Ferneres Lob und Gebeth der Kirche. Hohelied 6 . 7 . 8 . Letztes Liebesgespräch. 62 ^
Kebswciber, und * der Jungfrauen ist keineZahl. * Ps- 4 -,
8. Aber Ein e * ist meine Taube, meine From-
me, Eine ist ihrer Mutter die Liebste, unddie Auserwählte ihrer Mutter. Da sie die Töch-ter sahen, priesen sie dieselbige selig ; die Kö-niginnen und Kebsweiber lobten sie. *«. 2.
s. Wer ist , die hervor bricht, wie die Mor-geuröthe, schön wie der Mond, auserwählt wiedie Sonne, * schrecklich wie die Heersspitzen?
* vers 3.
10. Ich bin hinab in den Nutzgarten gegan-gen, zu schauen die Sträuchlein am Bach, zuschauen, ob der Weinstock blühete, ob die Gra-natäpfel grüneten.
11. Meine Seele wußte es nicht, daß er michzum Wagen Amminadabs gesetzt hatte.
12. Kehre wieder, kehre wieder, 0 Sulamith,kehre wieder, kehre wieder, daß wir dich schauen.Was sehet ihr an Sulamith? Den Reigen zuMahanaim.
Das 7. Capitel.
Ferneres Lob und Gebeth der Kirche.
1. HHie schön ist dein Gang in den Schuhen,^ du Fürstentochter. Deine Lenden stehen
gleich an einander, wie zwo Spangen, die desMeisters Hand gemacht hat.
2. Dein Nabel ist wie ein runder Becher, demnimmer Getränk mangelt. Dein Bauch ist wieein Weizenhaufen, umsteckt mit Rosen.
Z. Deine * zwo Brüste find wie zwey junge Reh-Zwillinge. * c. 4, 3.
Dein * Hals ist wie ein elfenbeinerner Thurm.Deine Augen sind wie die Teiche zu Hesbvn , amThor Bathrabbim. Deine Nase ist wie der Thurmauf Libanon, der gegen Damaskus siehet.
* c. 4, 4.
5 . Dein Haupt steht auf dir, wie Carmel.Das Haar auf deinem Haupt ist wie der Pur-pur des Königs in Falten gebunden.
6 . Wie' schön und lieblich bist du, du Liebe
in Wollüsten. * c. 1/ 13. c. 2, 14.
7 . Deine Länge ist gleich einem Palmbaum,und deine Brüste den Weintrauben.
8 - Ich sprach: Ich muß auf den Palmbaumsteigen, und seine Zweige ergreifen. Laß deineBrüste seyn wie Trauben am Weinstock ; unddeiner Nasen Geruch wie Aepfel;
9. Und deine Kehle wie guter Wein, der mei-
nem Freunde glatt eingehe; und rede von Fer-tigem.
10. Mein * Freund ist mein, und er hält sich
auch zu mir. * c- 2,16.
11. Komm, mein Freund, laß uns auf dasFeld hinaus gehen, und auf den Dörfern bleiben,
12. Daß wir früh aufstehen zu den Weinbergen,daß wir sehen, ob der Weinstock blühe und Au-gen gewonnen habe, ob die Granatäpfelbäumeausgeschlagen find; da will ich dir meine Brüstegeben.
13. Die Lilien geben den Geruch, und vor un-
serer Thür sind allerley edle Früchte. MeinFreund, ich habe dir beydes * heurige und fer-tige behalten. * MM. 13,-2.
Das 8. Capitel.
Letztes Liebesgespräch Christi und seiner Kirche.
1. A daß ich dich, mein Bruder, der du met-^ ner Mutter Brüste saugest, draußen
fünde, und dich küssen müßte, daß mich Niemandhöhnete.
2. Ich wollte dich führen und in * meiner Mut-ter Haus bringen, da du mich lehren solltest;da wollte ich dich tränken mit gemachtem Wein,und mit dem Most meiner Granatäpfel.
' c. 3, 4 .
3. * Seine Linke liegt unter meinem Haupt,und seine Rechte herzet mich. * c. 2, 6 .
Ich * beschwöre euch, Töchter Jerusalems,daß ihr meine Liebe nicht aufwecket noch reget,bis daß es ihr selbst gefällt.
* e. 2, 7. c. 3/ 3.
5 . Wer ist die, die herauf fährt von der Wüsteund lehnet sich auf ihren Freund? Unter demApfelbaum weckle ich dich, da deine Mutter dichgeboren hatte, da mit dir gelegen ist , die dichgezeuget hat.
6 . Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz,und wie ein Siegel auf deinen Arm. DennLiebe ist stark, wie der Tod; und Eifer ist fest,wie Holle. Ihre Glut ist feurig, und eineFlamme des Herrn,
7 . Daß auch viele Wasser nicht mögen die Liebeauslöschen, noch die Ströme sie ersäufen. Wenneiner alles Gut in seinem Hause um die Liebegeben wollte, so gälte es alles nichts.
8 . Unsere Schwester ist klein, und hat keineBrüste. Was sollen wir unserer Schwester thun,wenn man sie nun soll anreden?
Kkkk