Obrigkeit. Sirach 9 . 10 . Warnung vor Hoffart. M
dein Müthlein nicht, wenn du strafen sollst.
du weißt nicht, ob du so viel am neuen kriegest.
15. Ein neuer Freund ist ein neuer Wein; laßihn alt werden, so wird er dir wohl schmecken.
16. Laß dich auch * nicht bewegen den Gott-losen in seinen gkoßen Ehren; denn du weißtnicht, wie e 6 ein Ende nehmen wird.
* Esch. 2 / 11 . 12 .
17. Laß dir nicht gefallen der Gottlosen Vor-nehmen ; denn sie werden nimmermehr frommbis in die Hölle hinein.
18. Halte dich von denen, so Gewalt habenzu tödteu, so darfst du dich nicht besorgen, daßer dich tödte.
iy. Mußt du aber um ihn seyn, so'vergreiffdich nicht, daß er dir nicht das Leben nehme,da du dichs am wenigsten verstehest; * Spr. - 3 ,2.
20. Und wisse, daß du unter den Stricken wan-delst , und gehest auf eitel hohen Spitzen.
21. Erlerne mit allem Fleiß deinen Nächsten:
und wo du Rath bedarfst, so * suche es bey weisenLeuten. * Tob. 4, is.
22. Und besprich dich mit den Verständigen,und richte * alle deine Sachen nach Gottes Wort.
* Tob. 4 / 20. Gal. 6 / 16.
23 . * Geselle dich zu frommen Leuten, und seyfröhlich, doch mit Gottesfurcht. * c. 6 ,35.
(Anfang des 10. Capitels.)
2L.Aas W^k lobt den Meister, und einenweisen Fürsten seine Händel.
25 . Es ist ein gefährliches Ding in einem Re-giment um einen Schwätzer, und ein jäher Wä-scher wird zu Schanden.
Das 10. Capitel.
Ruhm weiser Obrigkeit, tztem, von Meidung der Hoffarr.
1. sKin weiser Regent ist strenge, und wo eine^ verständige Obrigkeit ist, * da gehet es
ordentlich zu. ' * Spr. 28/12.
2. Wie * der Regent ist, so sind auch seine
Amtleute; wie der Rath ist, so find auch dieBürger. *1 Kon. 12,14.
3 . Ein wüster König * verderbet Land und Leute.
Wenn aber die Gewaltigen klug find, so gedeihetdie Stadt. *2 Kon. 21,9.
Das Regiment auf Erden stehet in GottesHänden, derselbige gibt ihr zu Zeiten einen tüch-tigen Regenten.
5. Es stehet in Gottes Händen, daß es einemRegenten gerathe, derselbige gibt ihm einen löb-lichen Kanzler.
6 . Räche' nicht genau alle Missethat, und kühle
* 3 Mos. 19 , 17 . 18.
7 « Den * Hoffärtigen ist beydes Gott und dieWelt feind, denn fie handeln vor allen beyden
unrecht. * 1 Pet. 3 / 3 . Lac. 4 / 6 .
8 . Um * Gewalt, Unrecht und Geitzes willen
kommt ein Königreich von Einem Volk aufdas Andere. * Wc-sh. 6 /1. --DM.4,22.
s. Was erhebet fich die arme * Erde und Asche ?
* 1 Mos. 18 / 27 .
10. Ist er doch ein eitel schändlicher Koth,weil er noch lebet.
11. Und wenn der Arzt schon lange daranflicket,
12. So gehet es endlich doch also: Heute Kö-nig, morgen todt.
13. Und wenn der Mensch todt ist, so fressenihn die Schlangen und * Würmer. * Hiob 17,14.
1^. Da kommt alle Hoffart her, wenn einMensch von Gott abfällt, und sein Herz vonseinem Schöpfer weicht.
15. Und Hoffart * treibt zu allen Sünden, undwer darinnen steckt, der richtet viel Gräuel an.
' 1 Mos. 3 , 5 . Tob. 4 / 14 .
16. Darum hat der Herr allezeit den Hoch-muth geschändet, und endlich gestürzt.
17. Gott * hat die hoffärtigen Fürsten vom
Stuhl herunter geworfen, und Demüthige dar-auf gesetzt. * Luc. i, 3 i. 32.
18. Gott hat der stolzen Heiden Wurzel aus-gerottet , und Demüthige an ihre Stätte ge-pflanzet.
is. Gott hat der Heiden Land umgekehret,und zu Grunde verderbet.
20. Er hat sie verdorren lassen und verstärkt,und ihren Nahmen vertilget auf Erden.
21. Daß die Leute hoffärtig und grimmig sind,das ist von Gott nicht geschaffen.
22. Der Mensch ist nicht böse geschaffen ;
23. Sondern * welcher Gott fürchtet, der wirdmit Ehren bestehen; welcher aber Gottes Ge-both Übertritt, der wird zu Schanden.
* Dan. 3 , 16.
2^. Und die, so Gott fürchten, halten ihrenRegenten in Ehren, darum behüthet er sie.
25. Es soll sich beydes der Reiche und Arme,der Große und Kleine, keines andern rühmen,* denn daß fie Gott fürchten. "8^.9,23.24.
26. Es taugt * gar nichts, daß man einen ar-
men VerstÄdigen verschmähet, und einen reichenGottlosen ehret. ' s«-- 2 / 6 .
27. Fürsten , Herren und Regenten sind in gro-