Herrlichkeit-er Zeit des Messias. 'Iesaia 35. 36. Jerusalem belagert. Rede des Erzschenken. 653
Libanons ist ihr gegeben, der Schmuck Carmelsund Sarons. Sie ' sehen die Herrlichkeit desHerrn, den Schmuck unsers Gottes.' Loh. i, 14.
3 . Stärket 'die müden Hände, und erquicketdie strauchelnden Knie. * Zach. 8 ,9.13. Ebr. 12,12.
4 . Sagt den verzagten Herzen: Seyd getrost,fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, derkommt zur Rache; Gott, der da' vergilt, kommtund wird euch helfen. * Ps. 94, 1.
s. Alsdann werden'der Blinden Au-gen aufgeth an werden, und der TaubenOhren werden geöffnet werden.
* Matth. 11 / 5 . c. 15 / 30. Lue. 7 / 22.
6 . Alsdann werden die' Lahmen locken (hupfen)
wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wirdLob sagen. Denn es werden Wasser in derWüste hin und wieder fließen, und Ströme inden Gefilden. " Gcsch.3,2.3.
7. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollenTeiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollenBrunnquellen seyn. Da zuvor die Schlangengelegen haben, soll Heu und Rohr und Schilfstehen.
8 . Und es wird daselbst * eine Bahnseyn und ein Weg, welcher der heiligeWeg heissen wird, daß kein Unreinerdarauf gehen wird; und derselbigewird fürfiefeyn, daß man daraufgehe,daß auch die Thoren nicht irren mögen.
* Lob- 14 / 6 .
y. Es wird da kein Löwe seyn, und wird keinreissendes Thier darauf treten, noch daselbstgefunden werden; sondern man wird frey sicherdaselbst gehen.
10. Die' Erlöseten des Herrn werdenwiederkommen, und gen Zion kommenmitJauchzen; ewigeffFreude wird überihrem Haupteseyn;FreudeundWonnewerden sie ergreiffen, und Schmerzund Seufzen wird weg müssen.
* «. 51/ 11. c. 62/ 12. ff c. 66/ 14. Jsh. 16, 22. ffff Off. 21, 4«
Das 36. Capitel.
Jerusalem von Sanherib belagert.
l-Nnd es begab sich im vierzehnten Jahr desKönigs Hiskia, ' zog der König zu As-syrien , Sanherib, herauf wider alle feste StädteJuda, und gewann sie. * 2Kon. i«, 13.
2. Und der König zu Assyrien sandte den Rab-fake von Lachis gen Jerusalem zu dem KönigeHiskia mit großer Macht. Und er trat an dieWasserröhren des obern Teichs, am Wege beydem Acker des Färbers.
3. Und es ging zu ihm heraus ' Eliakim,
der Sohn Hilkia, der Hofmeister, und Sebena,der Kanzler, und Joah, der Sohn Affaphs,der Schreiber. ' c. -2,20.
4. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Saget
doch dem Hiskia: So spricht der' große König,der König zu Assyrien: Was ist das für einTrotz, darauf du dich verlässest? * v. 13.
5. Ich achte, du lässest dich bereden, daß dunoch Rath und Macht wissest zu streiten. Aufwen verlässest du denn dich, daß du mir bistabfällig geworden?
6. Verlässest du dich auf den ' zerbrochenenRohrstab Egypten? welcher, so Jemand sich dar-auf lehnet, gehet er ihm in die Hand und durch-bohret sie. Also thut Pharao, der König inEgypten, allen, die sich auf ihn verlassen.
* 2 Kön. 18/ 21.
7. Willst du aber mir sagen: Wir verlassenuns auf den Herrn, unfern Gott? Ist es dennnicht der, welches Höhen und Altäre der Hiskiahat abgethan, und zu Juda und Jerusalemgesagt: Vor diesem Altar sollt ihr anbelhen?
8. Wohlan , so nimm es an mit meinem Herrn,dem Könige zu Assyrien: ich will dir zwey tausendRosse geben; laß sehen, ob du bey dir könnestausrichten, die darauf reiten.
9. Wie willst du denn bleiben vor einem Haupt-manne, der geringsten Diener Einern meinesHerrn? Und du verlässest dich auf Egypten,um der Wagen und Reiter willen.
10. Dazu meinest du, daß ich ohne den Herrnbin herauf gezogen in dieß Land, daffelbige zuverderben? Ja, der Herr sprach zu mir: Ziehehinauf in dieß Land, und verderbe es.
11. Aber Eliakim, und Sebena, und Joahsprachen zum Erzschenken: Lieber, rede mitdeinen Knechten auf Syrisch, denn wir verstehenes wohl; und rede nicht auf Jüdisch mit unsvor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist.
12. Da sprach der Erzschenke: Meinest du,daß mein Herr mich zu deinem Herrn oder zudir gesandt habe, solche Worte zu reden; undnicht vielmehr zu den Männern, die auf derMauer sitzen , daß sie sammt euch ihren eignenMist fressen und ihren Harn saufen?
13. Und der Erzschenke stand, und rief lautauf Jüdisch und sprach: Höret die Worte des' großen Königs , des Königs zu Assyrien. ' v. 4.
14. So spricht der König: Laßt euch Hiskianicht betrügen, denn er kann euch nicht erretten.
is. Und laßt euch Hiskia nicht vertrösten auf