Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
815
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Strafe der Sünden. Hurengeist. Hose

2. Sondern Gotteslästern, Lügen, Morden,Stehlen und Ehebrechen hat überhand genom-men, und kommt eine Blutschuld nach derandern.

3 . Darum wird das Land jämmerlich stehen,und allen Einwohnern übel gehen; denn es wer-den auch die Thiere auf dem Felde, und dieVögel unter dem Himmel, und die Fische imMeer weggeraffet werden.

> 4 . Doch man darf nicht schelten, noch Jemandstrafen; denn dein Volk ist wie die, so die Prie-ster schelten.

5. Darum sollst du bey Tage fallen, und derProphet des Nachts neben dir fallen; also willich deine Mutter hinrichten.

6 . Mein Volk ist dahin, darum, daß es nichtlernen will. Denn Du verwirfst Gottes Wort,darum will ich dich auch verwerfen, daß dunicht mein Priester seyn sollst. Du vergissest desGesetzes deines Gottes, darum will ich auch dei-ner Kinder vergessen.

7 . Je mehr ihrer wird, je mehr sie wider

mich sündigen; darum will ich * ihre Ehre zuSchanden machen. * Phil. 3,19.

8 . Sie fressen die Sündopfer meines Volks,und sind begierig nach ihren Sünden.

9. Darum soll es dem * Volk gleichwie demPriester gehen; denn ich will ihr Thun heim-suchen und ihnen vergelten, wie sie verdienen,

* Lsaj. 24, 2.

10. Daß sie * werden essen, und nicht sattwerden, Hurerey treiben, und soll ihnen -i- nichtgelingen; darum, daß sie den Herrn verlassenhaben und ihn nicht achten.

* 3 Mos. 26, 26. -s Jcr. 2, 37 .

i i. Hurerey, Wein und Most machen toll.

12. Mein Volk fragt sein Holz, und sein

Stab soll ihm predigen; denn der * Hurengeistverfahret sie, daß sie wider ihren Gott Hurereytreiben. *«. 3 , 4 . Ez. 6 ,13.

13. Oben * auf den Bergen opfern sie, undauf den Hügeln räuchern sie, unter den Eichen,Linden und Büchen, denn die haben feine Schat-ten. Darum werden eure Töchter auch zu Huren,und eure Bräute zu Ehebrecherinnen werden-

* Elaj. 37, 3. 7.

14 . Und ich will es auch nicht wehren, wenneure Töchter und Bräute geschändet und zuHuren werden; weil ihr einen andern Gottes-dienst anrichtet mit den Huren, und opfert mitden Bübinnen. Denn das thörichte Volk willgeschlagen seyn.

a 4. 5. Drohungen Gottes. 815

15. Willst Du, Israel, ja huren, daß sich

doch nur Juda nicht auch verschulde. Gehetnicht hin gen Gtlgal, und kommt nicht hinauf -gen BethAven, und schwöret nicht: * So wahrder Herr lebet. *3 Ms. 6 , 13 .

16. Denn Israel läuft wie eine tolle Kuh;so wird sie auch der Herr weiden lassen wie einLamm in der Irre.

17. Denn Ephraim hat sich zu den Götzengesellet; so laß ihn hinfahren.

18. Sie haben sich in die Schwelgerey undHurerey gegeben; ihre Herren haben Lust dazu,daß sie Schande anrichten.

19. Der Wind mit seinen Flügeln wird siegebunden treiben, und müßen über ihrem Opferzu Schanden werden.

Das 5 . Capitel.

Beyden Königreichen wird um der Sünde willen Gottes gerecht«

Strafe gedrohet.

1. A0 * höret nun dieß, ihr Priester, und^ merke auf, du Haus Israel, und nimm

es zu Ohren, du Haus des Königs; denn eswird eine Strafe über euch gehen, die ihr einStrick zu Mtzpa und ein ausgefpanntes Netzzu Thabor geworden seyd. * Esaj. 1 , 10 .

2. Mit Schlachten vertiefen sie lfich in ihremVerlaufen; darum muß ich sie allesamt strafen.

3 . Ich kenne Ephraim wohl, und Israel istvor mir nicht verborgen, daß Ephraim nun eineHure ist, und Israel ist unrein.

4 . Sie denken nicht darauf, daß sie sich kehre-

ten zu ihrem Gott; denn sie haben * einen Hu-rengeist in ihrem Herzen, und lehren vom Herrnnicht. * -. 4 , 12.

5. Darum soll die Hoffart Israels vor ihremAngesicht gedemüthiget werden; und sollen beydesIsrael und Ephraim fallen, um ihrer Misseihatwillen; auch soll Juda samt ihnen fallen.

6 . Alsdann werden sie kommen mit ihren

Schafen und Rindern, den Herrn zu suchen,aber * nicht finden; denn er hat sich von ihnengewendet. * Sprüchw. 1,28.

7. Sie verachten den Herrn, und zeugen fremdeKinder ; darum wird sie auch der Neumond fressenmit ihrem Erbtheil.

8. Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja trom-petet zu Rama, ja rufet zu BethAven, hinterdir, Benjamin.

9. Denn Ephraim soll zur Wüste werden zuder Zeit, wenn ich sie strafen werde. Davorhabe ich die Stämme Israel treulich gewarnet.