.
7. Denn Träume betrügen viele Leute, undfehlt denen, die darauf bauen.
8. Man darf keiner Lügen dazu, daß man dasGeboth halte; und man hat genug am WortGottes, wenn man recht lehren will.
9. Ein wohlgeübter Mann versteht viel; undein wohlerfahrner kann von Weisheit reden.
10. Wer aber nicht geübt ist, der verstehtwenig,
i i. Und die irrigen Geister stiften viel Böses.
12 . Da ich noch im Jrrthum war, konnte ichauch viel Lehrens, und war so gelehrt, daß iches nicht alles sagen konnte.
13. Und bin oft in Gefahr des Todes darübergekommen, bis ich davon erlöset worden bin.
14. Nun sehe ich, daß die Gottesfürchtige» denrechten Geist haben.
15. Denn * ihre Hoffnung stehet auf dem, der
ihnen helfen kann. * e. 2 ,6. 7 .
16 . Wer den Herrn fürchtet, der darf * vornichts erschrecken, noch sich entsetzen, denn Er
. ist seine Zuversicht. -Pf. 112,7.8.
17 . Wohl dem, der den Herrn fürchtet.
1 8. Worauf verläßt er sich ? Wer ist sein Trotz?
19. Die ' Augen des Herrn sehen aufdie, so ihn lieb haben. Er ist ein gewal-tiger Schutz, eine große Stärke, ein Schirm swider die Hitze, eine Hütte wider den heissenMittag, eine Huth wider das Straucheln, eineHülfe wider den Fall;
* e. 15, 20. Ps. 33, 18. c. 31, 16. f- Esaj. 4, 6. c. 25, 4.
20 . Der das Herz erfreuet, und das Angesichtfröhlich macht, und gibt Gesundheit, Leben undSegen.
(Anfang des 35. Capitels )
21 .Mer * von Unrechtem Gut opfert, deß Opferist ein Gespött: *S„r. 21,-7.
22 . Aber * solch Gespött der Gottlosen gefälltGott nichts überall. ' Esaj. 1,11.
23 . Die Gaben der Gottlosen gefallen dem Höch-sten gar nicht; und Sünden lassen sich nicht ver-söhnen mit viel opfern.
24. Wer von des Armen Gut opfert, der thut
* eben, als der den Sohn vor des Vaters Au-gen schlachtet. ' Esaj. 66,3.
25. Der Arme hat nichts, denn ein wenigBrot; wer ihn darum bringet, der ist einMörder.
26 . Wer einem * seine Nahrung nimmt, der töd-tet seinen Nächsten. *5 Mos. 24,6.
2 7. Wer' dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt,der ist ein Bluthund. *3 Mos. 19,13.
28 . Wenn einer bauet, und wiederum zerbricht,was hat er davon, denn Arbeit?
29 . Wenn einer bethet, und wiederum flucht,wie soll den der Herr erhören?
30 . Wer sich wäscht, wenn rr einen Todtenangerühret hat, und rühret ihn wieder an,was hilft den sein Waschen?
31. Also ist der Mensch, der für seine Sündefastet, und * sündiget immer wieder; wer solldeß Gebeth erhören, und was hilft ihn sein Fasten ?
* 2 Pet. 2, 20.
Das 35. Capitel.
Von Gott miß-und wohlgefälligen Opfern; und Trost für die Elende«aus Erhörung ihres GcbcthS.
1. " Lottes Geboth halten, das ist ein reiches
^ Opfer. * i Sam. 15,22.
2 . Gottes ' Geboth groß achten, das Opfer
hilft wohl. ' 1 Cor. 7, 19.
3. Wer Gott dankt, das ist das rechte Sem-melopfer.
4. Wer Barmherzigkeit übt, das ist das rechteDankopfer.
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