Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
644
Einzelbild herunterladen
 

Elend des

Jüdischen Landes.

644

Iesaia 23. 24. 25.

ihrem Hurenlohn, und Hurerey treibe mit allenKönigreichen auf Erden.

18. Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn wer-den dem Herrn heilig seyn. Man wird sie nichtzum Schatz sammeln noch verbergen; sondern dievor dem Herrn wohnen, werden ihr Kaufguthaben, daß sie essen und satt werden, und wohlbekleidet seyn.

Das 2 i. Capitel.

Verwüstung deS Jüdischen Landes.

1. ^iehe, der Herr maa t das Land leer und^ wüste, und wirst um, was darinnen ist,

und zerstreuet seine Einwohner.

2. Und * gehet dem Priester wie dem Volk, dem

Herrn wie dem Knechte, der Frau wie der Magd,dem Verkäufer wie dem Käufer, dem Leiher wiedem Borger, dem Mahnenden wie dem Schul-diger. * H°s. 4, 9.

3. Denn das Land wird leer und beraubt seyn;denn der Herr hat solches geredet.

2t. Das Land stehet jämmerlich und verderbt,der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Höch-sten des Volks im Lande nehmen ab.

5. Das Land ist entheiliget von seinen Ein-wohnern; denn sie übergehen das Gesetz, undändern die Gebothe, und lassen fahren den ewi-gen Bund.

6. Darum frißt.der Fluch das Land; denn sieverschulden es, die darinnen wohnen. Darumverdorren die Einwohner des Landes, daß we-nige Leute überbleiben.

7. * Der Most verschwindet, der Weinstock

verschmachtet; und alle, die von Herzen fröhlichwaren, seufzen. ' Lou i, 12.

8. Die * Freude der Pauken feyert, das Jauch-zen der Fröhlichen ist aus, und die Freude derHarfen hat ein Ende. "S-r. 7,34.

9. Man singt nicht beym Weintrinken, undgutes Getränk ist bitter denen, so es trinken.

10. Die leere Stadt ist zerbrochen; alle Häusersind zugeschlossen, daß Niemand hinein gehet.

11. Man klagt Wein auf den Gassen, daßalle Freude weg ist, alle Wonne des Landes da-hin ist.

12. Eitel Verwüstung ist in der Stadt geblie-ben , und die Thore stehen öde.

13. Denn es gehet im Lande und im Volk eben,als wenn ein Oehlbanm abgepflücket ist; alswenn man nachlieset, so die Weinernte aus ist.

1^. Dieselbigen heben ihre Stimme auf, undrühmen und jauchzen vom Meer her, über derHerrlichkeit des Herrn.

15. So preiset nun den Herrn in Gründen,in den Inseln des Meers den Nahmen des Herrn,des Gottes Israels.

16. Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde,zu Ehren dem Gerechten. Und ich muß sagen:Wie bin ich aber so mager? Wie bin ich aber somager? Wehemir; denn die Verächter verach-ten , ja die Verächter verachten.

17. Darum kommt über euch Einwohner desLandes Schrecken, Grube und Strick.

18. Und * ob einer entflöhe vor dem Geschreydes Schreckens, so wird er doch in die Grubefallen; kommt er aus der Grube, so wird erdoch im Strick gefangen werden. Denn die Fen-ster in der Höhe sind aufgethan, und die Grund-festen der Erde beben. * Z». 4s, 44. Amos 2,19.

19. Es wird dem Lande übel gehen, und"nichts gelingen und wird zerfallen.

^ 4 Mos. 14, 41. Jer. 2 , 37. c. 32, 5.

20. Das Land wird * taumeln wie ein Trunke-ner, und weggeführet wie eine Hütte; denn seineMtsselhat drückt es, daß es fallen muß und kannnicht stehen bleiben. ' c. 19, 14.

2l- Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen diehohe Ritterschaft, so in der Höhe sind, und dieKönige der Erde, so auf Erden find,

22. Daß sie versammelt werden in ein Bünd-lein zur Grube, und verschlossen werden im Ker-ker, und nach langer Zeit wieder heimgesuchtwerden.

23. Und der Mond wird sich schämen, und dieSonne mit Schanden bestehen, wenn der HerrZebaoth König seyn wird auf dem Berge Zionund zu Jerusalem, und vor seinen Nettesten in-er Herrlichkeit.

Das 25. Capitel.

Danksagung für die Fortpflanzung deS Reichs Christi.

1. j^err, Du bist mein Gott; dich preise ich.^ Ich lobe deinen Nahmen, denn du thust

Wunder. Deine Vornehmen von Altem her sindtreu und wahrhaftig.

2. Denn du machst dix Stadt zum Steinhau-fen; die feste Stadt, daß sie auf einem Haufenliegt; der Fremden Pallasr, daß nicht mehr eineStadt sey, und nimmermehr gebauet werde.

3. Darum ehret dich ein mächtiges Volk, dieStädte gewaltiger Heiden fürchren dich.

>1. Denn du bist der Geringen Stärke, derArmen Stärke in Trübsal, * eine Zuflucht vordem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze,wenn die Tyrannen wuthen, wie ein Ungcwit-ter wider eine Wand. *«.4,6.