und Ziegenbock.
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Gesicht vom Widder Dattiel 7. 8.
26. Darnach wird das Gericht gehalten werden:da wird dann seine Gewalt weggenommen wer-den , daß er zu Grunde vertilget und umgebrachtwerde.
27. Ab er das Reich, Gewaltund Machtunter dem ganzen Himmel wird demheiligen Volk des Höchsten gegebenwerden, deß Reich ewig ist, und alleGewalt wird ihm dienen und gehorchen.
28. Das war der Rede Ende. Aber ich Da-niel ward sehr betrübt in meinen Gedanken,und meine Gestalt verfiel; doch behielt ich dieRede in meinem Herzen.
Das 8 . Capitel.
Endschaft der ander», und Anfang der dritten Monarchie.
1. ^m dritten Jahr des Königreichs des Kö-^ nigs Belsazers erschien mir, Daniel, ein
Gesicht nach dem, so mir am ersten erschienenwar.
2. Ich war aber, da ich solches Gesicht sah,zu Schloß Susan im Lande Elam am WasserUlai.
3. Und ich hob meine Augen auf, und sah,und siehe, ein Widder stand vor dem Wasser,der hatte zwey hohe Hörner; doch eins höher,denn das andere, und das höchste wuchs amletzten.
- 4 . Ich sah, daß der Widder mit den Hörnernstieß gegen Abend, gegen Mitternacht und gegenMittag, und kein Thier konnte vor ihm beste-hen, noch von seiner Hand errettet werden;sondern er that, was er wollte, und wardgroß.
s. Und indem ich darauf merkte, siehe, sokommt ein Ziegenbock vom Abend her über dieganze Erde, daß er die Erde nicht rührete;und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwi-schen seinen Augen.
6. Und er kam bis zu dem Widder, der zweyHörner hatte, den ich stehen sah, vor demWasser; und er lief in seinem Zorn gewaltigltchzu ihm zu.
7 . Und ich sah ihm zu, daß er hart an deuWidder kam, und ergrimmete über ihn, undstieß den Widder, und zerbrach ihm seine zweyHörner. Und der Widder hatte keine Kraft,daß er vor ihm hätte mögen bestehen; sonderner warf ihn zu Boden, und zertrat ihn, undNiemand konnte den Widder von seiner Handerretten.
8 . Und der Ziegenbock ward sehr groß. Und
da er aufs Stärkste geworden war, zerbrachdas große Horn; und wuchsen an dessen Stattansehnliche vier, gegen * die vier Winde desHimmels. * c. 7 / s.
9 . Und aus derselbigen einem wuchs ein klei-nes Horn; das ward sehr groß gegen Mittag,gegen Morgen und gegen das ' werthe Land.
* c. I I, 16 .
10. Und es wuchs bis an des Himmels Heer,und warf etliche davon, und von den Sternenzur Erde, und zertrat sie.
11. Ja es wuchs bis an den Fürsten des Heers;und nahm von ihm weg das tägliche Opfer,und verwüstete die Wohnung seines Heiligthums.
12. Es ward ihm aber solche Macht gegebenwider das tägliche Opfer, um der Sünde willen,daß er die Wahrheit zu Boden schlüge, undwas er that, ihm gelingen mußte.
13 . Ich hörete aber einen Heiligen reden, undderselbige Heilige sprach zu einem, der da redete:Wie lange soll doch währen solches Gesicht vomtäglichen Opfer, und von der Sünde, umwelcher willen diese Verwüstung geschiehet, daßbeydes das Heiligthum und das Heer zertretenwerden?
i^. Und er antwortete mir: Es sind zweytausend und drey hundert Tage, vom Abendgegen Morgen zu rechnen, so wird das Heilig-thum wieder geweihet werden.
is. Und da ich, Daniel, solches Gesicht sah,und hätte es gerne verstanden, siehe, da standes vor mir wie ein Mann.
16. Und ich hörete zwischen Ulai eines Men-schen Stimme, der rief und sprach: * Gabriel,lege diesem das Gesicht aus, daß er es verstehe.
* c. 9 , 21.
17 . Und er kam hart bey mich. Ich erschrak
aber, da er kam , und ' fiel auf mein Angesicht.Cr aber sprach zu mir: Merke ans, du Men-schenkind ; denn dieß Gesicht gehört in die Zeitdes Endes. ' c- io, 9.
18. Und da er mit mir redete , sank ich ineine Ohnmacht zur Erde auf mein Angesicht.Er aber rührete mich an, und richtete michauf, daß ich stand.
19. Und er sprach: Siehe, ich will dir zei-gen , wie es gehen wird zu der Zeit des letztenZorns; denn das Ende hat seine bestimmteZeit.
20. Der Widder mit den zweyen Hörnern,den du gesehen hast, sind die Könige in Medienund Persien.