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[1] (1821) [Altes Testament]
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808
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Daniel

D a ti i e l 8. 9.

bethet.

21. Der Ziegenbock aber ist der König inGriechenland. Das große Horn zwischen seinenAugen ist der erste König.

22. Daß aber vier an seiner Statt standen,da es zerbrochen war, bedeutet, daß vier König-reiche aus dem Volk entstehen werden; aber nichtso mächtig, als er war.

23. Nach diesen Königreichen, wenn die Ue-bertreter überhand nehmen, wird aufkommen ein* frecher und tückischer König. ^ Mos. 28,30.

24 . Der wird mächtig seyn, doch nicht durchseine Kraft. Er wird es wunderlich verwüsten;und wird ihm gelingen, daß er es ausrichte.Er wird die Starken samt dem heiligen Volkverstören.

25 . Und durch seine Klugheit wird ihm derBetrug gerathen. Und wird fich in seinem Her-zen erheben, und durch Wohlfahrt wird er vieleverderben, und wird fich auflehnen wider denFürsten aller Fürsten; aber er wird ohne Handzerbrochen werden.

26. Dieß Gesicht vom Abend und Morgen,das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollstdas Gesicht heimlich halten, denn es ist nocheine lange Zeit dahin.

27. Und ich Daniel ward schwach, und lagetliche Tage krank. Darnach stand ich auf,und richtete aus des Königs Geschäfte; undverwunderte mich des Gesichts; und Niemandwar, der michs berichtete.

Das 9. Capitel.

Daniels Gedeih und Weissagung von den siebenzig Wochen.

1. ?^m ersten Jahr * Darius, des Sohnes^ Ahasverus, aus der Meder Stamm, der

über das Königreich der Chaldäer König ward.

* c. 5, 3i.

2. In demselbigen ersten Jahr seines König-reichs, merkte ich Daniel in den Büchern aufdie Zahl der Jahre, davon der Herr geredethatte zum Propheten Jeremia, daß Jerusalemsollte * siebenzig Jahre wüste liegen.' Jer. 23 ,«.

3 . Und ich kehrete mich zu Gott, dem Herrn,zu bethen und zu flehen, mit Fasten, im Sackund in der Asche.

4 . Ich bethete aber zu dem Herrn, meinemGott, bekannte und sprach: Ach lieber Herr,du großer und schrecklicher Gott, der du Bundund Gnade hältst * denen, die dich lieben unddeine Gebothe halten. * 2 Mos. 20 ,6.

5 . Wir haben gesündiget, unrecht gethan,sind gottlos gewesen, und abtrünnig geworden;

wir sind von deinen Gebothen und Rechtengewichen.

6. Wir gehorchten nicht deinen Knechten, denPropheten, die in deinem Nahmen unser» Kö-nigen, Fürsten, Vätern und allem Volk imLande predigten.

7 . "Du, Herr, bist gerecht, wir aber müßenuns schämen; wie es denn jetzt gehet denen vonJuda, und denen von Jerusalem, und demganzen Israel, beydes denen, die nahe undferne sind in allen Ländern, dahin du uns ver-stoßen hast um ihrer Missethat willen, die siean dir begangen haben. * Esra 9,6. Luc. is, 13 ..

8 . Ja, Herr, wir, ' unsere Könige, unsereFürsten und unsere Väter müßen uns schämen,daß wir uns an dir versündiget haben.

* Neh. 9, 3i. Esaj. 43, 27 .

9. Dein aber, Herr, unser Gott, ist die Barm-herzigkeit und Vergebung. Denn wird find ab-trünnig geworden,

10. Und gehorchten nicht der Stimme desHerrn, unfers Gottes, daß wir gewandelt hät-ten in seinem Gesetz, welches er uns vorlegtedurch seine Knechte, die Propheten;

11. Sondern das ganze Israel übertrat deinGesetz und wichen ab, daß sie deiner Stimmenicht gehorchten. Daher trifft uns auch derFluch und Schwur, der * geschrieben stehet imGesetz Mose, des Knechtes Gottes, daß wir anihm gesündiget haben. * 3 Mos. 28,15.

12. Und er hak seine Worte gehalten, die ergeredet hat wider uns und unsere Richter, dieuns richten sollten, daß er solches große Un-glück über uns hat gehen lassen, daß deßgleichenunter allem Himmel nicht geschehen ist, wie überJerusalem geschehen ist.

13. Gleichwie es geschrieben stehet im GesetzMose, so ist alles dieß große Unglück über unsergangen. So betheten wir auch nicht vor demHerrn, unserm Gott, daß wir uns von denSünden bekehreten, und deine Wahrheit ver-nähmen.

14. Darum ist der Herr auch wacker gewesenmit diesem Unglück, und hat es über uns gehenlassen. Denn der Herr, unser Gott, ist gerechtin allen seinen Werken, die er thut; denn wirgehorchten seiner Stimme nicht.

16. Und nun, Herr, unser Gott, der du*dein Volk aus Egyptenland geführet hast mitstarker Hand, und hast dir einen Nahmen ge-macht, wie er jetzt ist, wir haben ja gesündiget,und sind leider gottlos gewesen» *2Mos.i2,4i.

16. Ach