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[1] (1821) [Altes Testament]
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Jeremiä Beruf.

Jeremia 1. 2.

Gottes Wohlthaten.

Der Prophet Jeremia.

Das 1 . Capitel.

Jeremia wird berufen, die Verstörung Jerusalems zu verkündigen.

1. ( 7 >ieß find die Geschichten Jeremia des

Sohnes Hilkia, aus den Priestern zuAnathoth, im Lande Benjamin,

2. Zn welchem geschah das Wort des Herrnzur Zeit* Jofia, des Sohns Amons des KönigsJuda im drevzehnten Jahr seines Königreichs,

* 2 Kön. 21 , 24.

3 . Und hernach zu der Zeit des Königs I; da,Joiakims, des Sohnes Josta , bis ans Ende deseilften Jahrs Zedekia, des Sohnes Jofia, desKönigs Juda, bis aufs Gefangniß Jerusalemsim fünften Monath.

Und des Herrn Wort geschah zu mir, undsprach:

5 . Ich * kannte dich, ehe denn ich dich inMutterleibe bereitete; und sonderte dich aus,ehe denn du von der Mutter geboren wurdest;und stellete dich zum Propheten unter die Völker.

* Esaj. 44, 4. c. 4s, 1 . 4.

6 . Ich aber sprach: Ach Herr Herr, ich taugenicht zu predigen; denn ich bin zu jung.

7 . Der Herr aber sprach zu mir: Sage nicht:Ich bin zu jung; sondern du sollst gehen, wohinich dich sende, und * predigen, was ich dich heisse.

* Ejcch. 3, 17.

8 . Fürchte * dich nicht vor ihnen; denn Ich binbey dir und will dich erretten, spricht der Herr.

* Esaj. 41, io. Jer. 14, 20 .

9. Und der Herr reckte seine Hand aus, undrührete meinen Mund, und sprach zu mir: Siehe,ich * lege meine Worte in deinen Mund.

' c. 4, 14. Esaj. 41, 16. c. 49, 21 .

10. Siehe, ich setze dich heute dieses Tagesüber Völker und Königreiche, daß du ausreissen,zerbrechen, verstören und verderben sollst, undbauen und pflanzen.

11. Und es geschah des Herrn Wort zu mir,und sprach: Jeremia, * was siehest du? Ichsprach: Ich sehe einen wackern Stab. -Amo- 8 , 2 .

12. Und der Herr sprach zu mir: Du hastrecht gesehen; denn ich will wacker seyn übermein Wort, daß ich es thue.

13. Und es geschah des Herrn Wort zum andernMahl zu mir, und sprach: Was stehest du? Ichsprach: Ich sehe einen heissen siedenden TopfVon Mitternacht her.

r^. Und der Herr sprach zu mir: * Von Mit-

ternacht wird das Unglück ausbrechen über alle,die im Lande wohnen. * c. 4, 6 .

15. Denn stehe, ich will rufen alle Fürsten inden Königreichen gegen Mitternacht, spricht derHerr, daß fie kommen sollen und ihre Stühlesetzen vor die Thore zu Jerusalem, und ringsum die Mauern her, und vor alle Städte Juda.

16. Und ich will das Recht lassen über fie gehen,um aller ihrer Bosheit willen, daß fie mich ver-lassen, und räuchern andern Göttern, und be-then an ihrer Hände Werk.

17. So * begürte nun deine Lenden, und machedich auf, und predige ihnen alles, was ich dirheisse. Fürchte dich nicht vor ihnen, als sollteich dich abschrecken. * Luc. 12,34. 1 Per. 1,13.

1 8 . Denn * ich will dich heute zur festen Stadt,zur eisernen Säule und zur ehernen Mauermachen im ganzen Lande, wider die Könige Juda,wider ihre Fürsten, wider ihre Priester, widerdas Volk im Lande. *-.6,27. c.14,20. Ezech.3,8.9.

19. Daß, wenn fie gleich wider dich streiten,

dennoch nicht sollen wider dich siegen: denn Ich* bin bey dir, spricht der Herr, daß ich dicherrette. *«.14,2«. esaj. 41,10.

Das 2. Capitel.

Gottes Wohlthaten. Der Juden Sünde und Undankbarkeit.

1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und" sprach:

2. Gehe hin, und predige öffentlich zu Jeru-salem, und sprich: So spricht der Herr: Ichgedenke, da du eine freundliche junge Dirne undeine liebe Braut wärest; da du mir folgtest inder Wüste, im Lande, da man nichts säet;

3 . Da Israel des Herrn eigen war, und seineerste Frucht. Wer fie fressen wollte, mußteSchuld haben, und Unglück über ihn kommen,spricht der Herr.

(Anfang des 2 . Capitels )

störet des Herrn Wort, ihr vom HauseJakobs und alle Geschlechter vom Hause

Israels.

s. So spricht der Herr: Was haben doch eureVäter Fehls an mir gehabt, daß fie von mirwichen m-d hingen an den unnützen Götzen; dasie doch nichts erlangeten?

6. Und dacklen nie teinmahl: Wo ist der Herr,"der uns aus Egyptenland führete, und leitete

uns