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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
639
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Untergang Moabs. Jesaia

Volk. das sie gerüstet haben , führet man überden Weidenbach.

8. Geschrey gehet um in den Grenzen Moabs;sie heulen bis gen Eglaim, und heulen bey demBorn Elim.

9. Denn die Wasser zu Dimon sind voll Blut.Dazu will ich über Dimon noch mehr kommenlassen; beydes über die erhalten sind in Moabdes Löwen, und über die übrigen im Lande.

Das 16 . Capitel.

Plage und Fall der Moabiter.

i.0.ieber schicket, ihr Landesherren, Lämmer^ von * Sela aus der Wüste, zum Bergeder Tochter Zion. * 2Kon. 14,7. '

2. Aber wie ein Vogel dahin stieget, der ansdem Nest getrieben wird; so werden seyn dieTöchter Moabs, wenn sie vor Arnon über-ziehen.

3. Sammelt Rath, haltet Gericht, mache dirSchatten des Mittags wie eine Nacht; verbirgdie Verjagten, und melde die Flüchtigen nicht.

Laß meine Verjagten bey dir Herbergen;liebes Moab, sey du ihr Schirm vor dem Ver-störter : so wird der Treiber ein Ende haben, derVerstörer aufhören, und der Untertreter Massenim Lande.

5. Es wird aber ein Stuhl bereitet werdenaus Gnaden, daß * Einer darauf sitze in derWahrheit, in der Hütte Davids, und richte undtrachte nach Recht, und fördere Gerechtigkeit.

* c. 9, 6. 7. Dan. 7/ 14. Mich. 4/ 7. Luc. 1/ 32. 53.

6. Wir ' hören aber von dem Hochmuth Moabs,daß er fast groß ist; daß auch ihr Hochmuth,Stolz und Zorn größer ist, denn ihre Macht.

» J-r. 48, 29 . Zcph, 2 , 8.

7. Darum wird ein Moabiter über den andernheulen, allesammt werden sie heulen. Ueber dieGrundfeste der Stadt KirHareseth werden dieVerlahnnen seufzen.

8. Denn Hesbon ist ein wüstes Feld geworden,der Weinstvck zu Sibma ist verderbet, die Herrenunter den Heiden haben seine edle Reben zer-schlagen, und sind gekommen bis gen Iaeser,und ziehen um in der Wüste; ihre Feier (Münzen)find zerstreuet und über das Meer gef.ihrer.

9. Darum weine ich um Iaeser und um denWei-istock zu Sibma; und ve-gieße viele Tkwä-nen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein'Gesang in deinen Sommer und in deine Erntegefallen,

10. Daß * Freude und Wonne im Felde auf-höret, und in Weinbergen jauchzt noch ruft man

16. 17. Wider Damaskus. 639

nicht. Man keltert keinen Wein in den Kel-tern; ich habe des Gesangs ein Ende gemacht.

* Jcr. 48, 33.

11. Darum * brummet mein Herz über Moab,

wie eine Harfe, und mein Inwendiges überKirhares. * c. 13,3. J-r. 48,35.

12. Alsdann wird es offenbar werden, wieMoab müde ist bey den Altären; und wie er zuseiner Kirche gegangen sey zu bethen, und dochnichts ausgerichtet habe.

13. Das ist es, das der Herr dazumahl widerMoab geredet hat.

1^. Nun aber redet der Herr, und spricht: Indreyen Jahren, wie ' eines Tagelöhners Jahresind, wird die Herrlichkeit Moabs geringe wer-den in der großen Menge, daß gar ein wenigesüberbleibe, und nicht viel. * c. 21,16.

Das 17. Capitel.

Last DamaSci, dcr Jscaclitcn und Assyrcr.

1. C^ieß ist die Last über ' Damaseus: Sie-^ he, Damaseus wird kerne Stadt mehr

seyn, sondern ein zerfallener Steinhaufe.

* c. 7, 8. Jcr. 4«, 23. AmoS i, 3.

2. Die Städte Aroer werden verlassen seyn,daß Herden daselbst weiden, die niemand scheuche.

3. Und wird ans seyn mit der Feste Ephraims;und das Königreich zu Damaseus, und das kle-brige zu Syrien wird seyn, wie die Herrlichkeitder Kinder I-rael, spricht der Herr Zebaoth.

Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jakobsdünne seyn, und sein fetter Leib wird magerseyn.

5. Denn sie wird seyn, als wenn einer Ge-treide einsammelte in der Ernte, und als wenneiner mit seinem Arm die Aehren einerntete, undals wenn einer Aehren läse im Thal Rephaim,

6. Und eine Nachernte darinnen bliebe; alswenn man einen Oehlbaum schüttelte, daß zweyoder drey Beeren blieben oben in dem Wipfel,oder, als wenn vier oder fünf Früchte an denZweigen hangen, spricht der Herr, der GottIsraels.

7. Zu der Zeit wird sich der Mensch haltenzu dem, der ihn gemacht hat; und seine Augenwerden auf den Heiligen in Israel schauen;

8. Und wird sich nicht halten zu den Altären,die seine Hände gemacht haben, und nicht schauenauf das, das seine Finger gemacht hüben, wederauf Haine noch Bilder.

9. Zu der Zeit werden die Städte ihrer Stärkeseyn," wie ein verlaßner Ast und Zweig, so ver-