Predigt von Christo. Iesaia 40. Nichtigkeit der Götzen. 657
Das 40. Capitel.
Zukunft Cl>nsti. Seines Vorläufers Predigt.
(Epist- am Tage St. Johannis, des Täufers.)
1. ^röftet, tröstet mein Volk, spricht euer^ Gott;
2. Redet * mit Jerusalem freundlich, und pre-diget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat,denn ihre Miffethat ist vergehen; denn sie hatZweyfältiges empfangen von der Hand desHerrn, um alle ihre Sünde. * Hof. -, i4. Zrph. s.
Z. Es ist " eine Stimme eines Predi-gers in der Wüste: Bereitet dem Herrnden Weg, machet auf dem Gefilde eineebene Bahn unfern: Gott. * Match. 3,3.
Alle Thäler sollen erhöhet werden, undalle Berge und Hügel sollen geniedriget wer-den, und was ungleich ist, soll eben, und washöckricht ist, soll gerade werden:
5. Denn die Herrlichkeit des Herrn soll geoffen-baret werden; und alles Fleisch mit einanderwird sehen, daß des Herrn Mund redet.)
6. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er
sprach: Was soll ich predigen? Alles'Fleisch istHeu, und alle seine Güte ist wie eine Blumeauf dem Felde. * i P-ir. i, -4.
7. Das Heu verdorret, die Blume verwelket;denn des Herrn Geist blaset darein. Ja, dasVolk ist das Heu.
8. Das Heu verdorret, die Blume verwelket;aber das * Wort unsers Gottes bleibt ewiglich.
* Pf. 119, 89. Luc. 21 , 33.
s. Zion, du Predigerinn, steige auf einenhohen Berg. Jerusalem, du Predigerinn, hebedeine Stimme auf mit Macht, hebe auf, undfürchte dich nicht; sage den Städten Juda:Siehe, da ist euer Gort,io. Denn siehe, der Herr Herr kommt gewal-tiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe,sein Lohn ist bey ihm, nnd seine * Vergeltungist vor ihm. * Rom. 2,6.
it. Er wird seine Herde weiden, wieein Hirte; er wird die Lämmer in seineArme sammeln, und in seinem Busentragen, und die Schafmütter führen.
12. Wer misset die Wasser mit der Faust, undfasset den Himmel mit der Spanne, und be-greift die Erde mit einem Dreyling, und wiegtdie Berge mit einem Gewicht, und die Hügelmit einer Wage?
i.i. Wer ' unterrichtet den Geist des Herrn,und welcher Rarhgeber unterweiset ihn?
* Rom. ii, 34.
1>4. Wen fragt er um Rach), der ihm Verstandgebe, nnd lehre ihn den Weg des Rechts, undlehre ihn die Erkcnntniß, und unterweise ihnden Weg des Vorstandes?
15. Siehe, die Heiden sind geachtet wie einTropfen, so im Eimer bleibt, und wie einScher stein, so in der Wage bleibt. Siehe, dieInseln sind wie ein Stäublein.
i o. Der Libanon wäre zu gering zum Feuer,und seine Thiere zu gering zum Brandopfer.
17. Alle Heiden sind vor * ihm nichts, und wieein Nichtiges und Eiteles geachtet. *Ps. 39,6.12.
18. Wem wollt ihr denn * Gott nachbiiden?
Oder was für ein Gleichniß wollt ihr ihm zu-richtcn? * c. 46 ,2.
19. Der' Meister gießt wohl ein Bild, und
der Goldschmied übergoldet es und macht sil-berne Ketten daran. *-. 44 , 12 . 13 .
20. Deßgleichen wer eine arme Hebe vermag ,der wählt ein Holz, das nicht fault; und suchteinen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige,das beständig sey.
21. Wisset ihr nicht? Höret ihr nicht? Ist eseuch nicht vormahls verkündiget? Habt ihr esnicht verstanden von Anbeginn der Erde?
22. Er sitzt über dem Kreis der Erde; und die
darauf wohnen, find wie Heuschrecken. Der den* Himmel ausdeynet wie ein dünnes Fell, nndbreitet sie aus wie eine Hütte, da man innenwohnet; * c. 44,24. Pf 10,, 2.
23. Der die Fürsten zu Nichte macht, und dieRichter auf Erden eitel macht,
22,. Als hatte ihr Stamm weder Pflanzen,noch Samen, noch Wurzel in der Erde, daßsie, wo ein Wind unter sie wehet verdorren,und sie ein Windwrrbel wie Stoppeln wegfrrhret.
25. Wem wollt ihr denn mich nachbiiden,dem ich gleich sey? spricht der Heilige.
26. Hebet eure Augen in die Höhe, und sehet!Wer hat solche Dinge geschaffen, und führetihr Heer bey der Zahl heraus, der sie alle' mitNahmen rufet? Sein Vermögen und starke Kraftist so groß, daß nicht an einem fehlen kann.
- Pf. 147 , 4 .
27. Warum sprichst du denn, Jakob, und du,Israel, sagst: Mein Weg ist dem Herrn ver-borgen, und mein Recht gehet vor meinem Gottüber?
28. Weißt du nicht? Hast du nickt gehöret?
Der Herr, der ewige Gott, ' der die Enden derErde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt;sein Verstand ist unausforschlich.' 42,2. <. 4s, 12.
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