Iesaia 55. 56. 57
Gottlose gestraft.
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Blinde Wächter.
nicht wieder zu mir leer kommen; son-dern thun/ das mir gefällt, und sollihm gelingen, dazu ich es sende.
12. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen, undim Frieden geleitet werden. Berge und Hügelsollen vor euch her frohlocken mit Ruhm, undalle Bäume auf dem Felde mit den Händenklappen.
13 . Es sollen Tannen für Hecken wachsen,und Myrten für Dornen; und dem Herrn sollein Nähme und ewiges Zeichen feyn, das nichtausgerottet werde.
Das 56. Capitel.
Vermahnung zur Gottseligkeit. Straft der stummen Hunde.
1. Ao spricht der Herr: Haltet das Recht,^ und thut Gerechtigkeit; denn mein Heil
ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtig-keit , daß sie geoffenbaret werde.
2. Wohl dem Menschen, der solches thut, unddem Menschenkind, der es fest hält, daß er denSabbarh halte, und nicht entheilige, und halteseine Hand, daß er kein Arges thue.
3 . Und * der Fremde, der zum Herrn fich ge-
than hat, soll nicht sagen: Der Herr wird michscheiden von seinem Volk. Und der Verschnittenesoll nicht sagen: Stehe, ich bin ein dürrerBaum. * ii/1.
-L. Denn so spricht der Herr zu den Verschnit-tenen, welche meine Sabbathe halten, und er-wählen, was mir wohlgefällt, und meinen Bundfest fassen:
5 . Ich will ihnen in meinem Hause und inmeinen Mauern einen Ort geben, und einenbessern Nahmen, denn den Söhnen und Töch-tern; einen ewigen Nahmen will ich ihnen geben,der nicht vergehen soll.
6 . Und der fremden Kinder, die fich zum Herrngethan haben, daß fie ihm dienen, und seinenNahmen lieben, auf daß fie seine Knechte feyn,ein Jeglicher, der den Sabbath hält, daß erihn nicht entweihe, und meinen Bund fest hält;
7 . Dieselbige will ich zu * meinem heiligenBerge bringen, und will sie erfreuen in meinemBethhause, und ihre Opfer und Brandopfersollen mir angenehm feyn auf meinem Altar;denn -s meinHaus heißt einBethhaus allen Völkern.
' Ps. 2, 6. -i -1 Kön. 8/ 43. Matth. 21 / 13. Marc. 11/ 17. Luc. 19/ 46.
8 . Der Herr Herr , der die Verstoßenen ausIsrael sammelt, spricht: Ich will noch mehr zudem Haufen, die versammelt sind, sammeln.
d. Alle Thiere auf dem Felde, kommt undfresset, ja alle Thiere im Walde.
10. Alle ihre Wächter sind blind, sie wissenalle nichts; stumme Hunde find sie, die nichtstrafen können; sind faul, liegen und schlafengerne.
11. Es sind aber starke Hunde vom Leibe,die nimmer satt werden können. Sie, die Hir-ten , wissen keinen Verstand; ein Jeglicher *stehet auf seinen Weg, ein -k Jeglicher geizetfür sich in seinem Stande.
* c. 33/ 6. ff Jer. 6/ 13. c. 8/ io.
12. Kommt * her, laßt uns Wein hohlen undvoll saufen; und soll morgen feyn wie heute,und noch viel mehr. *-.22,13.
Das 57. Capitel.
Gott will dic Widerspenstigen strafen; den Bußfertigen Frieden schaffen.
1. Hsber der Gerechte kommt um; und^ * Niemand ist, der es zu Herzen
nehme; und heilige Leute werden auf-gerafft, und Niemand achtet darauf.Denn die Gerechten werden weggerafftvor dem Unglück; *Zer.i2,n.
2. Und die richtig vor sich gewandelthaben, kommen zum Frieden und ruhenin ihren Kammern.
(Anfang des 37. CapitclS.)
3 'Und ihr, kommt herzu, ihr Kinder der Ta-gewählerinn, ihr Same' des Ehebrechersund der Hure. * Matth. 12,39.
An wem wollt ihr nun eure Lust haben?Ueber wem wollt ihr nun das Maul aufsperren,und die Zunge heraus recken? Seyd Ihr nichtdie Kinder der Übertretung, und ein falscherSame,
s. Die ihr in der * Brunst zu den Götzen laufetunter alle grüne Bäume, und schlachtet die Kin-der an den Bächen unter den Felsklippen?
* Jer. 3, 13 . e. 2, 24.
6 . Dein Wesen ist an den glatten Bachstemen,dieselbigen find dein Theil; denselbigen schüttestdu dein Trankopfer, da du Speisopfer opferst.Sollte ich mich deß trösten?
7 . Du machst dein Lager auf einem hohenerhabenen Berge, und gehest daselbst auch hin-auf zu opfern.
8 . Und hinter der Thür und Pfosten stellest dudein Gcdächtniß. Denn du wälzest dich von mir,und gehest hinauf, und machest dein Lager weit,und verbindest dich mit ihnen; und liebest ihrLager, wo du sie erstehest.
9. Du ziehest mit Oehl zum Könige, und hast