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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
630
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6Z0 Weinbergs Unfruchtbarkeit. Jesaja 4. 5.

Wehe den Säufern.

(Anfang des 4. Capitels.)

2.In der Zeit wird des Herrn "Zweig^ lieb und werth seyn, und dieFruchtderErde herrlich und schön bey denen/die behalten werden in Israel.

* c. it/ i. Jer. 23/ 3.

3 . Und wer da wird übrig seyn zu Zion, undüberbleiben zu Jerusalem, der wird heilig heis-sen ; ein Jeglicher, der geschrieben ist unter dieLebendigen zu Jerusalem.

Dann wird der Herr den Unsiath der Töch-ter Zions waschen, und die Blutschulden Je-rusalems vertreiben von ihr, durch den Geist,der richten und ein Feuer anzünden wird.

5. Und der Herr wird schaffen über alle Woh-nung des Berges Zion, und wo sie versammeltist, Wolken und Rauch des Tages, und Feuer-glanz, der da brenne des Nachts. Denn es wirdein Schirm seyn über alles, was herrlich ist.

6. Und wird eine ' Hütte seyn znm Schattendes Tages vor der Hitze, und eine Zuflucht undVerbergung vor dem Wetter und Regen.

* c. 23, 4. 3.

Das 5. Capitel.

Vom Jüdischen Weinberge.

1. H^ohlan, ich will meinem Lieben ein Lied

meines Vetters singen von seinem' Wein-berge. Mein Lieber hat einen Weinberg an einemfetten Ort. * Marc. 12, i.

2. Und er hat ihn verzäunet, und mit Stein-haufen verwahret, und edle Reben darein gesenkt.Er bauete auch einen Thurm darinnen, und grubeine Kelter darein; und wartete, daß er Traubenbrächte. Aber er brachte Herlinge.

3. Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem, undihr Männer Juda, zwischen mir und meinemWeinberge.

>4. Was sollte man doch mehr thun an meinemWeinberge, das ich nicht gethan habe an ihm?Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ichwartete, daß er Trauben brächre?

5. Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mei-nem Weinberge thun will. Seine Wand sollweggenommen werden, daß er verwüstet werde,und sein Zaun soll zerrissen werden, daß er zer-treten werde.

6. Ich will ihn wüste liegen lassen, daß er nichtgeschnitten noch gehacket werde, sondern Distelnund Dornen darauf wachsen; und will den Wol-ken gebiethen, daß sie nicht darauf regnen.

7. Des Herrn Zebaoth Weinberg aber ist dasHaus Israel, und die Männer Juda seine zarte

Feser (Pflanze). Erwartet auf Recht, siehe, so istes Schinderey; auf Gerechtigkeit, siehe, so ist esKlage.

8. Wehe denen, die' Ein Haus an das andere

ziehen und Einen Acker zum andern bringen,bis daß kein Raum mehr da sey, daß sie alleindas Land besitzen. * Mich. 2, 2.

9. Es ist vor den Ohren des Herrn Zebaoth:

was gilts, wo nicht die vielen * Häuser sollenwüste werden, und die großen und feinen ödestehen? * c. 6/11.

10. Denn * zehn Acker Weinberg sollen nurEinen Eimer geben, und Ein Malter Samensoll nur einen Scheffel geben. * Hagg. 2,17.

i i. Wehe denen, die des Morgens frühe anssind, des Sanfens sich zu befleißigen, und sitzenbis in die Nacht, daß sie der Wein erhitzet ,

12. Und haben ' Harfen, Psalter, Pauken,Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben, undsehen nicht auf das Werk des Herrn, und schauennicht auf das Geschäfte seiner Hände.

* AmoS 6, 3. 6. -f Ps. 23, 3.

13. Darum wird mein Volk müssen weggefüh-ret werden unversehens, und werden seine Herr-lichen Hunger leiden, und sein Pöbel Durstleiden.

1^. Daher hat die Hölle die Seele weit auf-gesperret, und den Rachen aufgethan ohne alleMaße, daß hinunter fahren beyde ihre Herrli-chen und Pöbel, beyde ihre Reichen und Fröh-lichen ;

15. Daß Jedermann sich * bücken müsse, undJedermann gedemüthiget werde, und die Augender Hoffärtigen gedemüthiget werden ; ' 2,11.

16. Aber der Herr Zebaoth erhöhet werde imReckt, und Gott, der Heilige, geheiliget werdein Gerechtigkeit.

17. Da werden dann die Lämmer sich weidenan jener Statt, und Fremdlinge werden sichnähren in der Wüste der Fetten.

18 . Wehe denen, die sich zusammen koppelnmit losen Stricken, Unrecht zu thun, und mitWagenseilen, zu sündigen,

19 . Und sprechen: Laß eilend und bald kom-men sein Werk, daß wir es sehen; laß herfah-ren und kommen den Anschlag des Heiligen inIsrael, daß wir es inne werden.

20. Wehe denen, die"Böses gut, undGutes böse heissen, die aus FinsternißLicht, und aus Licht Finstern machen,die aus sauer fuß, und aus süß sauermachen. "Am»s L, 7 . -. 6 , 12 .