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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
747
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Weissagung wider Jerusalem. Hesek

Das 4 . CapLtel.

Belagerung der Sta-t Jerusalem vorgebikdet.

1. Nud du Menschenkind, nimm einen Ziegel,^ den lege vor dich, und entwirf darauf

die Stadt Jerusalem;

2. Und mache eine * Belagerung darum, undbaue-ein Bollwerk darum, und grabe einenSchutt darum, und mache ein Heer darum,und stelle Böcke rings um sie her. * 2 Kon. 2s, i.

3. Für dich aber nimm eine eiserne Pfanne,die laß eine eiserne Mauer seyn zwischen dir undder Stadt; und richte dein Angesicht gegen sie,und belagere sie. Das sey ein Zeichen dem HauseIsrael.

Du sollst dich auch auf deine linke Seitelegen, und die Missethat des Hauses Israelauf dieselbige legen; so viel Tage du darauf lie-gest , so lange sollst du auch ihre Missethattragen.

s. Ich will dir aber die Jahre ihrer Missethatzur Anzahl der Tage machen, nahmlich dreyhundert und neunzig Tage; so lange sollst dudie Missechat des Hauses Israel tragen.

6 . Und wenn du solches ansgerichtet hast;sollst du darnach dich auf deine rechte Seitelegen, und sollst tragen die Missethat des Hau^-fes Juda * vierzig Tage lang : denn ich dir hierauch je einen Tag für ein Jahr gebe.

* -4 Mos. 14/ 34.

7 . Und richte dein Angesicht und deinen blo-ßen Arm wider das belagerte Jerusalem, undweissage wider sie.

8 . Und siehe, ich will dir Stricke anlegen,daß du dich nicht wenden mögest von einer Seitezur andern, bis du die Tage deiner Belagerungvollendet hast.

s. So nimm nun zu dir Weizen, Gerste,Bohnen, Linsen, Hirsen, und Spelt; und thuealles in Ein Faß und mache dir so viel Brotdaraus, so viel Tage du auf deiner Seite liegest,daß du drey' hundert und neunzig Tage daranzu essen habest: *

10. Also, daß deine Speise, die du täglich essenmußt, sey zwanzig Sekel schwer. Solches sollstdu von einer Zeit zur andern essen.

it. Das Wasser sollst du auch nach dem Maßtrinken, nahmlich das sechste Theil vom Hin;und sollst solches auch von einer Zeit zur anderntrinken.

12. Gerstenknchen sollst du essen, die du vorihren Augen mit Menschenmist backen sollst.

i el 4 . 5 . Großer Hunger. 74 /

13. Und der Herr sprach: Also müssen dieKinder Israel ihr unrein Brot essen unter denHeiden, dahin ich sie verstoßen habe.

1^. Ich aber sprach: Ach Herr Herr, siehe,meine Seele ist * noch nie unrein geworden;denn ich habe von meiner Jugend auf bis aufdiese Zeit kein Aas noch Zerrissenes gegessen,und ist nie kein unrein Fleisch in meinen Mundgekommen. "Gesch. 10 / 14 .

is. Er aber sprach zu mir: Siehe, ich willdir Kuhmist für Menschenmist zulassen, damitdu dein Brot machen sollst.

16. Und sprach zu mir: Du Menschenkind,

siehe, * ich will den Vorrath des Brots zu Je-rusalem wegnehmen, daß sie das Brot essenmüßen nach dem Gewicht und mit Kummer,und das Wasser nach dem Maß mit Kummertrinken; * c. 16.

17 . Darum, daß es an Brot und Wassermangeln wird, und Einer mit dem Anderntrauern, und in ihrer Missethat verschmachtensollen.

Das 5. Capitel.

Plagen den Juden verkündiget.

1. Nnd du Menschenkind, nimm ein Schwert,^ scharf wie ein Schermesser, und fahre

damit über dein Haupt und Bart, und nimmeine Wage, und theile sie damit.

2. Das eine dritte Theil sollst du mit Feuerverbrennen mitten in der Stadt, wenn dieTage der Belagerung um sind: Das anderedritte Theil nimm, und schlage es mit demSchwert rings umher: Das letzte dritte Theilstreue in den Wind, daß ich das Schwert hinterihnen her ausziehe.

3. Nimm aber ein klein wenig davon, undbinde es in deinen Mantelzipfel.

Und nimm wiederum etliches davon, undwirf es in ein Feuer und verbrenne es mit Feuer:von dem soll ein Feuer auskommen über dasganze Haus Israel.

5. So spricht der Herr Herr: Das ist Jeru-salem , die ich unter die Heiden gesetzt habe undrings um sie her Länder.

6. Sie aber hat mein Gesetz verwandelt ingottlose Lehre, mehr denn die Heiden, undmeine Rechte, mehr denn die Länder, so ringsum sie her liegen. Denn sie verwerfen meinGesetz, und wollen nicht nach meinen Rechtenleben.

7. Darum spricht der Herr Herr also: Weil

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