Falsche Propheten. IereMia 14 . 15 . Viererley Plagen. Hader wider Jeremta. 695
pheten, die in meinem Nahmen weissagen, soIch sie doch nicht gesandt habe; und sie dennochpredigen, es werde kein Schwert noch Theurungin dieß Land kommen : Solche Propheten sollensterben durch Schwert und Hunger.
16. Und das Volk, dem sie weissagen, sollenvom Schwert und Hunger auf den Gassen zuJerusalem hin und her liegen, daß sie Niemandbegraben wird; also auch ihre Weiber, Söhneund Töchter; und will ihre Bosheit über sieschütten.
17. Und du sollst zu ihnen sagen dieß Wort:Meine * Augen fließen mit Thränen Tag undNacht, und hören nicht auf; denn die Jungfrau,die Tochter meines Volks, ist gräulich zerplagtund jämmerlich geschlagen.
* c. 9/ i. e. 13/ 17. Klagl. i, 16 . c. 2 / 18 .
18. Gehe ich hinaus auf das Feld, siehe, soliegen da Erschlagene mit dem Schwert; kommeich in die Stadt, so liegen da vor Hunger Ver-schmachtete. Denn es müssen auch die Propheten,dazu auch die Priester, in ein Land ziehen, dassie nicht kennen.
19. Haft du denn Juda verworfen? Oder hat
deine Seele einen Eckel an Zion? Warum hastdu uns denn so geschlagen, daß uns Niemandheilen kann? Wir * hofften, es sollte Friedewerden; so kommt nichts Gutes: wir hofften,wir sollten heil werden; aber siehe, so ist mehrSchaden da. * c.«/13.
20. Herr, * wir erkennen unser gottloses We-sen , und unserer Väter Missethat; denn wirhaben wider dich gesündiget. * Ps. 106/ 6 .
21. Aber um deines Nahmens willen laß unsnicht geschändet werden; laß den Thron deinerHerrlichkeit nicht verspottet werden; gedenkedoch, und laß deinen Bund mit uns nicht auf-hören.
22. Es ist doch ja unter der Heiden Götzenkeiner, der Regen könnte geben; so kann derHimmel auch nicht regnen. Du bist ja dochder Herr, unser Gott, auf den wir hoffen;denn Du kannst * solches alles thun.
* c. 10/ 13. c. 31/ 16 . Hiob 3/ io.
Das 15. Capitel.
Straft über die Unbußftrti.M.
i.Nnd der Herr sprach zu mir: Und wenngleich * Mose und Samuel vor mir stün-den, so habe ich doch kein Herz zu diesem Volk;treibe sie weg von mir, und laß sie hinfahren.
' Ps. 99/ 6. Ej. 14/ 14.
2. Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen Wikhin? so sprich zu ihnen: So spricht der Herr:Wen 'der Tod trifft, den treffe er; wen dasSchwert trifft, den treffe es; wen der Hungertrifft, den treffe er; wen das Gefängniß trifft,den treffe es. * c. 43 / n. Zach, ii/ 9.
3. Denn ich will sie heimsuchen mit viererley' Plagen, spricht der Herr: Mit dem Schwert,daß sie erwürget werden; mit Hunden, die sieschleifen sollen; mit den Vögeln des Himmelsund mit Thieren auf Erden, daß sie gefressenund verweset werden sollen. * Ezech. 14 /21.
Und ich will sie in allen Königreichen aufErden hin und her treiben lassen, ' um Manassewillen, des Sohnes Jehiskia, des Königs Juda;deßhalben, das er zu Jerusalem begangen hat.
* 2 Kön. 21/ 11. c. 23/ 26. 2 Chr. 33/ 9.
5 . Wer will sich denn deiner erbarmen, Jeru-salem ? Wer wird denn Mitleiden mit dir haben?Wer wird denn hingehen, und dir Frieden er-werben?
6 . Du hast * mich verlassen, spricht der Herr,und bist mir abgefallen: darum habe ich meineHand ausgestreckt wider dich, daß ich dich ver-derben will; ich bin des Erbarmens müde.
* Esaj. 1/ 2. 4.
7 . Ich will sie mit der' Worfschaufel zum Landshinaus worfeln; und will mein Volk, so vonseinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitelWaisen machen und umbringen.
* Matth. 3 / 12. Lue. 3 / 17.
8 . Es sollen mir mehr Witwen unter ihnenwerden, denn des Sandes am Meer ist. Ichwill über die Mutter der jungen Mannschaftkommen lassen einen offenbarlichen Verderber,und die Stadt damit plötzlich und unversehensüberfallen lassen,
9. Daß die, so sieben Kinder hat, soll elendseyn und von Herzen seufzen. Denn ' ihre Sonnesoll bey hohen: Tage untergehen, daß bey^esihr Ruhm und Freude ein Ende haben sott.Und die Uebrigen will ich ins Schwert gebenvor ihren Feinden , spricht der Herr.' Am. 8 / 9.
10. Ach * meine Mutter, daß du mich gebo-ren hast, wider den Jedermann hadert und zanktim ganzen Lande. Habe ich doch weder auft Wucher geliehen noch genommen , doch fluchtmir Jedermann. ' c. 20 , i§. 1 - Ps. 13 / 5 .
11. Der Herr sprach: Wohlan, ich will eueretliche übrig behalten, denen es soll wieder wohlgehen; und will euch zu Hülfe kommen in derNoch und Angst unter den Feinden,