730 Wider Jeremias. Moab.
3 . Man höret ein Geschrey zn Horonaim,vom Verstören und großen Jammer.
Moab ist zerschlagen, man hört ihre Jun-gen schreyen.
5 . Denn ste gehen mit Weinen den Weg hinaufgen Lnhith, und die Feinde hören ein Jammer-geschrey den Weg von Horonaim herab,
6. Nähmlich: Hebt euch weg und errettet euer
Leben. Aber du wirst seyn, * wie die Heide inder Wüste. * c. 17, 6 .
7. Darum, daß du dich auf deine Gebäude ver-
lassest und auf deine Schatze, sollst D u auchgewonnen werden; und Camos * muß hinausgefangen wegziehen, sammt seinen Priestern undFürsten. * 1 Kon. ii/ 7.
8 . Denn der Verstörer wird über alle Städtekommen, daß nicht eine Stadt entrinnen wird.Es sollen beydes die Gründe verderbet, und dieEbene verstöret werden; denn der Herr hat esgesagt.
9. Gebt Moab Federn, er wird ausgehen,als flöge er: und ihre Städte werden wüste lie-gen, daß Niemand darinnen wohnen wird.
11). Verflucht sey, der des Herrn Werk lässigthut; verflucht sey, der sein Schwert aufhält,daß es nicht Blut vergieße.
11. Moab ist von seiner Jugend auf sichergewesen und auf seinen Hefen stille gelegen , undist nie aus einem Faß in das andere gegossen,und nie in das Gefängniß gezogen; darum istsein Geschmack ihm geblieben, und sein Geruchnicht verändert worden.
12. Darum siehe, spricht der Herr, es kommtdie Zeit, daß ich ihnen will Schröter (Boucher)schicken, die sie ansfchroten sollen, und ihreFässer ausleeren, und ihre l!ägel zerschmettern.
13. Und Moab soll über dem Camos zu Schan-
den werden; gleichwie * das Haus Israel überNethel zu Schanden geworden ist, darauf siesich verließen. ' 1 Ko„. 12,29.30.
1^. Wie * dürft ihr sagen: Wir find dieHelden, und die rechten KriegSlente?*Esaj.i 6 , 6 ."15. So doch Moab muß verstöret, und ihreStädte * erstiegen werden, und ihre beste Mann-schaft zur Schlachtbank herab gehen müßen,spricht der König, welcher beißt der Herr Ze-baoih. ' <- 1».
16. Denn der Unfall Moabs wird nächstenskommen, und ihr Unglück eilet sehr.
17. Lieber, habt doch Mitleiden mit ihnen,die ihr um sie her wohnet und ihren Nahmen
kennet, und sprechet: Wie ist die' starke Rutheund der herrliche Stab so zerbrochen? * c. - 46 , is.
1 8 . Herab von der Herrlichkeit, du Tochter,die du zu Dibon wohnest, und sitzein der Dürre!Denn der Verstörer Moabs wird zu dir hinaufkommen, und deine Festen zerreissen.
19. Tritt auf die Straße und schaue, du Ein-wohnerin» Aroer; frage die, so da fliehen undentrinnen, und sprich: Wie geht es?
20. Ach, Moab ist verwüstet und verderbet,heulet und schreyet; sagt es an zu Arnon, daßMoab verstöret sey.
21. Die Strafe ist über das ebene Land gegan-gen; nähmlich über Holon. * Jahza, Mephaath,
* 4 Mos. 21, 23 .
22. Dibon, Nebo, BethDiblathaim,
23. Kiriathaim, BethGamul, BethMeon,2^. Kirioth, Bazra, und über alle Städte im
Lande Moab, sie liegen ferne oder nahe.
25. Das Horn Moabs ist abgehauen und ihrArm ist zerbrochen, spricht der Herr.
26. Machet sie trunken (denn sie hat sich widerden Herrn erhoben,) daß sie sperren und dieHände ringen müße, auf daß sie auch zum Ge-spött werde.
27. Denn Israel hat dein Gespött seyn müßen,als wäre er unter den Dieben gefunden: undweil du solches wieder sie redest, sollst du auchweg müßen.
28. O ihr Einwohner in Moab, verlasset dieStädte und wohnet in den Felsen; und thutwie die Tauben, so da nisten in den hohlenLöchern.
29. Man hat immer gesagt von dem stolzenMoab, daß er sehr stolz sey , hossärtig, hoch-müthig, trotzig und übermüthig.
30. Aber der Herr spricht: Ich kenne seinenZorn wohl, daß er nicht so viel vermag; unduntersteht sich mehr zu thun, denn sein Ver-mögen ist.
31. Darum muß ich über Moab heulen, undüber das ganze Moab schreyen, und über dieLeute zu Kirheres klagen.
32. Ich muß über dich, Jaeser, du Weinstockzu Sibma , weinen, denn deine Reben sind überdas Meer gefahren, und bis an das Meer Jae-ser gekommen. Der Verstörer ist in deine Ernteund Weinlese gefallen.
33. Freude und Wonne ist aus dem Feldeweg und aus dem Lande Moab, und man wird* keinen Wein mehr keltern, der Weintreterwird nicht mehr sein Lied singen; * Esaj. i 6 ,10.