838 Zerstörung und Sünde
Nahum 2. 3.
der Stadt Ninive.
8. Wenn die Fluth überherläuft, so macht er csmit derselbigen ein Ende; aber seine Feinde ver-folgt er mit Finsterniß.
9. Was gedenket ihr wider den Herrn? Erwirbes doch ein Ende machen; es wird das Unglücknicht zweymahl kommen.
10. Denn gleich als wenn die Dornen, so nochin einander wachsen und im besten Saft find, ver-brannt werden, wie ganz dürres Stroh:
i t. Also wird sevn der Schalksrath, der vondkr kommt und Böses wider den Herrn gedenket.
12. So spricht der Herr: Sie kommen so ge-rüstet und mächtig, als sie wollen, sollen'fie dochumgchauen werden und dahin fahren. Ich habedich gedemülhiget, aber ich will dich nicht wieder-um demüthigen.
13. Alsdann will ich sein Joch , das du trägst,zerbrechen, und deine Bande zerreißen.
i^,. Aber wider dich hat der Herr gebothen, daßdeines Nahmens Same keiner mehr soll bleiben.Vom Hause deines Gottes will ich dich ausrotten,die Götzen und Bilder will ich dir zum Grabe ma-che»; denn du bist zu Nichte geworden.
Das 2. Capitel.
Zerstörung der Stadt Ninive.
1. ^iehe, auf den "Bergen kommen Füße eines^ guten Bothen, der da Frieden predigt:
Halte deine Feyertage, Juda, und ^bezahle deineGelübde; denn es wird der Schalk nicht mehr überdich kommen, er ist gar ausgerottet.
* Esaj. 52, 7. -j- Ps. 50, 14.
(Anfang des 2 . Capitels.)
2. Es wird der Zerstreuer wider dich herauf zie-
hen, und die Feste belagern. Aber ja, be-renne die Straße wohl, rüste dich aufs Beste,und stärke dich aufs Gewaltigste.
3. Denn der Herr wird die Hoffart Jakobs ver-
gelten, wie die Hoffart Israels: denn die Ableserwerden sie "ablesen, und ihre Fäser (Reben) ver-derben. * Jer. 8, iZ.
Die Schilder seiner Starken sind roth, seinHeersvolk stehet wie Purpur, seine Wagen leuch-ten wie Feuer, wenn er treffen will; ihre Spießebeben.
s. Die Wagen rollen auf den Gassen, und ras-seln auf den Straßen; sie blicken wie Fackeln, undfahren unter einander her wie die Blitze.
6. Er aber wird an seine Gewaltigen gedenken:doch werden dieselbige fallen, wo sie hinaus wol-len; und werden eilen zu der Mauer, und zu demSchirm, da sie sicher seyn.
7. Aber die Thore an den Wassern werden dochgeöffnet, und der Pallast wird untergehen.
8. Die Königin» wird gefangen weggeführetwerden; und ihre Jungfrauen werden ' seufzenwie die Tauben, und an ihre Brust schlage«.
* esaj. 38 , 14 . Ez. 7 , 16.
9. Denn Ninive ist wie ein Teich voll Wasser;aber dasselbige wird verstießen müßen. Stehet,stehet (werden sie rufen), aber da wird sich Nie-mand umwenden.
10. So raubet nun Silber, raubet Gold; dennhier ist der Schätze kein Ende, und die Mengealler köstlichen Kleinodien.
i i. Aber nun muß sie rein abgelefen und ge-plündert werden, daß" ihr Herz muß verzagen,die Knie schlottern, alle Lenden zittern, und allerAngesicht bleich sehen, wie ein Topf.
* Esaj. 13, 7. 8.
12. Wo ist nun die Wohnung der Löwen, unddie Weide der jungen Löwen, da der Löwe unddie Löwinn mit den jungen Löwen wandelten,und Niemand durfte sie scheuchen?
13. Sondern der Löwe raubte genug für seineJungen, und würgete es seinen Löwinnen; seineHöhlen füllete er mit Raube und seine Wohnungmit dem, das er zerrissen hatte.
i^. Siehe, ich will an dich, spricht der HerrZebaoth, und deine Wagen im Rauch anzünden,und das Schwert soll deine jungen Löwen fressen;und will deines Raubens ein Ende machen aufErden, daß man deiner Bothen Stimme nichtmehr hören soll.
Das 3. Capitel.
Sunden der Stadt Ninive.
1. AAehe" der mörderischen Stadt, die voll Lü-
gen und Rauberey ist, und von ihremRauben nicht lassen will. * E;. 24,6.9. Hab. 2,12.
2. Denn da wird man hören die Geißeln klap-pen , und die Räder raffeln, und die Rosse schreyen,und die Wagen rollen.
3. Er bringet Reiter herauf mit glänzendenSchwertern und mit blitzenden Spießen. Daliegen viele Erschlagene, und große Haufen Leich-name, daß derselbigen keine Zahl ist, und manüber ihre Leichname fallen muß.
Das alles um der großen Hurerey willen der" schönen lieben Hure, die mtt Zauberey umgehet,die mit ihrer Hurerey die Heiden, und mit ihrerZauberey Land und Leute erworben hat.
* Off. 17, 1.
s. Siehe, Ich will an dich, spricht der Herr