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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
899
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Zucht der Weisheit.

Sir ach 4. 5. Warnung vor Sicherheit. 899

9. Errette den, dem Gewalt geschiehet, vondem, der ihm Unrecht thut; und sey unerschro-cken, wenn du urtheilen sollst.

10. Halle dich gegen die' Waisen, wie ein Va-ter, und gegen ihre Mutter, wie ein Hausherr.

* Hiob LS, 16. c. 31, 18.

11. So wirst du seyn wie ein Sohn des Aller-höchsten , und er wird dich lieber haben, denndich deine Mutter hat.

12. Die Weisheit erhöhet ihre Kinder, undnimmt die auf, die sie suchen.

13. Wer sie lieb hat', der hat das Leben lieb;und wer sie fleißig sucht, wird große Freudehaben.

i^. Wer fest an ihr hält, der wird große Ehreerlangen, und was er vornimmt, da wird derHerr Glück zu geben.

15. Wer Gottes Wort ehret, der thut denrechten Gottesdienst, und wer es lieb hat, denhat der Herr auch lieb.

16. Wer der Weisheit gehorchet, der kannandere Leute lehren, und wer sich zu ihr halt,der wird sicher wohnen.

17. Wer ohne Falsch ist, der wird sie erlangen,und feine Nachkommen werden gedeihen.

18. Und ob sie zum ersten sich anders gegen ihnstellet,

19. Und macht ihm angst und bange, und prü-fet ihn mit ihrer Ruthe, und versuchet ihn mitihrer Züchtigung, bis sie befindet, daß er ohneFalsch sey:

20. So wird sie dann wieder zu ihm kommenauf dem rechten Wege, und ihn erfreuen,

21. Und ' wird ihm offenbaren ihr Gehemmtst.

* Ps. 31, 8.

22. Wo er aber falsch befunden wird ; so wirdsie ihn verlassen, daß er verderben muß.

23. Liebes Kind, brauche der Zeit, und Huchedich vor Unrechter Sache ,

2^. Und schäme dich nicht, für deine Seele dasRecht zu bekennen.

25. Denn "man kann sich so schämen, daß manSünde daran thut; und kann sich auch also schä-men, daß man Gnade und Ehre davon hat.

* c. 4i, 19. Marc. 8, 38. Luc. S, 26 ,

26. Laß dich keine Person bewegen, dir zumSchaden, noch erschrecken, dir zum Verderben;

27. Sondern bekenne das Recht frey,

2 8. Wenn man den Leuten helfen soll.

29. Denn durch Bekenntuiß wird die Wahr-heit und das Recht offenbar.

30. Rede nicht wider die Wahrheit; sondern

laß den Hohn über dich gehen, wo du in derSache gefehlet hast.

31. Schäme dich nicht zu bekennen, wo du ge-fehlet hast, und strebe nicht wider den Strom.

32. Diene einem Narren in seiner Sache nicht,und siehe seine Gewalt nicht an.

33. Sondern * vertheidige die Wahrheit bis in

den Tod; so wird Gott, der Herr, für dichstreiten. * Ps. 119,139.

3^. Sey nicht wie die, so sich mit hohen Wor-ten erbiethen, und thun doch gar nichts dazu.

35. Sey nichtein Löwe in deinem Hause, undnicht ein Wütherich gegen dein Gesinde.

36. Deine Haud soll nicht aufgethan seyn im-mer zu nehmen, und zugeschloffen nimmer zugeben.

Da§5. Capitel.

Vom rechten Gebrauch zeitlicher Guter und der Zunge.

1. A? erlaß * dich nicht auf deinen Reichthum ,^ und denke nicht: -k Ich habe genug für mich.

' Luc. 12 , 17. -s Srr. 11, 26.

2. Folge deinem Muthwillen nicht, ob du esgleich vermagst, und thue nicht, was dich ge-lüstet ,

3. Und denke nicht, wer will mirs wehren?Denn der Herr, der oberste Rächer, wird esrächen.

Denke nicht: Ich habe wohl mehr gesündi-get, und ist mir nichts Böses widerfahren; dennder Herr ist wohl geduldig, aber er wird dichnicht ungestraft lassen.

5. Und sey nicht so sicher, ob deine Sünde nochnicht gestraft ist, daß du darum für und fürsündigen wolltest.

6. Denke auch nicht: Gott ist sehr barmher-zig, er wird mich nicht strafen, ich sündige, wieviel ich will.

7. Er kann * bald also zornig werden, als

gnädig er ist, und sein Zorn über die Gottlosenhat kein Aufhören. »s Mos. 32,22.

8. Darum * verziehe nicht, dich zum Herrn zu

bekehren, und schiebe es nicht von einem Tageauf den andern. * c. 18 , 22 .

9. Denn sein Zorn kommt plötzlich, und wirdes rächen, und dich verderben.

10. Auf Unrechtes Gut verlaß dich nicht; denn

* es hilft dir nichts, wenn die Anfechtungenkommen werden. 'Ez. 7, is.

11. Laß dich nicht einen jeglichen Wind sichren,und folge nicht einem jeglichen Wege, wie dieunbeständigen Herzen thun;

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