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Weisheit für Gewaltige. Weisheit 6 . 7 .
Salomons Geburt.
io. Mit euch Tyrannen rede ich, auf daß ihrWeisheit lernet, und daß es euch nicht fehle.
i i. Denn wer heilige Lehre heiliglich behält,der wird heilig gehalten, und wer dieselbigewohl lernet, der wird wohl bestehen.
12. So laßt euch nun meine Rede gefallen; be-gehret sie, und laßt euch lehren.
1 z. Denn die Weisheit ist schön und unvergäng-lich, und läßt sich gerne sehen von denen, die sielieb haben, und läßt sich staden von denen, diesie suchen.
i^. Ja, sie begegnet und gibt sich selbst zu er-kennen denen, die sie gerne haben.
15 . Wer sie gerne bald hätte, darf nicht vieleMuhe; er findet sie vor seiner Thür auf ihnwarten.
16. Denn nach ihr trachten, das ist die rechteKlugheit; und wer wacker ist nach ihr, darfnicht lange sorgen.
17. Denn sie gehet umher und suchet, wer ihrer
werth sey, ' und erscheinet ihm gerne unter-wegens, und hat Acht auf ihn, daß sie ihm be-gegne. * V. 14.
1 8 . Denn wer * sich gerne läßt weisen, da ist ge-wißlich der Weisheit Anfang; wer sie aber achtet,der läßt sich gerne weisen. * Spr. 4 ,7.
iy. Wer sich gerne weisen läßt, der hält ihreGebothe; wo man aber die Gebothe hält, daist ein heiliges Leben gewiß.
20. Wer aber ein * heiliges Leben führt, der istGott nahe. »Ebr. i-, 14.
2 t. Wer nun Lust hat zur Weisheit, den machtsie zum Herrn.
22. Wollt ihr nun, ihr Tyrannen im Volk,gerne Könige und Fürsten seyn:
23 . So "haltet die Weisheit in Ehren, auf daß
ihr ewiglich herrschet. »i Kö„. 3,9.
2-4. Was aber Weisheit ist, und woher siekomme, will ich euch verkündigen, und will euchdie Geheimnisse nicht verbergen, sondern forschenvon A- fang der Creaturen, und will sie öffent-lich zu erkennen dargeben, und will die Wahr-heit nicht sparen.
25. Denn ich will mit" dem giftigen Neid nicht
zu thun haben; denn derselbige hat nichts ander Weisheit. "Zar.3,11.12.
26. Wenn " aber der Weisen viele sind, das istder Welt dcil; und ein kluger König ist des
Volks Glück. ' Spr. 11, 14 .
27. Darum laßt euch weisen durch meine Worte,das wird euch frommen.
Das 7. Capitel.
Der Weisheit VortrcffLichkcit.
1. ^'ch bin auch ein sterblicher Mensch, gleich
wie die andern, geboren vom Geschlechtdes ersten geschaffenen Menschen.
2. Und bin ein Fleisch gebildet, zehn Monathslang "im Blut zusammen geronnen, aus Manns-samen durch Lust im Beyschlafeu; "Hiob io, 1».
3. Und habe auch, da ich geboren war, Odemgehohlet aus der gemeinen Luft; und bin auchgefallen auf das Erdreich, das uns alle gleichträgt; und Wernen ist auch, gleichwie der an-dern, meine erste Stimme gewesen;
Und bin" in den Windeln auferzogen mitSorgen. * Luc. 2, 7 .
5 . Denn es hat kein " König einen andern An-fang seiner Geburt; "Sir.40,3.4.
6 . Sondern sie haben alle einerlei) Eingang indas Leben, und gleichen Ausgang.
7. Darum so" bath ich, und ward mir Klugheit
gegeben; ich rief, und mir kam der Geist derWeisheit. " 1 Kön. 3 , s. 2 Cbr. 1, ic>.
8 . Und ich hielt sie theurer, denn Königreicheund Fürstentümer, und Reichthum hielt ich fürnichts gegen sie.
9. Ich "gleichte ihr keinen Edelstein; denn allesGold ist gegen sie wie geringer Sand, und Sil-ber ist wie Koth gegen sie zu rechnen.
* Hiob 28 / 15 . 16.
10. Ich hatte sie lieber, denn gefunden undschönen Leib, und erwählte sie mir zum Licht;denn der Glanz, so von ihr gehet, verlöschetnicht.
11. Es "kam mir aber alles Gutes mit ihr, undunzählicher Reichthum in ihrer Hand.
* 1 Kön. 3 / 13 .
12. Ich war in allen Dingen fröhlich. Dasmacht, die Weisheit ging mir in denselbigen vor;ich wußte es aber nicht, daß solches von ihr käme.
13. Eiufälriglich * habe ich es gelernet, mildig-
lich theile ich es mit; ich will ihren Reichthumnicht verbergen. * 1 Cor. 15,3.
1^. Denn sie ist den Menschen ein unendlicherSchatz, welchen so da gebrauchen," werden Got-tes Freunde, und sind angenehm; darum, daßihnen gegeben ist sich weisen zu lassen.
' 80h. 15 , 15 .
15 . "Gott hat mir gegeben weislich zu reden,und nach solcher Gabe der Weisheit recht zngedenken. Denn Er ist es, der auf dem Wegeder Weisheit führet und die Weisen regieret.
* 1 Kön. 4 , 29 .