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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
628
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628 Büßpredigt an die undankbaren Juden. Iesaia 4 . 2 .

Beruf der Heiden.

22. Dein Silber ist Schaum geworden, unddein Getränk mit Wasser vermischt.

23 . Deine * Fürsten sind Abtrünnige und Diebs-gesellen , sie nehmen alle gern Geschenke, undtrachten nach Gaben, dem Waisen schaffen sienicht Recht / und der Witwen Sache kommt

nicht vor sie. * Hof. 9 / 13 . -l- 2 Mos. 22, 22. Jer. 5 , 28.

2^. Darum spricht der Herr Herr Zebaoth,der Mächtige in Israel: O wehe, ich werdemich trösten durch meine Feinde/ und mich rächendurch meine Feinde;

25. Und muß meine Hand wider dich kehren/

und deinen Schaum aufs lauterste * fegen/ undalles dein Zinn wegthun ; * Ml. 3 / 2.

26. Und dir wieder Richter geben, wie zuvorwaren, und Rathsherren wie im Anfang. *Alsdann wirst du eine Stadt der Gerechtigkeit,und eine fromme Stadt heissen.

' Jer. 3/ 17. Ez. 48, 33. Zach. 8, 3.

27 . Zion muß durch Recht erlöset werden, undihre Gefangene durch Gerechtigkeit,

28. Daß die Uebertreter und Sünder mit ei-nander zerbrochen werden, und die den Herrnverlassen, umkommen.

29. Denn sie müssen zu * Schanden werden überden Eichen, da ihr Lust zu habt, und schamrothwerden über den Gärten, die ihr erwählet,

* c. 42, 17.

30 . Wenn ihr seyn werdet, wie eine Eiche mitdürren Blättern, und wie ein Garten ohneWasser,

3 i. Wenn der Schutz wird seyn, wie Werg,und sein Thun wie * ein Funke, und beydes miteinander -k- angezündet werde, daß Niemand lösche.

* Jer. 17, 27. -f AmoS 3, 6.

Das 2. Capitol.

Beruf der Heiden an der Juden Statt.

t.Dieß ist es, das Jesaia, der Sohn Amoz,sah von Juda und Jerusalem.

2. Es wird * zur letzten Zeit der Berg, da desHerrn Haus ist, gewiß seyn, höher denn alleBerge, und über alle Hügel erhaben werden;und werden alle Heiden dazu laufen,

' Jer. 3, 17. Mch- 4, i.

3. Und viele Völker hingehen, und sagen:Kommt, laßt uns auf den Berg des Herrngehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß eruns lehre seine Wege, und wir wandeln aufseinen Steigen. Denn von Zion wird das Ge-setz ausgehen, und des Herrn Wort von Jeru-salem.

Und er wird richten unter den Heiden, undstrafen viele Völker. Da werden sie ihre *Schwerter zu Pflugscharen, und ihre Spieße zuSicheln machen. Denn es wird kein Volk widerdas andere ein Schwert aufheben, und werdenfort nicht mehr kriegen lernen. ' Mich. 4 ,3.

5. Kommt ihr nun vom Hause Jakobs, laßtuns wandeln im Licht des Herrn.

6. Aber du hast dein Volk, das Haus Jakobs,lassen fahren; denn sie treiben es mehr, denndie gegen dem Aufgang, und find Tagewähler,wie die Philister, und machen der fremden Kin-der viel.

7 . Ihr Land ist voll Silber und Gold, undihrer Schätze ist kein Ende; ihr Land ist vollRosse, nnd ihrer Wagen ist kein Ende.

8. Auch ist ihr Land voll Götzen, und bethen

* ihrer Hände Werk an, welches ihre Finger ge-macht haben. * Mch. 3,12.13.

9. Da bückt sich der Pöbel, da demüthigensich die Junkern. Das wirst du ihnen nichtvergeben.

10. * Gehe hin in den Felsen, und verbirg dichin der Erde, vor der Furcht des Herrn, undvor seiner herrlichen Majestät. * c. 25,2».

11. Denn * alle hohen Augen werden geniedri-

get werden, und was hohe Leute sind, wird sichbücken müssen; der Herr aber wird allein hochseyn zu der Zeit. * c. 3,13.

12. Denn der Tag des Herrn Zebaoth wirdgehen über alles Hoffärtige und Hohe, und überalles Erhabene, daß es geniedriget werde;

13. Auch über alle hohe und erhabene Cedernaufdem Libanon, und über alle Eichen in Basan;

I^i. Ueber alle hohe Berge, und über alle er-habene Hügel;

15. Neber alle hohe Thürme, und über allefeste Mauern;

16. Ueber alle Schiffe im Meer, und über alleköstliche Arbeit,

17. Daß sich bücken muß alle Höhe der Men-schen, und demüthigen, was hohe Leute sind;und der Herr allein hoch sey zu der Zeit.

18. Und mit den Götzen wird es ganz ausseyn.

19. Da wird "man in der Felsen Höhlen ge-hen, und in der Erde Miste, vor der Furchtdes Herrn, und vor seiner herrlichen Majestät,wenn er sich aufmachen wird zu schrecken die Erde.

* Luc. 23 / 3».

20. Zu ' der Zer- wird Jedermann wegwerfenseine silberne und goldene Götzen, die er ihm