Tobias vermahnet seinen Sohn. Tobias 4. 5. Raphael reiset mit Tobiä Sohne. 889
12. Almosen ist ein großer Trost * vor dem
höchsten Gott. * Spr. is, ir.
13. Hüthe dich, mein Sohn, vor allerley * Hu-
rerey; uns ohne dein Weib halte dich zu keinerandern. * i Th-ss. 4, 3.
iL. Hoffart laß weder in deinem Her-zen, noch in deinen Worten herrschen,denn* sie ist einAnfang alles Verderbens.
* 1 Mos. 3, 3. 6. Sir. 3/ 30.
15. Wer dir arbeitet, * dem gib bald seinen
Lohn; und halte Niemand seinen verdientenLohn vor. *3 Mos 39 /13.
16. * Was du nicht willst, daß man dir thue,das thue einem Andern auch nicht. "Luc. 6,31.
17. Thetle * dein Brot dem Hungrigen mit;und bedecke die Nackenden mit deinen Kleidern.
* Matth. 23, 33. 36.
18. Gib Almosen von deinem Brot und Weinbey dem Begräbniß der Frommen; und iß nochtrink nicht mit den Sündern.
is. Allezeit suche Rath bey den Weisen.
20. Und danke allezeit Gott, und bethe, daßer dich regiere und du in allem deinem Vorneh-men seinem Worte folgest.
21. Du sollst auch wissen, mein Sohn, daßich * zehn Pfund Silber, da du noch ein Kindwärest, geliehen habe dem Gabel, in der StadtRages in Meden, und seine Handschrift habeick bey mir. Darum denke, wie du zu ihm kom-mest, und solches.Geld forderst, und ihm seineHandschrift wieder gebest. * -. i, i6.
22. Sorge nur nichts, mein Sohn. Wir
sind wohl arm, aber wir werden vielGutes haben, so wir * Gott werdenfürchten, die Sünde meiden, und Gu-tes thun. * c. i, io.
Das 5. Capitel.
Der junge Tobias wird vom Engel in Mcden begleitet.
1. A")a antwortete der junge Tobias seinem^ Vater, und sprach: * Alles, was du
mir gesagt hast, mein Vater, das will ich thun.
*2Mos. IS, 8. c. 24, 3. 7.
2. Wie ich aber das Geld eiumahnen soll,das weiß ich nicht; er kennet mich nicht, sokenne ich ihn auch nicht. Was soll ich ihm fürein Zeichen bringen, daß er mir Glauben gebe?So weiß ich auch den Weg nicht dahin.
3. Da antwortete ihm sein Barer, und sprach:Seine Handschrift habe ich bey mir, wenn dudie ihm weisen wirst, so wird er dir bald dasGeld geben.
-L. Gehe nun hin, und suche einen treuenGesellen, der um seinen Lohn mit dir ziehe, daßdu solches Geld bey meinem Leben wiederkriegest.
5. Da ging der junge Tobias hinaus , undfand einen feinen jungen Gesellen stehen, derhatte sich angezogen, und bereitet zu wandern;
6. Und wußte nicht, daß es der Engel Gotteswar, grüßte ihn und sprach: Von wannen bistdu, guter Gesell?
7. Und er sprach: Ich bin ein Jsraeliter.
8. Und Tobias sprach zu ihm: Weißt du denWeg in das Land Meden?
9. Er antwortete: Ich weiß ihn wohl, und binihn oft gezogen, und bin zur Herberge gelegenbey unserm Bruder * Gabel, welcher wohnetin der Stadt Rages in Meden, welche liegt aufdem Berge Ecbatana. * c. i, is. 17. <. 4,21.
10. Und Tobias sprach zu ihm: Lieber, ver-ziehe ein wenig, bis daß ich dieß meinem Vaterwieder sage.
11. Und Tobias ging hinein, und sagte solchesseinem Vater: und der Vater verwunderte sichund bath den Jüngling, daß er hineknginge.^
12. Und er ging zum Alten hinein, und grüßteihn, und sprach: Gott gebe dir Freude!
13. Und Tobias sprach zn ihm: Was soll ichfür Freude haben, der ich im Finstern fitzen mußund das Licht des Himmels nicht sehen kann?
1^. Und der Jüngling sprach zu ihm: HabeGeduld, Gott wird dir bald helfen.
15. Und Tobias sprach zu ihm: Willst dumeinen Sohn geleiten in die Stadt Rages inMeden zu Gabel; so will ich dir deinen Lohngeben, wenn du wiederkommft.
16. Und der Engel sprach zu ihm: * Ich willihn hinführeu, und wieder zu dir Herdringen.
* verS 22 .
17. Und Tobias sprach zu ihm : Ich bitte dich,zeige mir an, aus welchem Geschlecht, und vonwelchem Stamm bist du?
18. Und der'Engel Raphael sprach: Sey zu-frieden. Ist es nicht genug, daß du einen Bo-then Haft, was darfst du wissen, woher ich bin?
* c. 3, 23.
19. Doch, daß du desto weniger sorgen dürfest,so will ich dirs sagen: Ich bin Azarias, desgroßen Ananias Sohn.
20. Und Tobias sprach: Du bist aus einem
guten Geschlecht; „ . ..,
21. Ich bitte dich, du wollest nicht zürnendaß ich nach deinem Geschlecht gefragt habe.
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